Stirbt Wanderbus?
Dienstag, 04. November 2008, 15:26 Uhr
Wenn es nach den Meldungen einer Tageszeitung geht, soll der Wanderbus am Kyffhäuser eingestellt werden. Unter dem Thema Konzeptflut tut weh beschäftigt sich eine Leserzuschrift mit diesem Thema...
Konzeptflut tut weh
Wenn der Wanderbus rund um den Kyffhäuser wirklich sterben sollte (Pressemeldung vom 4.11.2008), dann tut das jetzt doppelt weh. Nicht nur, weil der Bus als umweltfreundliches Verkehrsmittel im Vergleich zum Individualverkehr in den Augen vieler Experten eine Alternative bleibt, sondern vor allem, wenn man die Kosten in einen Vergleich zu den Geldern setzt, die derzeit für Konzepte, also beschriebenes Papier, ausgegeben werden. Von einer Umsetzung dieser Konzepte spricht keiner, weil dafür kein Geld da ist.
45.000 Euro wurden vom Kyffhäuserkreis und zu einem kleinen Teil vom Landkreis Mansfeld-Südharz jährlich für den Wanderbus aufgebracht. 180.000 Euro kassiert allein ein Berliner Büro für das neue Mobilitätskonzept. Dafür hätte der Wanderbus noch 4 Jahre lang fahren können. Das ganze wird aber noch getoppt. Denn aus einem parallel laufenden Projekt mit dem schönen Titel Entwicklungskatalog ÖPNV als Mittel der Angebotsvernetzung –Projektträger ist das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung – fließen noch einmal 30.000 Euro an das Europäische Tourismusinstitut (ETI) nach Trier.
Dieses Geld hätte man für ein wirklich breit angelegtes Marketing für den Wanderbus sehr gut verwenden können. Immerhin haben die Auftragnehmer irgendwie gemerkt, dass da was schief sprich parallel zu laufen droht und man hat sich abgestimmt, damit künftig keine Arbeit doppelt gemacht wird ...
Apropos Arbeit: Die machen zunächst erst mal die Ämter der Landkreise und andere Einrichtungen aus der Region, indem sie Datengrundlagen zuliefern. Auch ich habe eine ganze Menge Zeit investiert, um dem ETI beim Geldverdienen zu helfen. Spätestens dann, wenn man bei diversen Workshops oder der Etablierung eines Steering Committees dargelegt bekommt, was wir hier eigentlich für Tiefflieger sind und wie nötig wir die fachliche Unterstützung sprich die Konzepte haben, kommt einem der Groll hoch.
Dann kann man sich nur noch einer weiteren Mitarbeit verweigern und seine Zeit sinnvoller einsetzen!
Herbert Knischka
Tourismusverband Kyffhäuser e.V.
Konzeptflut tut weh
Wenn der Wanderbus rund um den Kyffhäuser wirklich sterben sollte (Pressemeldung vom 4.11.2008), dann tut das jetzt doppelt weh. Nicht nur, weil der Bus als umweltfreundliches Verkehrsmittel im Vergleich zum Individualverkehr in den Augen vieler Experten eine Alternative bleibt, sondern vor allem, wenn man die Kosten in einen Vergleich zu den Geldern setzt, die derzeit für Konzepte, also beschriebenes Papier, ausgegeben werden. Von einer Umsetzung dieser Konzepte spricht keiner, weil dafür kein Geld da ist.
45.000 Euro wurden vom Kyffhäuserkreis und zu einem kleinen Teil vom Landkreis Mansfeld-Südharz jährlich für den Wanderbus aufgebracht. 180.000 Euro kassiert allein ein Berliner Büro für das neue Mobilitätskonzept. Dafür hätte der Wanderbus noch 4 Jahre lang fahren können. Das ganze wird aber noch getoppt. Denn aus einem parallel laufenden Projekt mit dem schönen Titel Entwicklungskatalog ÖPNV als Mittel der Angebotsvernetzung –Projektträger ist das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung – fließen noch einmal 30.000 Euro an das Europäische Tourismusinstitut (ETI) nach Trier.
Dieses Geld hätte man für ein wirklich breit angelegtes Marketing für den Wanderbus sehr gut verwenden können. Immerhin haben die Auftragnehmer irgendwie gemerkt, dass da was schief sprich parallel zu laufen droht und man hat sich abgestimmt, damit künftig keine Arbeit doppelt gemacht wird ...
Apropos Arbeit: Die machen zunächst erst mal die Ämter der Landkreise und andere Einrichtungen aus der Region, indem sie Datengrundlagen zuliefern. Auch ich habe eine ganze Menge Zeit investiert, um dem ETI beim Geldverdienen zu helfen. Spätestens dann, wenn man bei diversen Workshops oder der Etablierung eines Steering Committees dargelegt bekommt, was wir hier eigentlich für Tiefflieger sind und wie nötig wir die fachliche Unterstützung sprich die Konzepte haben, kommt einem der Groll hoch.
Dann kann man sich nur noch einer weiteren Mitarbeit verweigern und seine Zeit sinnvoller einsetzen!
Herbert Knischka
Tourismusverband Kyffhäuser e.V.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khhDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
