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Jubilar aus Heldrungen

Freitag, 24. Oktober 2008, 17:25 Uhr
Die Handwerkskammer Erfurt hat ihre Mitgliederzahl seit der Wende mehr als verdoppelt und der 15000. eingetragene Handwerksbetrieb kommt aus Heldrungen...


Im Rahmen der Vollversammlung der Handwerkskammer Erfurt wird moren Fleischermeister Jörg Fischer aus Heldrungen als 15000. Mitglied der Handwerkskammer Erfurt willkommen geheißen.

Jörg Fischer (Foto: Handwerkskammer Erfurt) Jörg Fischer (Foto: Handwerkskammer Erfurt)

Jörg Fischer hat 1994 bei der Handwerkskammer Erfurt seine Prüfung zum Fleischermeister erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit der Betriebsberatung der Handwerkskammer wurde in den letzten Monaten die Betriebsübergabe der Fleischerei Hübner in Heldrungen in die Hände des 39-jährigen erfolgreich durchgeführt und kürzlich mit der Neueintragung von Jörg Fischer in die Handwerksrolle abgeschlossen.

Damit ist der 15000. Betrieb auch ein Beispiel für die aktuelle Entwicklung im Handwerk. Immer mehr Betriebe suchen künftig Nachfolger. Die Handwerkskammer rechnet damit, dass rund ein Drittel der Betriebe in den kommenden zehn Jahren vor der Nachfolgefrage stehen wird. Ostermann: „Umso wichtiger ist es, dass es Handwerker wie Fleischermeister Jörg Fischer gibt, die den Schritt in die Selbständigkeit nicht nur wagen, sondern auch mit fachlichem Können und einem ausgearbeiteten Konzept auf ein festes Fundament stellen. Das sind die besten Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg und damit für den Erhalt und die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.“

Damit hat sich das Handwerk in Nord- und Mittelthüringen seit dem Start in die Marktwirtschaft vor 19 Jahren mit gerade einmal 6.000 Betrieben um das 2 ½-fache erhöht. Die Beschäftigtenzahl stieg von damals rund 18.000 auf jetzt 64.000; wuchs also sogar um das 3 ½-fache an. „Das ist eine Erfolgsgeschichte; zumal in den letzten zehn Jahren auch einige Krisen im Handwerk zu bewältigen waren,“ erläuterte vorab Kammerpräsident Rolf Ostermann.

Mit 1377 Betrieben je 100.000 Einwohner hat das Handwerk im Kammerbezirk eine Dichte erreicht, die über dem Bundesdurchschnitt von 1169 liegt.

Die Höhe des Betriebsbestandes allein sage jedoch wenig über die Leistungskraft der einzelnen Betriebe aus, betont Ostermann. Mit einer durchschnittlichen Betriebgröße von rund 4,5 Beschäftigen je Betrieb sieht der Präsident eine kritische Mindestgröße, die nicht weiter unterschritten werden dürfe, um die Leistungsfähigkeit des Handwerks nicht zu gefährden. Daher ist für ihn die Stabilisierung der Betriebe und die Förderung der Wachstumsfelder wie beispielsweise Erneuerbare Energien, Bauen im Bestand oder auch der Aufbau von Serviceleistungen für eine älter werdende Bevölkerung eine wesentliche Aufgabe der Kammer.

„Wir treten dafür ein, dass jeder Betrieb – ob er sich gerade gründet oder bereits lange besteht - möglichst optimale Rahmenbedingungen vorfindet, um wirtschaften und wachsen zu können. Unsere Aufgabe als Handwerkskammer liegt hierbei in erster Linie in der Förderung und Beratung der Betriebe und Existenzgründer sowie in der Aus- und die Fortbildung.“
Autor: khh

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