Zukunft darf nicht verspielt werden
Freitag, 14. November 2008, 10:50 Uhr
Zum Thema Fachkräfte werden knapp äußert sich Andreas Links Landesgeschäftsführer des Volksinteressenbundes Thüringen VIBT...
Fachkräfte werden überall knapp, ein Trend der auch vor dem Kyffhäuserkreis nicht Halt macht. Die bestehende Bildungsarmut ist die Ursache dafür. Der Landrat des Kyffhäuserkreises hat Recht, wenn er sagt: Wer in Bildung und Ausbildung investiert, wird langfristig belohnt. Leider ist dies nicht überall so.
Selbst der Landrat hat in seinem Bereich erhebliche Mängel. Man denke nur an die Schulschließungen im Kyffhäuserkreis und die fehlenden Mittel für Renovierungen. Nicht zu vergessen auch, die lange Zeit fehlende und jetzt auch nur beschränkt vorliegende Schulnetzplanung durch das Schulverwaltungsamt.
Dass ein Land wie Deutschland es hinnimmt, jeden zehnten Hauptschüler ohne Abschluss in die Gesellschaft zu entlassen, ist in diesem Verständnis nicht mehr nur ein bildungspolitisches Desaster, sondern auch eine sozialpolitische Katastrophe. Es ist eine gravierende Form von Armut - von Bildungsarmut. In einer hochmodernen Gesellschaft von heute, wie sie Deutschland hat, ist gerade Bildung eine der wichtigsten Voraussetzungen für gesellschaftliche Integration geworden.
Deutschland leistet sich ein Bildungssystem, in dem viele Kinder nicht mithalten – insbesondere Kinder aus Migrations– und bildungsschwachen Familien. Es erzeugt diese Bildungsarmut geradezu institutionell.
Das Teuflische an dieser sozialen Ausgrenzung ist die Gefahr, dass die Betroffenen in einem Kreislauf sich wechselseitig verstärkender Benachteiligungen landen: Ohne Schulabschluss keine Ausbildung, ohne Ausbildung keine Arbeit, ohne Arbeit kein Einkommen, ohne Einkommen keine Perspektive, ohne Perspektive keine Hoffnung, ohne Hoffnung kein geregeltes Leben, ohne geregeltes Leben keine gesunde Ernährung, ohne gesunde Ernährung keine Gesundheit.
Dass Menschen zunehmend ihrer sozialen Aufstiegsmöglichkeiten beraubt werden, macht die Frage, wie Bildungsarmut und Armut bekämpft und soziale Gerechtigkeit hergestellt werden können, nicht gerade einfacher. Es geht längst nicht mehr allein darum, Geld umzuverteilen.
Aktiv für die eigene Zukunft zu werden, setzt eine innere Ruhe voraus, die viele Menschen nicht mehr empfinden. Denn Zufriedenheit und Optimismus sind keine objektiven Faktoren.
Entscheidend ist das Gefühl, dass es aufwärts geht. Bildung ist das, was unsere Gesellschaft für die Zukunft wirklich braucht.
Auch die demographische Entwicklung trägt ihr Übriges bei. Zwar ist es schlecht für Wirtschaft und Rentenkassen, dass es in Zukunft mehr Alte als Junge geben wird, doch entlastet die geringere Kinderzahl das Bildungsbudget. Gutbezahlte Arbeit, sichere Arbeitsstandorte und eine gute Bildung bzw. Ausbildung sind ein Garant, das Fachkräfte in unserem Land nicht knapp werden.
Denn es ist die Bildung, die über Standort, Fachkräfte und sozialen Frieden mit entscheidet.
Wer in der Gegenwart bei der Bildung spart, wird sich die Zukunft nicht leisten können.
Fachkräfte werden überall knapp, ein Trend der auch vor dem Kyffhäuserkreis nicht Halt macht. Die bestehende Bildungsarmut ist die Ursache dafür. Der Landrat des Kyffhäuserkreises hat Recht, wenn er sagt: Wer in Bildung und Ausbildung investiert, wird langfristig belohnt. Leider ist dies nicht überall so.
Selbst der Landrat hat in seinem Bereich erhebliche Mängel. Man denke nur an die Schulschließungen im Kyffhäuserkreis und die fehlenden Mittel für Renovierungen. Nicht zu vergessen auch, die lange Zeit fehlende und jetzt auch nur beschränkt vorliegende Schulnetzplanung durch das Schulverwaltungsamt.
Dass ein Land wie Deutschland es hinnimmt, jeden zehnten Hauptschüler ohne Abschluss in die Gesellschaft zu entlassen, ist in diesem Verständnis nicht mehr nur ein bildungspolitisches Desaster, sondern auch eine sozialpolitische Katastrophe. Es ist eine gravierende Form von Armut - von Bildungsarmut. In einer hochmodernen Gesellschaft von heute, wie sie Deutschland hat, ist gerade Bildung eine der wichtigsten Voraussetzungen für gesellschaftliche Integration geworden.
Deutschland leistet sich ein Bildungssystem, in dem viele Kinder nicht mithalten – insbesondere Kinder aus Migrations– und bildungsschwachen Familien. Es erzeugt diese Bildungsarmut geradezu institutionell.
Das Teuflische an dieser sozialen Ausgrenzung ist die Gefahr, dass die Betroffenen in einem Kreislauf sich wechselseitig verstärkender Benachteiligungen landen: Ohne Schulabschluss keine Ausbildung, ohne Ausbildung keine Arbeit, ohne Arbeit kein Einkommen, ohne Einkommen keine Perspektive, ohne Perspektive keine Hoffnung, ohne Hoffnung kein geregeltes Leben, ohne geregeltes Leben keine gesunde Ernährung, ohne gesunde Ernährung keine Gesundheit.
Dass Menschen zunehmend ihrer sozialen Aufstiegsmöglichkeiten beraubt werden, macht die Frage, wie Bildungsarmut und Armut bekämpft und soziale Gerechtigkeit hergestellt werden können, nicht gerade einfacher. Es geht längst nicht mehr allein darum, Geld umzuverteilen.
Aktiv für die eigene Zukunft zu werden, setzt eine innere Ruhe voraus, die viele Menschen nicht mehr empfinden. Denn Zufriedenheit und Optimismus sind keine objektiven Faktoren.
Entscheidend ist das Gefühl, dass es aufwärts geht. Bildung ist das, was unsere Gesellschaft für die Zukunft wirklich braucht.
Auch die demographische Entwicklung trägt ihr Übriges bei. Zwar ist es schlecht für Wirtschaft und Rentenkassen, dass es in Zukunft mehr Alte als Junge geben wird, doch entlastet die geringere Kinderzahl das Bildungsbudget. Gutbezahlte Arbeit, sichere Arbeitsstandorte und eine gute Bildung bzw. Ausbildung sind ein Garant, das Fachkräfte in unserem Land nicht knapp werden.
Denn es ist die Bildung, die über Standort, Fachkräfte und sozialen Frieden mit entscheidet.
Wer in der Gegenwart bei der Bildung spart, wird sich die Zukunft nicht leisten können.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khhDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
