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Besorgniserregendes Ergebnis.

Sonntag, 02. November 2008, 18:57 Uhr
Mit dem Ergebnis der letzten Umfrage beschäftigt sich eine Leserzuschrift. Mehr dazu hier ...

Meinungsumfragen kann man so oder so deuten. Man kann sie zur Kenntnis nehmen oder ignorieren.
Das Ergebnis der letzten Meinungsumfrage von Kyffhäuser-Nachrichten zeigt nach meiner Meinung ein Ergebnis, dass man nicht einfach so hinnehmen oder gar ignorieren sollte. Eine fast Rekordbeteiligung an der Abstimmung brachte ein besorgniserregendes Ergebnis.
13,6 % der Teilnehmer stimmten dafür, die NPD wählen zu wollen. Würde dieses Szenario Wirklichkeit zöge die NPD als dritt stärkste Kraft in den Thüringer Landtag ein. Sie würde parlamentarisch gesellschaftsfähig werden.

Es stellt sich die Frage, wie konnte es zu diesem Ergebnis kommen?
Schaut man sich das Abschneiden der anderen Parteien an, liegt die Antwort eigentlich auf der Hand. Die Wähler haben kein Vertrauen mehr in die jetzigen Regierungsparteien wie CDU und SPD und deren Wasserträger. Zu lange haben sich die Wähler mit Versprechungen, geschönten Statistiken und Geschenken aus Lottomitteln hinhalten lassen.

Die wirklichen Probleme der Region wurden in keiner Weise angegangen. Die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor hoch, Steuern und Abgaben steigen, Prestigeobjekte oder persönliche Befindlichkeiten stehen weiter bei der Realisierung im Vordergrund, oder wie das neueste Beispiel in Sondershausen zeigt, die Preise für Obdachlosenwohnungen sollen erhöht werden, damit die Wohnungsgesellschaft „Wippertal“ auch ihren unsanierten Wohnungsbestand vermieten kann.

Nullrunden bei den Rentenerhöhungen, Verschlechterungen des Wohnumfeldes mit staatlicher Unterstützung (Erweiterung der Schweinemastanlage in Immenrode, Windräderparks usw.) tragen ebenfalls ihr Schärflein bei. Wer will es dann den Wählern verdenken, wenn sie Alternativen zu der jetzigen Politik suchen.

Bei allen Verwaltungen, aber auch in den Kreistagen, Stadträten und Ortsvertretungen müssten eigentlich jetzt alle Alarmglocken läuten. Es ist allerhöchste Zeit sich um die Belange der Wähler zu kümmern und sie nicht, wie bisher, als Stimmasse abzustempeln.
Wenn es die jetzigen in den Verwaltungen und Parlamenten etablierten Parteien und Vereinigungen ernst meinen mit ihren ehemals, im Wahlkampf gemachten Versprechen, kann man sich nur wünschen, dass sie nun endlich an deren Realisierung gehen.

Sie haben es in der Hand dieser Entwicklung wirksam entgegenzutreten. Als Landesvorsitzender des Volksinteressenbund Thüringen (VIBT) rufe ich alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich gegen die sich in der Umfrage abzeichnende Tendenz zu wehren und entsprechend Position zu beziehen.

Der Volksinteressenbund Thüringen wird alles unternehmen, um die aufgezeigte Tendenz der Zusammensetzung des Thüringer Landtages zu verhindern.

Rainer Scheerschmidt
Landesvorsitzender des
Volksinteressenbund Thüringen (VIBT)
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khh

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