Bodo Ramelow on Tour (1)
Montag, 03. November 2008, 16:23 Uhr
In einem Leyland-Bus tourt Bodo Ramelow, der Spitzenkandidat der Linken für die Landtagswahl, durch Thüringen und war an seiner 19. Station heute in Sondershausen...
Bodo Ramelow on Tour (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gleich ab frühem Morgen herrschte lebhaftes Treiben am und um den Tourbus. Bei den Gesprächen ab 09:00 Uhr auf dem Markt von Sondershausen mit den Bürgern der Stadt standen praktische Themen auf dem Programm. Vom Thema Kind über Ausbildungsplätze (hier konnte er über Erfurt schon etwas vermitteln) bis hin zu einem Problem mit einem Transporter für Behinderte reichten die Sorgen von Bürgern.
Gerade beim Problem des Transporters will er Hilfe organisieren. Das geht beim Sammeln von Spenden los, bei der er auch das Mitglied des Bundestages Kersten Naumann (ebenfalls Die Linke) mit einspannen möchte. Aber auch bei den im Anschluss an die Bürgergesprächen geführten Treffen, u.a. mit Landrat Peter Hengstermann und den Stadtwerken Sondershausen fand er offene Ohren für die Sorgen des Behindertenverbandes, die ihr Fahrzeug mit den laufenden Mitteln nicht instandhalten können.
Aber bei einigen Problemen könne er aber auch nicht unmittelbar helfen, als einer der Bürger seine Probleme als ALG II Empfänger geschildert bekam. Es sind unsägliche Gesetzesfestlegungen, die es ALG II Empfängern nahezu verwehren, in angemessenem Rahmen hinzu zu verdienen. Insbesondere machte er sich dabei stark für eine Lösung, die sich nicht nur auf einen Monat bezieht, sondern den gesamten Jahreszuverdienst berücksichtigt. So könnten ALG II Empfänger besser ihre Tätigkeiten besser organisieren.
In diesem Zusammenhang betonte Ramelow, man brauche einen öffentliche Beschäftigungssektor und das für längere Zeit, damit solche Langzeitarbeitslosen ein Transfereinkommen haben und auch etwas in ihre Rentenversicherung einzahlen könnten Hier reichen nicht ein Euro-Jobs und ABM-Maßnahmen.
Solche öffentliche Beschäftigungssektoren können nicht Aufgabe eines einzelnen Landrates sein, sondern das muss das Land lösen, so Ramelow. Das sei eine Aufgabe, die er sich im Wahlkampf auf die Fahne geschrieben habe. Man könne der Bevölkerung nicht vermitteln, dass für Beschäftigungsprogramme angeblich kein Geld da sei, aber man ist in der Lage innerhalb einer Woche 500 Milliarden Euro für Bankensanierungen zu organisieren.
Sondershäuser Bildungsverein e.V. Am Kalkhügel. Ein wichtiger Besuchspunkt für Bodo Ramelow war der Besuch beim Sonderhäuser Bildungsverein e.V. Als anerkannte Einrichtung der wohnortnahen beruflichen Rehabilitation erbringt der Sondershäuser Bildungsverein e.V. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Form von Berufsorientierung, Berufsvorbereitung und beruflicher Erstausbildung für behinderte oder von Behinderung bedrohte junge Menschen. Man kann Berufe, wie Metalltechnik, Farbtechnik, Holztechnik, Bautechnik, Wirtschaft und Verwaltung, Gastronomie/Ernährung, Hauswirtschaft und Gartenbau erlernen.
Im Pressegespräch zeigte sich Bodo Ramelow besonders positiv überrascht, was man hier vor Ort geschaffen hat. Er bezeichnete die Einrichtung als Faustpfand für den Kreis, weil er nicht von anderen großen Trägern abhängig ist. Besonders beeindruckte ihn dabei, die hohe Rate des Berufsabschlusses von 96 % und auch der sehr guten Vermittlungsrate von über 50 %, die nach Abschluss der Ausbildung in eine berufliche Tätigkeit vermittelt werden konnten.
Von Kalle, dem Fahrer des Tourbusses, war zu erfahren, dass der nicht im Besitz der Partei der Linken ist, sondern nur für die Tour angemietet ist. Der Bus der Marke Leyland stammt aus dem Jahre 1960 und ist ein Original-Stadtbus aus London. Er stand schon auf dem Schrottplatz und um ihn wieder in Gang zu bekommen, mussten die Teile wieder zusammen gesammelt werden. Der Bus fährt mit einer Sondergenehmigung und ist auch jetzt noch als Rechtslenker ausgerüstet. Rasen kann man mit dem Bus nicht, da er nur 62 km/h Spitzengeschwindigkeit hat (4-Gang-Halbautomatik), was für den Stadtverkehr Londons auch ausreicht, da er normalerweise nicht über Land fährt. Im übrigen kann der Bus, wenn er nicht von Parteien gemietet wird, von jedermann beim Autodienst Schulz in Erfurt angemietet werden
Was Bodo Ramelow zu den Gesprächen mit Landrat Peter Hengstermann und den Stadtwerken Sonderhausen sagte, erfahren Sie in unserem zweiten Teil.
