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Gedenken der Opfer

Sonntag, 09. November 2008, 18:08 Uhr
Am Vormittag gedachten viele Bürger und Vertreter von Vereinen und Verbänden der Opfer unter der jüdischen Bevölkerung. KN mahnt die Beseitigung von Schmierein mit verbotenen Symbolen an...


Mit der Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November 1938, in der die jüdische Synagogen in ganz Deutschland brannten, leiteten die Nazis die systematische Vernichtung der jüdischen Bevölkerung ein. Am Jüdischen Friedhof in Sondershausen, oberhalb der Possenallee, gedachten Bürger der Stadt Sondershausen und brachten so ihre Anteilnahme und Verbundenheit mit den Opfern zum Ausdruck.
Gedenken der Opfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gedenken der Opfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Worte des Gedenkens sprach Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und erinnerte dabei, dass Hitler nicht allein für die Reichspogromnacht verantwortlich war. Auch Bürger Sondershausen waren damals aktiv beteiligt. Bürgermeister Joachim Kreyer und die 1. Beigeordnete des Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD) legten anschließend ein Gebinde am Gedenkstein zu Ehren der Opfer nieder.
Gedenken der Opfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Gedenken der Opfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im Anschluss machte Bettina Bärnighausen eine Führung über einen der ältesten jüdischen Friedhöfe der Stadt.

In diesem Zusammenhang mahnt kn die Stadtverwaltung an, stärker auf die Bahn AG einzuwirken, damit endlich die Schmiererei am Hauptbahnhof Sondershausen entfernt wird, bei der u.a. nazistische Zeichen verwendet wurden. KN hatte schon unmittelbar nach Pfingsten auf diese Schmiererei hingewiesen und deren Beseitigung angemahnt. Auch wenn rechtlich die Bahn AG für die Beseitigung zuständig ist, für den gemeinen Bürger ist es nur die Stadt Sondershausen, die das akzeptiert, wie schon nach Pfingsten ein am Hauptbahnhof weilendes Besucherpärchen aus Nordrhein-Westfalen es so zum Ausdruck brachte!
Autor: khh

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