Fahrt nach MACHU PICCHU
Sonntag, 14. Dezember 2008, 07:00 Uhr
In einer Reihe wird jeweils Sonntags unser Leser Hans-Jürgen Schmidt von seinen ungewöhnlichen Reisen in Südamerika berichten, mit zum Teil atemberaubenden Fotos. Heute ist der Start mit MACHU PICCHU...
Der Wecker klingelte kurz nach 5 Uhr. Da vorher noch das Frühstück eingenommen werden musste, war die Abfahrt um 6 Uhr angemessen. Der Bus wartete vor dem Hotel "Ruinas" in Cusco. Die Höhenlage der Stadt von 3500 m bedurfte einer gewissen Anpassung, denn als "Flachlandtiroler" sind diese Höhen enorm. Doch die Fahrt im Bus bereitete keinerlei Schwierigkeiten, obwohl eine Höhe von 3800 m überwunden werden musste, ehe es die Serpentinen ins Tal des Vilcanota River hinabging. Das Wasser diese Flusse ergoss sich letztlich in den Amazonas. Das Ziel war die Stadt Urubamba.
Hier war die Bahnstation für die Fahrt nach Machu Piccchu. Am Bahnhof gab es ein dichtes Gedrängel von Fahrzeugen. Die Plätze im Zug waren reserviert, so dass es keine Probleme beim Einsstieg gab. Die Fahrt begann pünktlich um 8 Uhr .Die Eisenbahnlinie wurde von 1924 bis 1927 gebaut und stellt eine touristische Attraktion dar. Der Schienestrang schlängelt sich parallel zum Fluss in einem wildromantischen Tal entlang. Rechts und links ragen die dichtbewachsenen Berghänge dem Himmel entgegen. Der Regenwald des Amazonasbeckens lässt bereits hier grüßen. Das Grün dominiert die Landschaft. Unterwegs wurde ein Sandwich mit Tee oder Kaffee gereicht. Immer wieder wandert der Blick über die Landschaft. Man kann sich nicht satt genug sehen.
Eine Hängebrücke über den Fluss markiert den Beginn des sogenannten Inka-Trail. Ein Weg, der nach Muchu Picchu führt und von den Inkas benutzt wurde. Auf diesem Pfad werden Trekkingtouren für Touristen, die gut zu Fuß sind, angeboten. In einem gut ausgebauten Bahnhof in Muchu Picchu, sagen wir eine kleine Stadt oder Pueblo, die vom touristischen Verkauf bestimmt ist, wenn man von einigen Hotels absieht, war Endstation. Nach dem Ausstieg ging es ein paar Meter zu Fuß zu einer Bushaltestelle. Im Shuttlebetrieb werden dann die Besucher hoch zur Heiligen Stadt der Inkas gefahren. Die letzte Stadt des Inka-Imperiums lag bis 1911 im Urwald verborgen. Hiram Bingham, ein amerikanischer Geschichtsprofessor, berichtete 1911 über die Existenz der heiligen Stadt Muchu Piicchu. Er war der Entdecker. Allerdings gab es vor der Entdeckung bereits Grabplünderungen durch sogenannte "huaqueros". So wurden in der Umgangssprache die Plünderer von historischen Stätten bezeichnet.
Insgesamt wurden die sterblichen Überreste von 173 Personen gefunden: 150 Frauen und 23 Männer. Der Abschlußbericht von Hiram Bingham weist darauf hin, dass keine Gegenstände aus Gold, jedoch viele aus Bronze gefunden wurden. Besonders hervorzuheben ist dabei ein kleines Messer, das die Figur eines Fischers beim Fischfang darstellt. Darüber hinaus wurden verschiedene Gegenstände aus Keramik, Gebrauchsgegenstände und Werkzeuge aus Metall, Stein, Holz und Knochen gefunden.
