Zertifizierung Waldflächen
Mittwoch, 03. Dezember 2008, 07:02 Uhr
Zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung ist eine Zertifizierung des Waldes unumgänglich. Wie der aktuelle Stand in Thüringen und im Kyffhäuserkreis ist, erfahren Sie hier...
Die in Thüringen nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) zertifizierte Waldfläche ist bis Ende Oktober 2008 auf 359.000 Hektar angestiegen. Das entspricht fast Drei-Viertel (71 Prozent) der Waldfläche Thüringens. Während der Staatswald vollständig zertifiziert ist, bestehen im Kommunalwald mit 62 Prozent und im Privatwald mit 46 Prozent zertifizierter Fläche noch Reserven.
Ich freue mich, dass die Zertifizierung in Thüringen kontinuierlich voranschreitet. Für die nachhaltige Waldbewirtschaftung und das umweltfreundlich produzierte Holz ist dieses Prädikat von existenzieller Bedeutung. Denn der weltweite illegale Holzeinschlag trägt maßgeblich zur Entwaldung und den damit verbundenen Umweltschäden und Treibhausgasemissionen sowie dem weltweiten Verlust an biologischer Vielfalt bei, äußert dazu der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar.
Die Thüringer Landesregierung unterstützt das System zur Zertifizierung nachhaltiger Waldbewirtschaftung von Anfang an. An der Entwicklung des für Deutschland gültigen PEFC-Zertifizierungsverfahrens beteiligte sich das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt Ende der 1990er Jahre maßgeblich als Mitinitiator. Thüringen war Modellregion und das erste Bundesland, in dem PEFC-Zertifikate erworben wurden.
Auch die EU-Kommission sieht im Kampf gegen illegalen Handel und Raubbau ein vordringliches Handlungsfeld. Die Zertifizierung soll sicherstellen, dass zukünftig kein Holz aus illegalem Holzeinschlag und wettbewerbsverzerrendem Handel mehr auf den europäischen Markt gelangt. Dieser Nachweis wird perspektivisch für das gesamte eingeschlagene Holz innerhalb der EU-Staaten erforderlich sein. Die thüringischen Waldeigentümer und die hiesige Holzindustrie sind auf diese Forderung gut vorbereitet.
Für eine Teilnahme an der PEFC-Zertifizierung und der Nutzung des Gütesiegels müssen sich die Waldeigentümer zu ökologisch, sozial und wirtschaftlich vorbildlicher Waldbewirtschaftung verpflichten. Die Einhaltung wird jedes Jahr durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle geprüft. Die unteren Forstbehörden stellen auf lokaler Ebene sicher, dass kein Missbrauch erfolgt. Die Forstbediensteten informieren im Rahmen der Beratung und Betreuung durch das Gemeinschaftsforstamt alle Waldeigentümer über die zunehmende Bedeutung der Zertifizierung für nachhaltig erzeugte Holzprodukte.
Im Kyffhäuserkreis sieht es dabei wie folgt aus. Auch hier sind 100 % der Staatswaldfläche zertifiziert. Bei den Forstflächen in Bewirtschaftung des Forstamtes Oldisleben sind es 67 Prozent und in der des Forstamtes Sondershausen 70 Prozent
Autor: khhDie in Thüringen nach PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) zertifizierte Waldfläche ist bis Ende Oktober 2008 auf 359.000 Hektar angestiegen. Das entspricht fast Drei-Viertel (71 Prozent) der Waldfläche Thüringens. Während der Staatswald vollständig zertifiziert ist, bestehen im Kommunalwald mit 62 Prozent und im Privatwald mit 46 Prozent zertifizierter Fläche noch Reserven.
Ich freue mich, dass die Zertifizierung in Thüringen kontinuierlich voranschreitet. Für die nachhaltige Waldbewirtschaftung und das umweltfreundlich produzierte Holz ist dieses Prädikat von existenzieller Bedeutung. Denn der weltweite illegale Holzeinschlag trägt maßgeblich zur Entwaldung und den damit verbundenen Umweltschäden und Treibhausgasemissionen sowie dem weltweiten Verlust an biologischer Vielfalt bei, äußert dazu der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar.
Die Thüringer Landesregierung unterstützt das System zur Zertifizierung nachhaltiger Waldbewirtschaftung von Anfang an. An der Entwicklung des für Deutschland gültigen PEFC-Zertifizierungsverfahrens beteiligte sich das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt Ende der 1990er Jahre maßgeblich als Mitinitiator. Thüringen war Modellregion und das erste Bundesland, in dem PEFC-Zertifikate erworben wurden.
Auch die EU-Kommission sieht im Kampf gegen illegalen Handel und Raubbau ein vordringliches Handlungsfeld. Die Zertifizierung soll sicherstellen, dass zukünftig kein Holz aus illegalem Holzeinschlag und wettbewerbsverzerrendem Handel mehr auf den europäischen Markt gelangt. Dieser Nachweis wird perspektivisch für das gesamte eingeschlagene Holz innerhalb der EU-Staaten erforderlich sein. Die thüringischen Waldeigentümer und die hiesige Holzindustrie sind auf diese Forderung gut vorbereitet.
Für eine Teilnahme an der PEFC-Zertifizierung und der Nutzung des Gütesiegels müssen sich die Waldeigentümer zu ökologisch, sozial und wirtschaftlich vorbildlicher Waldbewirtschaftung verpflichten. Die Einhaltung wird jedes Jahr durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle geprüft. Die unteren Forstbehörden stellen auf lokaler Ebene sicher, dass kein Missbrauch erfolgt. Die Forstbediensteten informieren im Rahmen der Beratung und Betreuung durch das Gemeinschaftsforstamt alle Waldeigentümer über die zunehmende Bedeutung der Zertifizierung für nachhaltig erzeugte Holzprodukte.
Im Kyffhäuserkreis sieht es dabei wie folgt aus. Auch hier sind 100 % der Staatswaldfläche zertifiziert. Bei den Forstflächen in Bewirtschaftung des Forstamtes Oldisleben sind es 67 Prozent und in der des Forstamtes Sondershausen 70 Prozent
