Kinderarmut damals und heute
Freitag, 05. Dezember 2008, 14:40 Uhr
Auf eine interessante Ausstellung in der Sondershäuser Trinitatiskirche wies uns die Kreisdiakoniestelle, Thomas Weinrich, hin, auf die wir gern näher hinweisen möchten....
Als Ergebnis eines Jugendprojektes in der Kreisdiakoniestelle des Novalis Diakonievereins e.V. ist vom 4. bis 23 Dezember die Ausstellung Kinder am Rande der Gesellschaft – Kinderarmut damals und heute in der Sondershäuser Trinitatiskirche während derer Besichtigungszeiten zu sehen.
Am 2. April 2008 starteten die 14-jährigen Autorinnen Charlott Illgner, Ida Philipp, Christiane Schneider, Verena Scholl und Clara Weinrich einen Sprung in die Vergangenheit. Sprungbrett war die Regionalkonferenz Kinder-Armut-Bildung, die Kinderarmut als ein heute brisantes Thema diskutierte. Motiviert und angeleitet von Christa Scholl, einer engagierten Lehrerin an der Regelschule Johann Karl Wezel in Sondershausen, landeten die Jugendlichen zunächst im Sondershäuser Stadtarchiv. Dort, in Bibliotheken und während einer Exkursion zu den Franckeschen Stiftungen in Halle sammelten sie, was ihnen vor die Linse ihres Fotoapparates kam oder abzuschreiben ging. Sie suchten Antworten auf die Frage Wie war das mit der Kinderarmut in Sondershausen vor 100 Jahren?.
Gut, dass sie dabei nicht allein waren. Wilhelm May, eine Koryphäe in Sachen regionaler Geschichte, hatte im Stadtarchiv gründlich vorrecherchiert. Ist das was für uns?, Charlotte, Christiane, Clara, Ida und Verena hatten zu lesen und zu sortieren. Dabei mussten sie sich oftmals mit Kurrent- und Sütterlinschrift herumplagen. Die Kinderarmut, als heute brisantes Thema, aber wollte sich so leicht nicht in der regionalen Geschichte erschließen. Statistiken wurden vor 100 Jahren nicht mit sozialen Fragestellungen geführt und der Makel der Armut sollte wohl in dem damaligen Fürstenstaat besser nicht öffentlich werden. Schwer also, authentische Berichte oder Dokumente zu finden. Die entstandene kleine Ausstellung mit Bildtafeln und Szenen, die mit Egli-Figuren gestaltet sind, ist nun Ergebnis eines wachen Blickes auf die Themen, die unsere Gesellschaft heute prägen und der Neugier auf die in der Vergangenheit liegenden Parallelen. Die Projektmitarbeiterinnen hatten bereits am 2. Dezember die Gelegenheit, die Ausstellung beim 4. Thüringer Jugendgeschichtstag im Thüringer Landtag zu zeigen (Foto).
Angeregt und finanziell unterstützt wurde die Arbeit der vier Jugendlichen um Christa Scholl vom Jugendprogramm Zeitensprünge der Stiftung Demokratische Jugend, Berlin. Der von dort stammenden kleinen materiellen Grundlage und viel feiwilligem Engagements ist es zu verdanken, dass die Ausstellung entstand. Ergänzt wird sie durch eine Broschüre, die in der Ausstellung erhältlich ist.
Fotos: Kreisdiakoniestelle
Autor: khhAls Ergebnis eines Jugendprojektes in der Kreisdiakoniestelle des Novalis Diakonievereins e.V. ist vom 4. bis 23 Dezember die Ausstellung Kinder am Rande der Gesellschaft – Kinderarmut damals und heute in der Sondershäuser Trinitatiskirche während derer Besichtigungszeiten zu sehen.
Am 2. April 2008 starteten die 14-jährigen Autorinnen Charlott Illgner, Ida Philipp, Christiane Schneider, Verena Scholl und Clara Weinrich einen Sprung in die Vergangenheit. Sprungbrett war die Regionalkonferenz Kinder-Armut-Bildung, die Kinderarmut als ein heute brisantes Thema diskutierte. Motiviert und angeleitet von Christa Scholl, einer engagierten Lehrerin an der Regelschule Johann Karl Wezel in Sondershausen, landeten die Jugendlichen zunächst im Sondershäuser Stadtarchiv. Dort, in Bibliotheken und während einer Exkursion zu den Franckeschen Stiftungen in Halle sammelten sie, was ihnen vor die Linse ihres Fotoapparates kam oder abzuschreiben ging. Sie suchten Antworten auf die Frage Wie war das mit der Kinderarmut in Sondershausen vor 100 Jahren?.
Gut, dass sie dabei nicht allein waren. Wilhelm May, eine Koryphäe in Sachen regionaler Geschichte, hatte im Stadtarchiv gründlich vorrecherchiert. Ist das was für uns?, Charlotte, Christiane, Clara, Ida und Verena hatten zu lesen und zu sortieren. Dabei mussten sie sich oftmals mit Kurrent- und Sütterlinschrift herumplagen. Die Kinderarmut, als heute brisantes Thema, aber wollte sich so leicht nicht in der regionalen Geschichte erschließen. Statistiken wurden vor 100 Jahren nicht mit sozialen Fragestellungen geführt und der Makel der Armut sollte wohl in dem damaligen Fürstenstaat besser nicht öffentlich werden. Schwer also, authentische Berichte oder Dokumente zu finden. Die entstandene kleine Ausstellung mit Bildtafeln und Szenen, die mit Egli-Figuren gestaltet sind, ist nun Ergebnis eines wachen Blickes auf die Themen, die unsere Gesellschaft heute prägen und der Neugier auf die in der Vergangenheit liegenden Parallelen. Die Projektmitarbeiterinnen hatten bereits am 2. Dezember die Gelegenheit, die Ausstellung beim 4. Thüringer Jugendgeschichtstag im Thüringer Landtag zu zeigen (Foto).
Angeregt und finanziell unterstützt wurde die Arbeit der vier Jugendlichen um Christa Scholl vom Jugendprogramm Zeitensprünge der Stiftung Demokratische Jugend, Berlin. Der von dort stammenden kleinen materiellen Grundlage und viel feiwilligem Engagements ist es zu verdanken, dass die Ausstellung entstand. Ergänzt wird sie durch eine Broschüre, die in der Ausstellung erhältlich ist.
Fotos: Kreisdiakoniestelle