Da Hiram Bingham nicht den ursprünglichen Namen der soeben entdeckten Stadt kannte, entschied er, sie nach dem Berg zu benennen, auf dem sie erbaut wurde: Machu Picchu, was in quechua (eine Sprache, die bereits zu vorkolonialen Zeiten vorwiegend in den Anden gesprochen wurde und heute noch immer gesprochen wird) "alter Berg" bedeutet.
Abgesehen von der hohen Qualität der architektonischen Entwicklung und der Kunst der Steinarbeit der Inkas, verdankt Machu Picchu einen großen Teil seiner Schönheit seiner majestätischen Lage sowie der umliegenden Landschaft ? die Stadt ist von Schluchten und Bergen im Grenzgebiet zwischen den Anden und dem Regenwald des Amazonas umgeben.
Machu Picchu, die Stadt der Inkas, bestand aus Tempeln, Palästen, Altären, Plätzen, Straßen, Wegen, Bädern und einigen Wohnstätten (ca. 200). Diese Wohnstätten beherbergten seinerzeit wohl adlige und privilegierte Familien des Inka?Staates. Die Stadt besaß auch viele Terrassen, die als Anbauflachen genutzt wurden und vermutlich der landwirtschaftlichen Versorgung der Stadt dienten. Deshalb wurde die Stadt wahrscheinlich in zwei Zonen unterteilt, in den landwirtschaftlichen Sektor und das Wohngebiet.
Da es keine älteren geschichtlichen Hinweise auf die Existenz der Stadt gibt, wurden bei der Benennung von Gebäuden sowie deren Zweckbestimmung die Interpretationen von Bingham und anderer Forscher übernommen.
Text und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt
Bildtexte:
01 - Beginn der Inka-Trails
02 - Die Gleisanlage im Tal
03 - Bahnhof von Muchu Picchu
04 - Blick auf die heilige Stadt der Inkas
05 - Blick auf die heilige Stadt der Inkas
06 - Blick ins Tal
07 - wolkenverhangen und mystisch der Anblick der Stadt der Inkas
08 - Ruinen der Wohngebäude
09 - die Mauerwerkskunst der Inkas
10 und 11 - Ein Postkartenblick auf die Stadt der Inkas
12 - Verkaufseinrichtungen an der Bahnstrecke - in Deutschland unvorstellbar.
Autor: khhDer Wecker klingelte kurz nach 5 Uhr. Da vorher noch das Frühstück eingenommen werden musste, war die Abfahrt um 6 Uhr angemessen. Der Bus wartete vor dem Hotel "Ruinas" in Cusco. Die Höhenlage der Stadt von 3500 m bedurfte einer gewissen Anpassung, denn als "Flachlandtiroler" sind diese Höhen enorm. Doch die Fahrt im Bus bereitete keinerlei Schwierigkeiten, obwohl eine Höhe von 3800 m überwunden werden musste, ehe es die Serpentinen ins Tal des Vilcanota River hinabging. Das Wasser diese Flusse ergoss sich letztlich in den Amazonas. Das Ziel war die Stadt Urubamba.
Hier war die Bahnstation für die Fahrt nach Machu Piccchu. Am Bahnhof gab es ein dichtes Gedrängel von Fahrzeugen. Die Plätze im Zug waren reserviert, so dass es keine Probleme beim Einsstieg gab. Die Fahrt begann pünktlich um 8 Uhr .Die Eisenbahnlinie wurde von 1924 bis 1927 gebaut und stellt eine touristische Attraktion dar. Der Schienestrang schlängelt sich parallel zum Fluss in einem wildromantischen Tal entlang. Rechts und links ragen die dichtbewachsenen Berghänge dem Himmel entgegen. Der Regenwald des Amazonasbeckens lässt bereits hier grüßen. Das Grün dominiert die Landschaft. Unterwegs wurde ein Sandwich mit Tee oder Kaffee gereicht. Immer wieder wandert der Blick über die Landschaft. Man kann sich nicht satt genug sehen.
