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Aufregung in Steinthaleben

Donnerstag, 29. Januar 2009, 16:43 Uhr
Um den Abriss des alten Bürgermeisteramtes in Steinthaleben gibt es einige Diskussionen und Gerüchte. KN versucht etwas Licht ins Dunkel zu bringen...

Das alte Bürgermeisteramt in Steinthaleben soll abgerissen werden. Dazu wurde laut Leiter der Verwaltungsgemeinschaft Kyffhäuser, Bernd Karnstedt (FDP) eine Ausschreibung gemacht, an der sich drei Firmen beteiligt haben. Der Abriss, so Karnstedt, ist noch nicht begonnen worden. Mit Information und Billigung des Gemeinderates ist der Gemeindearbeiter zurzeit damit beschäftigt, das Gebäude zu entkernen und Teile und Material zu sichern, die noch verwertet werden können, so zum Beispiel die Fenster. Dieses Entkernen kann uns keiner verbieten, so Karnstedt, da es noch nicht das Abreißen des Gebäudes betrifft. Der eigentliche Abriss hat noch nicht begonnen, betonte er.

Bei der Kommunalaufsicht Kyffhäuserkreis war ein Antrag eingelaufen, die Abrissarbeiten zu stoppen, was die Leiterin Johanna Neukamm auf Anfrage auch bestätigte. Da die Verwaltungsgemeinschaft Kyffhäuser noch keinen bestätigten Haushalt hat, das heißt sich in vorläufiger Haushaltführung befindet, dürfen jetzt auch keine Bauaufträge vergeben werden. Deshalb wurde von der Kommunalverwaltung auch der VG ein Stopp erteilt. Allerdings sagte Karnstedt zu dem Stopp: „Was noch nicht begonnen hat, kann auch nicht gestoppt werden,“ und verwies nur auf die Entkernungsmaßnahme.

Pikant an der ganzen Sache ist allerdings, dass die VG Kyffhäuser ein „Schnäppchenangebot“ für den Winter bekommen hat. Da wohl eine Abrissfirma, auch bedingt durch den Winter, eine Auftragsflaute hat, unterbreitete man der VG ein deutlich bessertes Angebot. Das die Kosten nur halb so hoch seien, wie Gerüchten behauptet wird, wollte Karnstedt weder bestätigen, noch kommentieren. Er sagte aber, das Angebot sei deutlich verbessert. Durch den Stopp, so Karnstedt, kann das Angebot aber nicht genutzt werden. Er hat aber große Hoffnung, dass trotzdem höhere Kosten von der Gemeinde abgewendet werden können.

In einem Gespräch mit der Abrissfirma konnte Karnstedt erreichen, dass das Angebot noch bis 17. Februar gilt. Karnstedt ist sich sicher, dass bis dahin ein bestätigter Haushalt vorliegt, und er nicht mehr an den Stopp der Kommunalaufsicht gebunden ist und so das angebotene Schnäppchen für die Gemeinde doch noch genutzt werden kann. Sollte es allerdings zu Verzögerungen bei der Bestätigung des Haushaltes kommen, dann könnte es für Steinthaleben eben doch kein Schnäppchen werden.


Autor: khh

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