Jeder ist musikalisch!
Samstag, 08. November 2008, 16:15 Uhr
Am Samstag fand in der Landesmusikakademie Sondershausen eine Fachtagung für Lehrer, Erzieher und interessierte Eltern zum Thema Musik mit Kindern statt. Worum es ging, erfahren Sie hier...
Zur Fachtag hatten das Landratsamt Kyffhäuserkreis und das Jugendamt, Bereich Heilpädagogische Fachberatung für Kindertagesstätten eingeladen. Und ca. 60 Erzieherinnen und Lehrerinnen waren der Einladung gefolgt, teils mit Verspätung, weil die Bahn nicht pünktlich war, teils weil offenbar einige Wegweiser noch nicht so wegweisend sind. Auffällig nur, dass es offenbar keine Musiklehrer mehr gibt, denn abgesehen von einem Mitglied der schreibenden Zunft war kein Mann zu entdecken.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Susanne Tomaschek, Fachberaterin Kitas im Landratsamt Kyffhäuserkreis, selbst20 Jahre als Kindergärtnerin tätig gewesen, im Bild stehend.
Beide Fachvorträgen zu Basale und elementare musikalische Bildung (Inhalte des TBP-10, Grundlagen und Praxisbeispiele) und Primare musikalische Bildung (Inhalte des TBP-10, Grundlagen und Praxisbeispiele) wurde von der Referentin Prof. Marianne Steffen- Wittek (Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar) sehr anschaulich nahe gebracht.
Einige Gesichtspunkte aus den Referaten von Prof. Marianne Steffen- Wittek sollten aber nicht nur für Erzieher und Lehrer interessant sein, sondern auch viele Eltern ansprechen:
Einige ihrer Kernaussagen sollten auch viele Eltern beherzigen. Für akustisch musikalische Geborgenheit muss im primären Umfeld gesorgt werden, und musikalische Entfaltungsmöglichkeiten sollten geschaffen werden. Man muss nicht alles in der Musik mögen, aber man sollte den Kindern alle Musikrichtungen anbieten. Man muss nicht Noten kennen und ein Instrument spielen müssen. Man kann die Musik auch mit Bewegung, Tanz, Sprach oder Gesang den Kindern nahe bringen. Dabei verwies Prof. Steffen- Wittek auf den wichtigen Umstand, dass Kinderlieder ein wichtiger Schatz auch für das Kind ist. Schlaganfallpatienten brachte es vielfach Erinnerungen zurück, wenn ihnen Lieder aus der Kindheit vorgespielt wurden.
Musik sollte den Kindern aber auch in künstlerischer Atmosphäre dargebracht werden, damit die Musik auch richtig wirken kann. Aber auch Vorsicht sei geboten, denn Kinder seien das kritischste Publikum. Es spürt, wenn Erwachsene mit einem Lied oder einem Musikstil nicht klarkommen. Man sollte die Musik der Kinder akzeptieren, auch wenn man dieses Musik nicht mag, was aber auch so ehrlich dem Kind sagen sollte. An dieser Stelle wurde ausdrücklich nochmals betont, die elektronische Musik unbedingt in die Musikbildung einzubeziehen.
Am Nachmittag wurde in mehreren Arbeitskreisen diskutiert:
Arbeitskreis 1
Musik in der frühen Kindheit – Bildungsbereich Musik im TBP-10 Prof. Marianne Steffen- Wittek
Arbeitskreis 2
Improvisation an Perkussionsinstrumenten Kreismusikschule Carl- Schroeder Sondershausen
Arbeitskreis 3
Gemeinsam ohne Noten – singen und musizieren in der Gruppe Patricia König – Musikschule Notenland e. V. Sondershausen
Arbeitskreis 4
Singen und musizieren unter musiktherapeutischem Aspekt Kerstin Rilke – Musiktherapeutin
Autor: khhZur Fachtag hatten das Landratsamt Kyffhäuserkreis und das Jugendamt, Bereich Heilpädagogische Fachberatung für Kindertagesstätten eingeladen. Und ca. 60 Erzieherinnen und Lehrerinnen waren der Einladung gefolgt, teils mit Verspätung, weil die Bahn nicht pünktlich war, teils weil offenbar einige Wegweiser noch nicht so wegweisend sind. Auffällig nur, dass es offenbar keine Musiklehrer mehr gibt, denn abgesehen von einem Mitglied der schreibenden Zunft war kein Mann zu entdecken.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Susanne Tomaschek, Fachberaterin Kitas im Landratsamt Kyffhäuserkreis, selbst20 Jahre als Kindergärtnerin tätig gewesen, im Bild stehend.
