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Aktuelle Situation bei Norovirus

Dienstag, 13. Januar 2009, 16:52 Uhr
Ausgelöst durch die aktuelle Anfrage von kn zum Thema Norovirus gibt es eine neue aktuelle Pressemeldung zu diesem Thema, die mit frischen Zahlen belegt, dass es keinen besorgniserregenden Anstieg im Kyffhäuserkreis gibt, im Gegensatz zu anderen Gebieten Deutschlands .....


Seit Beginn der Wintermonate treten wie jedes Jahr wieder gehäuft Magen- und Darm-Infektionen auf, die hauptsächlich durch Noroviren hervorgerufen werden.

Im Gesundheitsamt des Kyffhäuserkreises laufen wöchentlich alle Meldungen an Erkrankungsfällen von meldepflichtigen Infektionskrankheiten zusammen. Norovirus-Infektionen treten das ganze Jahr auf, wobei ein saisonaler Gipfel in den Monaten Oktober bis März zu beobachten ist. Zurzeit gibt es einen Anstieg der Erkrankungen wie im gesamten Land Thüringen.

Im Meldezeitraum vom 01.09.2008 bis 23.12.2008 wurden im Kyffhäuserkreis 208 Erkrankungen durch Norovirus-Infektionen gemeldet. 2007 wurden im selben Meldezeitraum 243 Erkrankungen im Gesundheitsamt registriert.

Ältere Menschen über 70 Jahre und Kinder unter 5 Jahren sind besonders häufig betroffen. Dies trägt dazu bei, dass Norovirus-Erkrankungen die überwiegende Ursache von akuten Ausbrüchen für Brech-Durchfall in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Alten- und Pflegeheimen sind.

Die Krankheitserreger werden über den Stuhl des Erkrankten oder durch Bildung von virushaltigen Tröpfchen während des Erbrechens übertragen. Aber die Infektion kann auch von kontaminierten Speisen und Getränken ausgehen oder durch Gegenstände und Möbeloberflächen, auf denen sich Erreger befinden, übertragen werden.

Die Erkrankten sind bis zu 48 Stunden nach Auftreten der letzten Symptome ansteckungsfähig. Auch 7 bis 14 Tage nach akuter Erkrankung wird das Virus über den Stuhl ausgeschieden. Deshalb ist eine peinlich genaue Einhaltung der Hände- und Toilettenhygiene sehr wichtig.

Beim Auftreten der ersten Symptome einer Brech-Durchfall-Erkrankung mit zunehmendem Krankheitsgefühl besonders bei älteren Menschen und Kleinkindern sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die größte Gefahr ist dabei der rasche Flüssigkeits- und Elektrolytverlust, der schnell behandelt werden muss, gegebenenfalls auch im Krankenhaus.

Die weniger gefährdete Gruppe der Jugendlichen und Erwachsenen sollte in diesen Zeiten den zu engen Kontakt zu ihren Mitmenschen eher meiden und nicht das gründliche Händewaschen nach jeder Toilettenbenutzung vergessen.
Autor: khh

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