Kreisbereisung Gorsleben (2)
Freitag, 23. Januar 2009, 17:48 Uhr
Im zweiten Teil unseres Berichtes der Kreisbereisung von Landrat Peter Hengstermann (CDU) geht es um Vereinsarbeit. Dabei war nicht alles Harmonie zwischen einem Verein und dem Gemeinderat...
Nach der Kirche ging es zum Vereinszimmer des Rot-Weiß Gorsleben, denn Vereinshaus zu sagen, wäre wohl etwas übertrieben. Was am Anfang noch spaßig begann, Hans-Dieter Steigert (Tech. Leiter bei Rot-Weiß) meinte zum Vorstandsvorsitzenden der Kyffhausersparkasse, Karl-Heinz Langhorst,: Wir wollen kein Geld, sie brauchen sich nicht verstecken.
Peter Hengstermann, Hans-Dieter Steigert, Karl-Heinz Langhorst , Christian Schulze.
Die Verstimmung zwischen Verein einerseits und den jetzigen (Dietmar Strickrodt – Die Linke) und ehemaligen (Erik May – VIBT) Bürgermeister brach sofort wieder auf. Hintergrund ist eine vorgeworfene Benachteiligung des Vereins durch die Gemeinde im Vergleich mit anderen Vereinen. Steigert verwies auf die sehr gute Vereinsarbeit. Bei ca. 120 Vereinsmitgliedern würde man bald einen Qualitätssprung in der Vereinsarbeit machen. Es soll sogar eine neue Nachwuchsmannschaft in den Spielbetrieb geschickt werden. Die Besucherzahlen bei den Fußballheimspielen liegen teils bei über 100 pro Spiel. Da könnten selbst höherklassige andere Mannschaften kaum mithalten.
Kreisbereisung Gorsleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Das Vereinshaus von Rot-Weiß ist ja doch nur ein recht kleines Zimmer. Das zusätzliche Problem des Vereins, es liegt ca. 400 m vom Sportplatz entfernt. Am Sportplatz hat man zum Umziehen gerade mal so eine Art Container. Die Forderung von Steigert war unmissverständlich, wir brauchen ein solides Vereinshaus am Sportplatz. Dazu wäre der Verein natürlich auch bereit, Eigenleistungen zu erbringen. Vereinsvorsitzender Christian Schulze bekräftigte die Aussagen. Die Stimmung verschlechterte sich enorm, dass Steigert die Gemeinderatsmitglieder erinnerte, dass bald Wahlen anstehen würden. Als Steigert dem Bürgermeister gar noch vorwarf, dass man das Brennmaterial als Verein selbst kaufen muss, war es endgültig vorbei.
Bürgermeister Strickrodt stand auf und fordert Landrat Hengstermann auf, man müsse zum nächsten Termin aufbrechen und verließ sofort das Vereinshaus. Hengstermann blieb nur übrig, mit seinem Tross zu folgen. Bei so verhärteten Fronten sollten sich wohl mal langsam einige Sportfunktionäre des Kyffhäusersportbundes einschalten und in einem kleinen Rahmen mit Verein und Gemeinderat zuschlichten. Bei dem engen Zeitrahmen konnte das keine Aufgabe für den Landrat sein. Aber eine Lösung muss her. Es kann nicht sein, dass hier besonders auch Jugendliche unter Querelen zwischen Funktionären und Gemeinderatsmitgliedern zu leiden haben.
Weit aus harmonischer ging es bei den anderen Vereinen zu. Zuerst ging es in die Schule zum GKC Blau-Gold. Der Karnevalsverein mit seinen 73 Mitgliedern (aus der ganzen umliegenden Region) ist besonders für seinen Kinderfasching. Nach einer Ordensübergabe, gab es noch eine Einlage der Tanzgruppe. Allerdings in kleinerer Formation. Denn in Gorsleben ist die Grippewelle bereits angekommen, denn von den elf Kindern waren fünf erkrankt. Zuvor hatte Ina Dornbusch vom Verein berichtet, wie man am Tag der Umwelt mitmacht. Sie berichtete aber auch, dass es schwierig wird alles zu finanzieren, denn den Eintritt von 9 Euro könne man wegen der geringen Einkommen in der Region kaum erhöhen.
Auch bei den anderen besuchten Vereinen, wie Angler, Schützen, VdK und Volksolidarität (teilen sich einen Raum) war natürlich die Finanzierung immer ein Thema. Aber jeder hatte so seine eigenen Probleme. So klagten die Angler, dass der Landrat die Lossa (ein kleines Flüsschen) etwas breiter und tiefer machen sollte. Besonders die geringe Tiefe von 30 cm sei nicht gut. Dagegen fehlt bei den Schützen der Nachwuchs. Von den 62 Mitgliedern sind nur sechs unter 18 Jahre. Beim VdK und der Volkssolidarität hat man Probleme die Mitglieder zu den Veranstaltungen zu bekommen, weil nicht alle mehr so gut zu Fuß sind und auch die auswärtigen Mitglieder Probleme haben, nach Gorsleben zu kommen. Abschließend ging es zum Feuerwehrverein.
