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" Nein zu Gewalt an Frauen"

Dienstag, 25. November 2008, 15:18 Uhr
Anlässlich des offiziellen Gedenktages " Nein zu Gewalt an Frauen" fand vor dem Rathaus in Sondershausen heute Vormittag die Fahnenaktion "frei leben -ohne gewalt" statt...


Fahnenaktion 2008 (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Fahnenaktion 2008 (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Im Beisein der Gleichstellungsbeauftragen des Kyffhäuserkreise, Jana Schulz, und Stadt Sondershausen, Angela Al Doyali, sowie weiteren Vertreterinnen von Organisation, nahm Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und die 1. Beigeordnete des Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick an dem Hissen der Fahne teil.

Bürgermeister Kreyer sagte dabei, dass es nicht darauf ankäme unsere Kultur in der Welt anderen aufzudrücken, aber es gebe Grundsätze, die wir verteidigen müssen. Egal wie andere Kulturen die Stellung der Frau behandeln, aber Gewalt gegen Frauen und Mädchen dürfen wir nicht zulassen. Das Thema Gewalt gegen Frauen wird noch tabuisiert. Aber sie findet, so Kreyer leider auch noch in Sondershausen statt. Deshalb sei er froh, dass es in Sondershausen ein Frauenhaus gibt.

Am Ende des Beitrages können Sie sich in den beiden PDF-Dokumenten informieren, an wen man sich wegen Hilfe bei Gewalt gegen Frauen und Mädchen wenden kann.

Fahnenaktion 2008 (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Fahnenaktion 2008 (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Zuvor hatte die Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Sondershausen, Angela Al Doyali, anlässlich des Internationalen Gedenktages gegen Gewalt an Frauen auf den Hindergrund der Fahnenaktion verwiesen.

Hintergrund der Fahnenaktion:
Mit der anlässlich des 25. November im Jahre 2001 entwickelten Fahnenaktion "frei leben - ohne gewalt", will die gemeinnützige Menschenrechtsorganisation "TERRE DES FEMMES" ein weithin sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen und all der Frauen gedenken, die ihr zum Opfer fielen.

Die Fahnen sind für viele Aktive inzwischen ein Wichtiges Mittel der Öffentlichkeitsarbeit für Frauenrechte. TERRE DES FEMMES möchte die bundesweite Beteiligung weiter ausbauen und vernetzen und den 25. November noch bekannter machen.

Die Stadt Sondershausen hat sich dieser Aktion angeschlossen und will durch das Hissen der Fahne auf die bestehenden Probleme zum Thema "Häusliche Gewalt" im Leben vieler Frauen aufmerksam machen. Bereits im Vorjahr war es an gleicher Stelle

Schutz, Beratung, Täterarbeit, Intervention und Prävention sind deshalb wichtige Punkte, zu denen sich die Gesellschaft bekennen muss, damit Frauen und Kinder heute geschützt und die Gewalt nicht in die Zukunft transportiert werden kann.

Die Mitwirkenden des, seit zwei Jahren bestehenden, Netzwerkes gegen häusliche Gewalt im Kyffhäuserkreis fordern deshalb:
  • Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Schulung von Fachleuten
  • Pauschale Finanzierung der Frauenhäuser, Zufluchts- und Beratungsstellen und keine Kürzung dieser Mittel
  • Präventionsarbeit in den Schulen und auch Kindergärten
  • Täterarbeit
  • Härtefallregelungen für von "Häuslicher Gewalt" betroffener Migrantinnen
  • Ausweitung von Interventionsprojekten

Wir hissen nun die Fahne als ein Symbol, das den Betrachter zum Nachdenken und nachfragen anregen soll.
Wir wollen dabei auch die Möglichkeit nutzen, über die anwesende Presse auf die bestehenden Hilfsangebote für Opfer von häuslicher Gewalt im Kreis aufmerksam zu machen.



Autor: khh

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