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Auf Navi kein Verlass

Freitag, 19. Dezember 2008, 11:59 Uhr
Das man sich nicht nur auf sein Navigationsgerät verlassen sollte, musste heute ein Gefahrguttransporter in Sondershausen erleben. KN mit den Einzelheiten...

Gestern um 21.07 Uhr teilte ein LKW-Fahrer der Polizei in Sondershausen mit, dass er sich mit seinem LKW und Sattelauflieger unweit von Sondershausen im Bereich der ehemaligen B 4, vermutlich Schachtwäldchen, festgefahren habe. Der LKW-Fahrer befuhr nach seinen Angaben die
B 4 von Erfurt kommend in Richtung Nordhausen. Aufgrund seines Navi’s bog er im Bereich Schachtstraße von der B 4 ab und folgte dem Verlauf der ehemaligen B 4 in Richtung Schachtwäldchen. Den Fahrer störte nicht, dass der in eine Straße mit Schild Sackgasse fuhr, dass sich die Bundesstraße immer mehr verengte, bis nur noch ein schmaler Asphaltstreifen übrig blieb, der gerade mal einen LKW fahren ließ. Die B4 wurde an dieser Stelle schon zu einem Wirtschaftsweg zurückgebaut.
Spur im Schlamm (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Spur im Schlamm (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zurück blieben nur Spuren in den Wegen, bei denen er sich mehrfach verfahren hat.

Kurz vor dem Wald bog er nach rechts in einen Feldweg ab. Diesem folgte er ca. 300 m, bog anschließend wieder nach links in einen Waldweg ein und befuhr diesen bis zur nächsten Gabelung. Hier bog er wieder nach links ab, wo er sich in der Folge festfuhr. Um das Fahrzeug zu finden, fuhren die Beamten mehrmals den Bereich ab, jedoch ohne Erfolg. Um den konkreten Standort des Fahrzeuges festzustellen, wurde telefonischer Kontakt mit dem Kraftfahrer aufgenommen und das Blaulicht am Funkstreifenwagen eingeschaltet. Nun erkannte der 25-jährige LKW-Fahrer am nächtlichen Himmel den blauen Lichtschein und wies den Beamten über Handy den Weg. Da bei der Dunkelheit die Bergung des Fahrzeuges, welches mit 16 Tonnen Altöl beladen war, nicht erfolgen konnte, sollte dies mit Tageseinbruch erfolgen.
Spur im Schlamm (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Spur im Schlamm (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Noch bevor die Bergungsarbeiten angelaufen waren, war es dem LKW-Fahrer gelungen, wie auch immer, sich aus seiner misslichen Situation selbstständig zu befreien. Er setzte seine Fahrt in Richtung Nordhausen fort und informierte die Polizei.



Und die Moral von der Geschichte: Ein Navigationsgerät kann zwar ungemein helfen, aber ganz sollte man auf die örtlichen Wegweiser an der Straße nicht verzichten.


Autor: khh

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