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Sorge vor der nächsten Flut

Donnerstag, 20. November 2008, 13:52 Uhr
Im neuen Ortsteil Thalebra, Stadt Sondershausen, hat man Sorge vor den nächsten großen Regenfällen. Warum dass so ist und welche weiteren Probleme bestehen, erfuhr kn vom Fraktionsvorsitzenden der SPD, Roberto Auer,...

Die Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion Sondershausen und die erste Beigeordnete des Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick suchten am vergangenen Montag das Gespräch vor Ort mit Bürgern der neuen Ortsteile Hohenebra und Thalebra. Während in Hohenebra Umbauarbeiten am Kindergarten und die Sanierung der Trauerhalle im Vordergrund stehen, bangt man in Thalebra um die Folgen der nächsten Flut.

Grund für die Sorgen der Thalebraer ist der völlig zugewachsene Dorfbach. Der als Vorfluter dienende Bach ist über die Jahre vermutlich infolge Überdüngung total verkrautet, die Fließgeschwindigkeit ist stark herabgesetzt, Äste und Laub bilden an einigen Stellen kleine Dämme, die zu erheblichem Rückstau führen. Da nützt es auch nichts, wenn die Anlieger entlang ihrer Grundstücke selbst Hand anlegen und den Bach beräumen. Die Dorfteiche dienen teilweise als Rückhaltebecken, doch bei Starkregen und Schneeschmelze steht regelmäßig ein Teil des Ortes unter Wasser.

In der Vergangenheit hat die Gemeinde über kleinere Maßnahmen immer wieder versucht Abhilfe zu schaffen. Nun kann man nicht erwarten, dass mit der Eingemeindung alle Probleme schlagartig gelöst wären. Im Zuge der Anbindung an die Kläranlage wird auch die Sanierung des Dorfbaches mit in die Planungen einbezogen, doch die Umsetzung wird noch dauern. Die SPD wird sich bemühen, hier parallel eine kurzfristige Zwischenlösung zu finden, die den Bürgern neue Fluten möglichst ersparen sollte.

Natürlich wurde seit der Eingemeindung auch schon einiges erreicht. So ist der Jugendclub in Hohenebra renoviert und neu ausgestattet worden. Für den Umbau des Kindergartens gibt es konkrete Pläne. Die baulichen Voraussetzungen für die Einrichtung einer zweiten Gruppe sollen geschaffen werden, was auch wieder die Aufnahme von Kindern unter zwei Jahren ermöglichen wird.

Das soziale und kulturelle Leben wird in den beiden Orten ganz wesentlich von den vielen Vereinen getragen, in denen sich zahlreiche Bürger engagieren. Ganz vorn dran die beiden Feuerwehren, aber auch Kirmes- und Karnevalsvereine. In enger Zusammenarbeit stellen sie so einiges Auf die Beine, vom Musikfestival bis zum Weihnachtsmarkt. Der findet am 13. Dezember zum dritten Mal in Thalebra statt. Am darauffolgenden Sonntag gibt es in Hohenebra eine Adventsfeier in der Kirche.


Autor: khh

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