Eine Hängebrücke über den Fluss markiert den Beginn des sogenannten Inka-Trail. Ein Weg, der nach Muchu Picchu führt und von den Inkas benutzt wurde. Auf diesem Pfad werden Trekkingtouren für Touristen, die gut zu Fuß sind, angeboten. In einem gut ausgebauten Bahnhof in Muchu Picchu, sagen wir eine kleine Stadt oder Pueblo, die vom touristischen Verkauf bestimmt ist, wenn man von einigen Hotels absieht, war Endstation. Nach dem Ausstieg ging es ein paar Meter zu Fuß zu einer Bushaltestelle. Im Shuttlebetrieb werden dann die Besucher hoch zur Heiligen Stadt der Inkas gefahren. Die letzte Stadt des Inka-Imperiums lag bis 1911 im Urwald verborgen. Hiram Bingham, ein amerikanischer Geschichtsprofessor, berichtete 1911 über die Existenz der heiligen Stadt Muchu Piicchu. Er war der Entdecker. Allerdings gab es vor der Entdeckung bereits Grabplünderungen durch sogenannte "huaqueros". So wurden in der Umgangssprache die Plünderer von historischen Stätten bezeichnet.
Insgesamt wurden die sterblichen Überreste von 173 Personen gefunden: 150 Frauen und 23 Männer. Der Abschlußbericht von Hiram Bingham weist darauf hin, dass keine Gegenstände aus Gold, jedoch viele aus Bronze gefunden wurden. Besonders hervorzuheben ist dabei ein kleines Messer, das die Figur eines Fischers beim Fischfang darstellt. Darüber hinaus wurden verschiedene Gegenstände aus Keramik, Gebrauchsgegenstände und Werkzeuge aus Metall, Stein, Holz und Knochen gefunden.
Da Hiram Bingham nicht den ursprünglichen Namen der soeben entdeckten Stadt kannte, entschied er, sie nach dem Berg zu benennen, auf dem sie erbaut wurde: Machu Picchu, was in quechua (eine Sprache, die bereits zu vorkolonialen Zeiten vorwiegend in den Anden gesprochen wurde und heute noch immer gesprochen wird) "alter Berg" bedeutet.
Abgesehen von der hohen Qualität der architektonischen Entwicklung und der Kunst der Steinarbeit der Inkas, verdankt Machu Picchu einen großen Teil seiner Schönheit seiner majestätischen Lage sowie der umliegenden Landschaft ? die Stadt ist von Schluchten und Bergen im Grenzgebiet zwischen den Anden und dem Regenwald des Amazonas umgeben.
Machu Picchu, die Stadt der Inkas, bestand aus Tempeln, Palästen, Altären, Plätzen, Straßen, Wegen, Bädern und einigen Wohnstätten (ca. 200). Diese Wohnstätten beherbergten seinerzeit wohl adlige und privilegierte Familien des Inka?Staates. Die Stadt besaß auch viele Terrassen, die als Anbauflachen genutzt wurden und vermutlich der landwirtschaftlichen Versorgung der Stadt dienten. Deshalb wurde die Stadt wahrscheinlich in zwei Zonen unterteilt, in den landwirtschaftlichen Sektor und das Wohngebiet.
Da es keine älteren geschichtlichen Hinweise auf die Existenz der Stadt gibt, wurden bei der Benennung von Gebäuden sowie deren Zweckbestimmung die Interpretationen von Bingham und anderer Forscher übernommen.
Text und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt
Bildtexte:
01 - Beginn der Inka-Trails
02 - Die Gleisanlage im Tal
03 - Bahnhof von Muchu Picchu
04 - Blick auf die heilige Stadt der Inkas
05 - Blick auf die heilige Stadt der Inkas
06 - Blick ins Tal
07 - wolkenverhangen und mystisch der Anblick der Stadt der Inkas
08 - Ruinen der Wohngebäude
09 - die Mauerwerkskunst der Inkas
10 und 11 - Ein Postkartenblick auf die Stadt der Inkas
12 - Verkaufseinrichtungen an der Bahnstrecke - in Deutschland unvorstellbar.












