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Proben in der Endphase

Montag, 20. Oktober 2008, 15:21 Uhr
Die Proben zum neuen Orchesterballett am Theater Nordhausen, „Romeo und Julia“, gehen in die Endphase. Orchester und Tänzer stimmen sich ein, das Bühnenbild steht oder hängt, nur noch an Feinheiten wird gefeilt. Auch vom neuen Ausstattungsleiter...

Der Neue (Foto: Kühn) Der Neue (Foto: Kühn)

Für Wolfgang Kurima Rauschning ist diese Ballettproduktion eine ganz besondere, nicht nur, weil er das Bühnenbild entworfen hat. Es ist mittlerweile sein achtes Bühnenbild für das Theater Nordhausen seit 2000, aber das erste in seiner Funktion als Ausstattungsleiter der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH. Seine bisherigen Arbeiten am Theater Nordhausen waren „Die Heilige“ (2007), „TanzMiró“ (2006), „Briefe des van Gogh“ (2005), „Paul und Paula“ (2004), „Das Land des Lächelns“ (2003), „Der Zigeunerbaron“ (2001), „Angélique“ (2001) sowie „Carmen“ und „Eine Florentinische Tragödie“ (2000).

Der Diplom-Designer wurde in Papua-Neuguinea geboren und ist mit sieben Jahren mit seinen Eltern zurück nach Deutschland gekommen. Nach dem Abitur verfolgte Wolfgang Kurima Rauschning zielstrebig seine künstlerische Laufbahn. Die begann mit dem Studium der Visuellen Kommunikation, Hauptstudium im Fachbereich Bühnenbild und Kostüm, an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main und setzte sich mit weiteren Studienrichtungen bis hin zum „International Workshop for Set Designers“ fort. Von 1999 an war der heute 35jährige freischaffend tätig. Er hat an verschiedenen Bühnen Deutschlands gewirkt, aber auch im Ausland, wie beispielsweise in Ungarn.

Die Arbeit am Bühnenbild ist jedoch nur eine Seite von Wolfgang Kurima Rauschning. Fotografie, Malerei, Webdesign, Möbeldesign und Illustrationen beispielsweise von Kinderbüchern gehören zu seinen Leidenschaften. Seine Fotos sind Entdeckungsreisen. Wie er selbst sagt, hat ihn der Blick durchs Objektiv schon immer fasziniert.

Der Sinn für Momente, Details und Situationen spiegelt sich auch in seinen Bühnenbildern wieder. Das wird auch bei „Romeo und Julia“ spürbar. Wolfgang Kurima Rauschning hat hier einen Raum geschaffen, der die Emotionen der Handlung unterstützt, aber den Tänzern genug Freiraum auf der Bühne bietet. Gemeinsam mit dem Licht entstehen farbenprächtige, emotionale Bilder und Räume, in denen sich die Liebesgeschichte entspinnt.

Am kommenden Freitag, 24. Oktober, ist um 19.30 Uhr Premiere des Balletts „Romeo und Julia“ von Sergej Prokofjew in der Choreografie von Steffen Fuchs.

Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31 98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/kn

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