Bildergalerie erste Reihe:
- Aufgang zum Vereinszimmer des Rot-Weiß Gorsleben
- Ortsbürgermeister (ganz links), Peter Hengstermann und Ina Dombusch
- Vanessa Holzapfel übergibt einen Karnevalsorden an Peter Hengstermann
Autor: khhNach der Kirche ging es zum Vereinszimmer des Rot-Weiß Gorsleben, denn Vereinshaus zu sagen, wäre wohl etwas übertrieben. Was am Anfang noch spaßig begann, Hans-Dieter Steigert (Tech. Leiter bei Rot-Weiß) meinte zum Vorstandsvorsitzenden der Kyffhausersparkasse, Karl-Heinz Langhorst,: Wir wollen kein Geld, sie brauchen sich nicht verstecken.
Peter Hengstermann, Hans-Dieter Steigert, Karl-Heinz Langhorst , Christian Schulze.
Die Verstimmung zwischen Verein einerseits und den jetzigen (Dietmar Strickrodt – Die Linke) und ehemaligen (Erik May – VIBT) Bürgermeister brach sofort wieder auf. Hintergrund ist eine vorgeworfene Benachteiligung des Vereins durch die Gemeinde im Vergleich mit anderen Vereinen. Steigert verwies auf die sehr gute Vereinsarbeit. Bei ca. 120 Vereinsmitgliedern würde man bald einen Qualitätssprung in der Vereinsarbeit machen. Es soll sogar eine neue Nachwuchsmannschaft in den Spielbetrieb geschickt werden. Die Besucherzahlen bei den Fußballheimspielen liegen teils bei über 100 pro Spiel. Da könnten selbst höherklassige andere Mannschaften kaum mithalten.
Kreisbereisung Gorsleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Das Vereinshaus von Rot-Weiß ist ja doch nur ein recht kleines Zimmer. Das zusätzliche Problem des Vereins, es liegt ca. 400 m vom Sportplatz entfernt. Am Sportplatz hat man zum Umziehen gerade mal so eine Art Container. Die Forderung von Steigert war unmissverständlich, wir brauchen ein solides Vereinshaus am Sportplatz. Dazu wäre der Verein natürlich auch bereit, Eigenleistungen zu erbringen. Vereinsvorsitzender Christian Schulze bekräftigte die Aussagen. Die Stimmung verschlechterte sich enorm, dass Steigert die Gemeinderatsmitglieder erinnerte, dass bald Wahlen anstehen würden. Als Steigert dem Bürgermeister gar noch vorwarf, dass man das Brennmaterial als Verein selbst kaufen muss, war es endgültig vorbei.Bürgermeister Strickrodt stand auf und fordert Landrat Hengstermann auf, man müsse zum nächsten Termin aufbrechen und verließ sofort das Vereinshaus. Hengstermann blieb nur übrig, mit seinem Tross zu folgen. Bei so verhärteten Fronten sollten sich wohl mal langsam einige Sportfunktionäre des Kyffhäusersportbundes einschalten und in einem kleinen Rahmen mit Verein und Gemeinderat zuschlichten. Bei dem engen Zeitrahmen konnte das keine Aufgabe für den Landrat sein. Aber eine Lösung muss her. Es kann nicht sein, dass hier besonders auch Jugendliche unter Querelen zwischen Funktionären und Gemeinderatsmitgliedern zu leiden haben.
Weit aus harmonischer ging es bei den anderen Vereinen zu. Zuerst ging es in die Schule zum GKC Blau-Gold. Der Karnevalsverein mit seinen 73 Mitgliedern (aus der ganzen umliegenden Region) ist besonders für seinen Kinderfasching. Nach einer Ordensübergabe, gab es noch eine Einlage der Tanzgruppe. Allerdings in kleinerer Formation. Denn in Gorsleben ist die Grippewelle bereits angekommen, denn von den elf Kindern waren fünf erkrankt. Zuvor hatte Ina Dornbusch vom Verein berichtet, wie man am Tag der Umwelt mitmacht. Sie berichtete aber auch, dass es schwierig wird alles zu finanzieren, denn den Eintritt von 9 Euro könne man wegen der geringen Einkommen in der Region kaum erhöhen.
Auch bei den anderen besuchten Vereinen, wie Angler, Schützen, VdK und Volksolidarität (teilen sich einen Raum) war natürlich die Finanzierung immer ein Thema. Aber jeder hatte so seine eigenen Probleme. So klagten die Angler, dass der Landrat die Lossa (ein kleines Flüsschen) etwas breiter und tiefer machen sollte. Besonders die geringe Tiefe von 30 cm sei nicht gut. Dagegen fehlt bei den Schützen der Nachwuchs. Von den 62 Mitgliedern sind nur sechs unter 18 Jahre. Beim VdK und der Volkssolidarität hat man Probleme die Mitglieder zu den Veranstaltungen zu bekommen, weil nicht alle mehr so gut zu Fuß sind und auch die auswärtigen Mitglieder Probleme haben, nach Gorsleben zu kommen. Abschließend ging es zum Feuerwehrverein.
Bildergalerie erste Reihe:
- Aufgang zum Vereinszimmer des Rot-Weiß Gorsleben
- Ortsbürgermeister (ganz links), Peter Hengstermann und Ina Dombusch
- Vanessa Holzapfel übergibt einen Karnevalsorden an Peter Hengstermann