Autor: khh
Bodo Ramelow on Tour (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gleich ab frühem Morgen herrschte lebhaftes Treiben am und um den Tourbus. Bei den Gesprächen ab 09:00 Uhr auf dem Markt von Sondershausen mit den Bürgern der Stadt standen praktische Themen auf dem Programm. Vom Thema Kind über Ausbildungsplätze (hier konnte er über Erfurt schon etwas vermitteln) bis hin zu einem Problem mit einem Transporter für Behinderte reichten die Sorgen von Bürgern.Gerade beim Problem des Transporters will er Hilfe organisieren. Das geht beim Sammeln von Spenden los, bei der er auch das Mitglied des Bundestages Kersten Naumann (ebenfalls Die Linke) mit einspannen möchte. Aber auch bei den im Anschluss an die Bürgergesprächen geführten Treffen, u.a. mit Landrat Peter Hengstermann und den Stadtwerken Sondershausen fand er offene Ohren für die Sorgen des Behindertenverbandes, die ihr Fahrzeug mit den laufenden Mitteln nicht instandhalten können.
Aber bei einigen Problemen könne er aber auch nicht unmittelbar helfen, als einer der Bürger seine Probleme als ALG II Empfänger geschildert bekam. Es sind unsägliche Gesetzesfestlegungen, die es ALG II Empfängern nahezu verwehren, in angemessenem Rahmen hinzu zu verdienen. Insbesondere machte er sich dabei stark für eine Lösung, die sich nicht nur auf einen Monat bezieht, sondern den gesamten Jahreszuverdienst berücksichtigt. So könnten ALG II Empfänger besser ihre Tätigkeiten besser organisieren.
In diesem Zusammenhang betonte Ramelow, man brauche einen öffentliche Beschäftigungssektor und das für längere Zeit, damit solche Langzeitarbeitslosen ein Transfereinkommen haben und auch etwas in ihre Rentenversicherung einzahlen könnten Hier reichen nicht ein Euro-Jobs und ABM-Maßnahmen.
Solche öffentliche Beschäftigungssektoren können nicht Aufgabe eines einzelnen Landrates sein, sondern das muss das Land lösen, so Ramelow. Das sei eine Aufgabe, die er sich im Wahlkampf auf die Fahne geschrieben habe. Man könne der Bevölkerung nicht vermitteln, dass für Beschäftigungsprogramme angeblich kein Geld da sei, aber man ist in der Lage innerhalb einer Woche 500 Milliarden Euro für Bankensanierungen zu organisieren.
Sondershäuser Bildungsverein e.V. Am Kalkhügel. Ein wichtiger Besuchspunkt für Bodo Ramelow war der Besuch beim Sonderhäuser Bildungsverein e.V. Als anerkannte Einrichtung der wohnortnahen beruflichen Rehabilitation erbringt der Sondershäuser Bildungsverein e.V. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Form von Berufsorientierung, Berufsvorbereitung und beruflicher Erstausbildung für behinderte oder von Behinderung bedrohte junge Menschen. Man kann Berufe, wie Metalltechnik, Farbtechnik, Holztechnik, Bautechnik, Wirtschaft und Verwaltung, Gastronomie/Ernährung, Hauswirtschaft und Gartenbau erlernen.
Im Pressegespräch zeigte sich Bodo Ramelow besonders positiv überrascht, was man hier vor Ort geschaffen hat. Er bezeichnete die Einrichtung als Faustpfand für den Kreis, weil er nicht von anderen großen Trägern abhängig ist. Besonders beeindruckte ihn dabei, die hohe Rate des Berufsabschlusses von 96 % und auch der sehr guten Vermittlungsrate von über 50 %, die nach Abschluss der Ausbildung in eine berufliche Tätigkeit vermittelt werden konnten.
Von Kalle, dem Fahrer des Tourbusses, war zu erfahren, dass der nicht im Besitz der Partei der Linken ist, sondern nur für die Tour angemietet ist. Der Bus der Marke Leyland stammt aus dem Jahre 1960 und ist ein Original-Stadtbus aus London. Er stand schon auf dem Schrottplatz und um ihn wieder in Gang zu bekommen, mussten die Teile wieder zusammen gesammelt werden. Der Bus fährt mit einer Sondergenehmigung und ist auch jetzt noch als Rechtslenker ausgerüstet. Rasen kann man mit dem Bus nicht, da er nur 62 km/h Spitzengeschwindigkeit hat (4-Gang-Halbautomatik), was für den Stadtverkehr Londons auch ausreicht, da er normalerweise nicht über Land fährt. Im übrigen kann der Bus, wenn er nicht von Parteien gemietet wird, von jedermann beim Autodienst Schulz in Erfurt angemietet werden
Was Bodo Ramelow zu den Gesprächen mit Landrat Peter Hengstermann und den Stadtwerken Sonderhausen sagte, erfahren Sie in unserem zweiten Teil.

