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Kreisbereisung Gorsleben (1)

Freitag, 23. Januar 2009, 11:27 Uhr
Auf Einladung von Ortsbürgermeister Dietmar Strickrodt (Die Linke) weilte Landrat Peter Hengstermann und sein Mitarbeiterstab, sowie der Vorstandsvorsitzender der Kyffhäusersparkasse, Karl-Heinz Langhorst, gestern in Gorsleben...

In Begleitung von Ortbürgermeister Dietmar Strickrodt waren neben dem Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft „An der Schmücke“ (Heldrungen), Holger Häßler, auch die Mitglieder des Gemeinderates.

Kreisbereisung Gorsleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kreisbereisung Gorsleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bei der Begrüßung u.a. Dietmar Strickrodt (vorn) und Holger Häßler (links)

Zur Begrüßung traf man sich im Gemeindeamt von Gorsleben. Dabei hob Strickrodt die immer sehr konstruktive Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung hervor. Aber bevor es zu Gesprächen kommen sollte, folgte erst mal der obligatorische Rundgang durch den Ort. Und da stand ein langes Programm an.

Kreisbereisung Gorsleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kreisbereisung Gorsleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Pressereferent Dr. Heinz-Ulrich Thiele, Peter Hengstermann, Karl-Heinz Langhorst, Leiterin Kommunalaufsicht, Johanna Neukamm

Die erste Stationen war der Gemeinde Friedhof und die Kirche. Auf dem Gemeindefriedhof informierte Strickrodt, dass die Gemeinde plane, eine Gemeinschaftsurnenanlage zu schaffen. Die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gemeinde zeigt sich, dass auch bei konfessionslosen Beerdigungen die Kirche für die Trauerfeierlichkeit genutzt werden kann.

Der Gang zur Bonifatius-Kirche führt unweigerlich an einem der sehenswerten Höhepunkte von Gorsleben vorbei, der Sonnenuhr mit der Skulptur „Der Sensentod“ (Datum geschätzt um 1696), eine der vielen historischen Dinge, die es in Gorsleben gibt, aber noch zu wenig touristisch bekannt gemacht werden. Dazu aber folgt ein späterer Bericht. Auch die Kirche selbst enthält wahre Kleinode, wie den Alter und den Taufstein. Allerdings gibt es auch einige Probleme in der Kirche, so Pfarrer, Jens Bechtlow gegenüber Landrat Hengstermann. Die Glockenanlage ist defekt, und man kann nur eine einzelne Glocke von Hand läuten. Hier sammelt die Kirchgemeinde seit rund 1,5 Jahren um eine Reparatur einleiten zu können. Auch die Decke der Kirche ist noch nicht in dem Zustand, wie sie sein sollte.


Eine Station war auch die Brücke über die Lossa. Die ist nur für Fahrzeuge bis 8 t zugelassen und damit ergeben sich vor allem für die Landwirtschaftsfahrzeuge erhebliche Probleme wegen des Fahrens von Umleitungen. Im Landratsamt wird man prüfen, wie das Problem gelöst werden kann. Zwei Fördertöpfe hat man da schon im Auge. Eine Möglichkeit wäre das Projekt LEADER oder aber der Fördertopf ländlicher Wegebau.

Wenn es um Wegebau geht, ist der Straßenbau nicht weit. Über eine Autobahn freuen sich viele Leute, aber in der Gemeinde Gorsleben sieht man es mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sicher wird ein durchgängig befahrbare A71 auch Gorsleben noch mehr entlasten, der Autobahnbau brachte aber auch Probleme mit sich. Durch die Entwässerungsmaßnahmen an der Autobahn wurde in Gorsleben bemerkt, dass es offensichtlich zum Versiegen einiger Quellen kommt, und dass es Erdfälle gab. Hengstermann sagte zu, dass Problem soll mit der Deges, der Gesellschaft für den Autobahnbau geklärt werden.

Ebenfalls geklärt werden soll das Problem des schnellen DSL-Anschlusses. Hier gab es Diskussion mit den Geschäftsleuten der Gemeinde. Auch hier wird sich der Landkreis einschalten, zumal es hier auch Fördertöpfe gibt. Im Konjunkturpaket II soll ja eine der Maßnahmen die bessere Bereitstellung von DSL-Anschlüssen im ländlichen Raum sein. Interessant dazu, die Pressemittelung des Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, die kn bereits veröffentlicht hat.

Über weitere Probleme in Gorsleben, so in der Zusammenarbeit mit dem Sportverein, berichten wir im nächsten Teil des Berichte
Autor: khh

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