Beide Fachvorträgen zu Basale und elementare musikalische Bildung (Inhalte des TBP-10, Grundlagen und Praxisbeispiele) und Primare musikalische Bildung (Inhalte des TBP-10, Grundlagen und Praxisbeispiele) wurde von der Referentin Prof. Marianne Steffen- Wittek (Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar) sehr anschaulich nahe gebracht.
Einige Gesichtspunkte aus den Referaten von Prof. Marianne Steffen- Wittek sollten aber nicht nur für Erzieher und Lehrer interessant sein, sondern auch viele Eltern ansprechen:
- Man muss sich die Musik erst mal selbst verinnerlichen, damit man das auch an das Kind weitergeben kann. Das kann aber nicht nur in Kindergarten und Schule erfolgen, da sind auch die Eltern gefragt.
- Jeder sollte Mut zur eigenen Musikalität haben.
- Wichtig, so Prof. Steffen- Wittek, sollte jeder den Mut zur Improvisation haben, da es nicht nur darauf ankommt, Noten zu kennen.
- Ganz wichtig auch, Prof. Steffen- Wittek, die Interaktion mit dem Kind. Das Kind darf die Musik nicht nur passiv erleben, es muss aktiv eingebunden werden.
- Musik hat nicht nur eine künstlerische Funktion, sondern auch eine kommunikative Funktion. Kinder müssen bei Musik mitmachen, richtig mitgehen und Musik erleben zu lassen. Dazu zählt Prof. Steffen- Wittek auch die elektronische Musik, die nicht vergessen werden sollte.
- Jeder Mensch ist musikalisch. Bei dieser Aussage ging doch ein leichtes Schmunzeln durch die Reihen. Passend zum Thema erklang just nach diesen Aussagen die Musik von einem Handy, dass vergessen worden war, auf stumm zu stellen.
Einige ihrer Kernaussagen sollten auch viele Eltern beherzigen. Für akustisch musikalische Geborgenheit muss im primären Umfeld gesorgt werden, und musikalische Entfaltungsmöglichkeiten sollten geschaffen werden. Man muss nicht alles in der Musik mögen, aber man sollte den Kindern alle Musikrichtungen anbieten. Man muss nicht Noten kennen und ein Instrument spielen müssen. Man kann die Musik auch mit Bewegung, Tanz, Sprach oder Gesang den Kindern nahe bringen. Dabei verwies Prof. Steffen- Wittek auf den wichtigen Umstand, dass Kinderlieder ein wichtiger Schatz auch für das Kind ist. Schlaganfallpatienten brachte es vielfach Erinnerungen zurück, wenn ihnen Lieder aus der Kindheit vorgespielt wurden.
Musik sollte den Kindern aber auch in künstlerischer Atmosphäre dargebracht werden, damit die Musik auch richtig wirken kann. Aber auch Vorsicht sei geboten, denn Kinder seien das kritischste Publikum. Es spürt, wenn Erwachsene mit einem Lied oder einem Musikstil nicht klarkommen. Man sollte die Musik der Kinder akzeptieren, auch wenn man dieses Musik nicht mag, was aber auch so ehrlich dem Kind sagen sollte. An dieser Stelle wurde ausdrücklich nochmals betont, die elektronische Musik unbedingt in die Musikbildung einzubeziehen.
Am Nachmittag wurde in mehreren Arbeitskreisen diskutiert:
Arbeitskreis 1
Musik in der frühen Kindheit – Bildungsbereich Musik im TBP-10 Prof. Marianne Steffen- Wittek
Arbeitskreis 2
Improvisation an Perkussionsinstrumenten Kreismusikschule Carl- Schroeder Sondershausen
Arbeitskreis 3
Gemeinsam ohne Noten – singen und musizieren in der Gruppe Patricia König – Musikschule Notenland e. V. Sondershausen
Arbeitskreis 4
Singen und musizieren unter musiktherapeutischem Aspekt Kerstin Rilke – Musiktherapeutin




