Am meisten krank
Dienstag, 28. Oktober 2008, 14:24 Uhr
Der Landkreis Nordhausen und der Kyffhäuserkreis haben die meisten Krankschreibungen in Thüringen. Neben dem Krankenstand über Landesdurchschnitt registrierte man mehr Erkrankungen des Verdauungssystems und das Männer Vorsorgemuffel sind. Weitere Infos gibt es hier...
Der Krankenstand im Land Thüringen ist 2007 auf 3,7 Prozent leicht gestiegen. Auch im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis nahm die Zahl der Erkrankungen um 0,1 Prozentpunkte zu. Im Landesvergleich hatte die Region mit einem Krankenstand von 4,0 Prozent insgesamt die meisten Ausfalltage. Damit waren an jedem Tag des Jahres von 1.000 DAK-versicherten Arbeitnehmern 40 krankgeschrieben, acht mehr als bundesweit. Der zweithöchste Krankenstand in Thüringen wurde mit 3,9 Prozent in Erfurt, im Ilm-Kreis sowie in der Region Eisenach und Wartburgkreis verzeichnet, der niedrigste in Jena mit 3,1 Prozent.
Wie aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport für die Region Nordhausen und Kyffhäuserkreis hervor geht, stiegen im Vergleich zum Vorjahr die Ausfalltage durch Krankheiten des Verdauungssystems um 26,3 Prozent an. Auch die Zahl bei den psychischen Erkrankungen erhöhte sich um 24,2 Prozent. Die Fehlzeiten aufgrund von Verletzungen und Vergiftungen gingen dagegen um 32,8 Prozent zurück. Bei den so genannten unspezifischen Symptomen, bei denen sich die Beschwerden nicht eindeutig einer einzelnen Diagnose zuordnen lassen, sank die Zahl um 21,8 Prozent.
Die Entwicklung des Krankenstandes im Landkreis Nordhausen und Kyffhäuserkreis bestätigt uns, dass wir in unserem Engagement zur Gesundheitsförderung nicht nachlassen dürfen, kommentierte DAK-Bezirkschef Uwe Hennemann die Ergebnisse. Wir werden mit unseren Partnern in der Region die Konzepte weiterentwickeln, um den Krankenstand langfristig zu senken. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die DAK in diesem Jahr mit einer breiten Informations- und Aufklärungskampagne zum Thema Mann und Gesundheit.
Laut DAK-Gesundheitsreport sind Männer in Thüringen mit durchschnittlich 13 Tagen pro Jahr einen Tag kürzer krank als Frauen. Männer leben jedoch riskanter und sterben mehr als sechs Jahre früher. Durch ihren Lebenswandel beeinflussen die Männer die Entstehung bestimmter Krankheiten. So sorgen Herz-Kreislauferkrankungen in Thüringen für 34 Prozent mehr Fehltage und Verletzungen sogar für 108 Prozent mehr Ausfalltage als bei den Frauen. Von den 35- bis 49-jährigen thüringischen Männern sterben die meisten an der alkoholischen Leberkrankheit.
Auffällig ist die niedrige Männer-Quote bei Vorsorgeuntersuchungen. So nehmen zum Beispiel nur 20 Prozent der Männer alle zwei Jahre an der kostenlosen Gesundheitsuntersuchung Check-up 35 teil. Diese Vorsorge deckt unter anderem Herz-, Nieren- und die Zuckerkrankheit auf. Männer bringen lieber ihr Auto zum TÜV, als sich selbst beim Arzt durchchecken zu lassen, erklärt Hennemann. So endet Konkurrenz und Karriere oft mit einem Kollaps. Die DAK versucht diesen Teufelskreis durch neue Qualitätsangebote zu durchbrechen. Bei DAKpro Balance wird zum Beispiel ein gesundheitsbewusstes Leben mit Geldprämien finanziell belohnt.
Die DAK hat rund 180.000 Versicherte im Land Thüringen, davon rund 12.000 im Landkreis Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis.
Autor: khhDer Krankenstand im Land Thüringen ist 2007 auf 3,7 Prozent leicht gestiegen. Auch im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis nahm die Zahl der Erkrankungen um 0,1 Prozentpunkte zu. Im Landesvergleich hatte die Region mit einem Krankenstand von 4,0 Prozent insgesamt die meisten Ausfalltage. Damit waren an jedem Tag des Jahres von 1.000 DAK-versicherten Arbeitnehmern 40 krankgeschrieben, acht mehr als bundesweit. Der zweithöchste Krankenstand in Thüringen wurde mit 3,9 Prozent in Erfurt, im Ilm-Kreis sowie in der Region Eisenach und Wartburgkreis verzeichnet, der niedrigste in Jena mit 3,1 Prozent.
Wie aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport für die Region Nordhausen und Kyffhäuserkreis hervor geht, stiegen im Vergleich zum Vorjahr die Ausfalltage durch Krankheiten des Verdauungssystems um 26,3 Prozent an. Auch die Zahl bei den psychischen Erkrankungen erhöhte sich um 24,2 Prozent. Die Fehlzeiten aufgrund von Verletzungen und Vergiftungen gingen dagegen um 32,8 Prozent zurück. Bei den so genannten unspezifischen Symptomen, bei denen sich die Beschwerden nicht eindeutig einer einzelnen Diagnose zuordnen lassen, sank die Zahl um 21,8 Prozent.
Die Entwicklung des Krankenstandes im Landkreis Nordhausen und Kyffhäuserkreis bestätigt uns, dass wir in unserem Engagement zur Gesundheitsförderung nicht nachlassen dürfen, kommentierte DAK-Bezirkschef Uwe Hennemann die Ergebnisse. Wir werden mit unseren Partnern in der Region die Konzepte weiterentwickeln, um den Krankenstand langfristig zu senken. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die DAK in diesem Jahr mit einer breiten Informations- und Aufklärungskampagne zum Thema Mann und Gesundheit.
Laut DAK-Gesundheitsreport sind Männer in Thüringen mit durchschnittlich 13 Tagen pro Jahr einen Tag kürzer krank als Frauen. Männer leben jedoch riskanter und sterben mehr als sechs Jahre früher. Durch ihren Lebenswandel beeinflussen die Männer die Entstehung bestimmter Krankheiten. So sorgen Herz-Kreislauferkrankungen in Thüringen für 34 Prozent mehr Fehltage und Verletzungen sogar für 108 Prozent mehr Ausfalltage als bei den Frauen. Von den 35- bis 49-jährigen thüringischen Männern sterben die meisten an der alkoholischen Leberkrankheit.
Auffällig ist die niedrige Männer-Quote bei Vorsorgeuntersuchungen. So nehmen zum Beispiel nur 20 Prozent der Männer alle zwei Jahre an der kostenlosen Gesundheitsuntersuchung Check-up 35 teil. Diese Vorsorge deckt unter anderem Herz-, Nieren- und die Zuckerkrankheit auf. Männer bringen lieber ihr Auto zum TÜV, als sich selbst beim Arzt durchchecken zu lassen, erklärt Hennemann. So endet Konkurrenz und Karriere oft mit einem Kollaps. Die DAK versucht diesen Teufelskreis durch neue Qualitätsangebote zu durchbrechen. Bei DAKpro Balance wird zum Beispiel ein gesundheitsbewusstes Leben mit Geldprämien finanziell belohnt.
Die DAK hat rund 180.000 Versicherte im Land Thüringen, davon rund 12.000 im Landkreis Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis.
