Santiago de Chile
Sonntag, 15. Februar 2009, 07:02 Uhr
Über Santiago de Chile - kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt Chiles berichtet unserer Leser Hans-Jürgen Schmidt in seinem letzten Teil des Berichts zu einer Südamerikareise, die aber eigentlich der Start war...
Der Flug nach Santiago beträgt cirka 14 Stunden. Ab Frankfurt geht es via Madrid in die chilenische Metropole. In Madrid muss man beim Umsteigen 20 bis 30 Minuten einplanen, da der Terminal für Fernreisen erst mit der U-Bahn erreicht wird. Der Flug war insgesamt problemlos, wenn man von der Unannehmlichkeit des zu kurzen Abstand der Sitzreihen im Flieger zwischen Frankfurt und Madrid absieht. Der Flug dauert allerdings nur 2 Stunden.
Ab Madrid sind wir mit den Airbus 340 -600 geflogen. In dem war der Sitzabstand angemessen. Der Flug ab Madrid begann um 0:10 Uhr, so dass wir in Santiago um 9:20 Uhr angekommen sind. Hier muss man die Zeitverschiebung mit berücksichtigen. Nach einer blitzsauberen Landung des Piloten der Iberia-Fluggesellschaft, ging es zum Hotel. Vorher musste man sich die Passkontrolle übergehen lassen, die zwar keine Probleme bereitete, jedoch Zeit benötigte, obwohl über 10 Schalter geöffnet waren.
Der erste Eindruck von Santiago war nicht angenehm. In einem Straßencafe am Plaza de Armas riss ein Kleinkrimineller die Kette vom Hals meiner Frau. Nach Aufnahme eines Protokolls bei der Polizei konnten wir uns den Sehenswürdigkeiten Santiagos widmen. Die Plaza de Armas stellt den Mittelpunkt der Stand dar. Es ist ein grüne Oase mitten im Zentrum. Hervorstechend ist die barocke Kathedrale. Die größte Kirche der Stadt. Sie wurde 1748-1789 erbaut. Damit ist auch gesagt, das Santiago im Mittelalter gegründet wurde. Der Konquistador Pedro de Valdiva, der sein Truppen durch die Atacama in Nordchile geführt hatte, blickte in ein Tal, was durch ein "Grün" dominiert wurde. Hier wurde die Stadt am 12.2.1541 gegründet.
Heute leben im Großraum Santiago über 6 Millionen Menschen. Das macht sich auch in den Fußgängerzone bemerkbar. Die modernen Ladenpassagen, Boutiquen und Fast-Food -Lokale sorgen für ein internationale Flair. Unter anderen war ein Cafe aufgefallen, indem das weibliche Personal nur im Minirock servierte. Es soll den Umsatz steigern. Am Plaza de la Constitucion liegt der Palacio de la Monedo. Ursprünglich diente der klassizistische Monumentalbau als Zentralbank der Kolonialmacht, wurde jedoch später zum Präsidentenpalast umgebaut. Das Bild des Palastes, wie er während Pinochetes Putsch gegen Allende in Flammen stand, ging um die Welt und hat sich ins Gedächtnis der Chilenen förmlich eingebrannt. Am Palast gibt es regelmäßig die Zeremonie der Wachablösung. Ganz in der Nähe hat man Salvadore Allende ein Denkmal errichtet. Salvadore Allende Gossens (1908 bis 1973) war Arzt und Mitbegründer der Sozialistischen Partei Chiles und wurde 1970 mit knapper Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Der Freund Pablo Nerudas ist bis heute eine Ikone des chilenischen Linksintellektualismus.
Sehr sehenswert sind in Santiago die vielen Grünanlagen. Die ist auch notwendig, denn in dem fast windstillen Talkessel, in dem Santiago liegt, wird meist von Smog bedeckt. Die Chance die klassische Skyline mit den schneebedeckten Anden als Hintergrund zu sehen, bedarf des Glücks. Außerhalb der Stadt gelangt man in Weinberge, wo die Cabernet-Sauvignon - und die Merlot Traube als Weinanbau dominiert. Es wird ein gehaltvoller Wein daraus gekeltert.
Betrachtet man alles zusammen, so ist Santiago eine sehenswerte Stadt. Übrigens - den Diebstahl der Kette hat die Versicherung in Deutschland dank des Protokolls von der Polizei anstandslos ersetzt. Also, es ist unbedingt zu empfehlen eine entsprechende Auslandsversicherung abzuschließen und die Frauen sollten jeglichen Schmuck, auch die Ohrringe ablegen. Jedenfalls war das der Hinweis der örtlichen Reiseleiter.
Bilder und Text: Hans-Jürgen Schmidt
Autor: khhDer Flug nach Santiago beträgt cirka 14 Stunden. Ab Frankfurt geht es via Madrid in die chilenische Metropole. In Madrid muss man beim Umsteigen 20 bis 30 Minuten einplanen, da der Terminal für Fernreisen erst mit der U-Bahn erreicht wird. Der Flug war insgesamt problemlos, wenn man von der Unannehmlichkeit des zu kurzen Abstand der Sitzreihen im Flieger zwischen Frankfurt und Madrid absieht. Der Flug dauert allerdings nur 2 Stunden.
Ab Madrid sind wir mit den Airbus 340 -600 geflogen. In dem war der Sitzabstand angemessen. Der Flug ab Madrid begann um 0:10 Uhr, so dass wir in Santiago um 9:20 Uhr angekommen sind. Hier muss man die Zeitverschiebung mit berücksichtigen. Nach einer blitzsauberen Landung des Piloten der Iberia-Fluggesellschaft, ging es zum Hotel. Vorher musste man sich die Passkontrolle übergehen lassen, die zwar keine Probleme bereitete, jedoch Zeit benötigte, obwohl über 10 Schalter geöffnet waren.
Der erste Eindruck von Santiago war nicht angenehm. In einem Straßencafe am Plaza de Armas riss ein Kleinkrimineller die Kette vom Hals meiner Frau. Nach Aufnahme eines Protokolls bei der Polizei konnten wir uns den Sehenswürdigkeiten Santiagos widmen. Die Plaza de Armas stellt den Mittelpunkt der Stand dar. Es ist ein grüne Oase mitten im Zentrum. Hervorstechend ist die barocke Kathedrale. Die größte Kirche der Stadt. Sie wurde 1748-1789 erbaut. Damit ist auch gesagt, das Santiago im Mittelalter gegründet wurde. Der Konquistador Pedro de Valdiva, der sein Truppen durch die Atacama in Nordchile geführt hatte, blickte in ein Tal, was durch ein "Grün" dominiert wurde. Hier wurde die Stadt am 12.2.1541 gegründet.
Heute leben im Großraum Santiago über 6 Millionen Menschen. Das macht sich auch in den Fußgängerzone bemerkbar. Die modernen Ladenpassagen, Boutiquen und Fast-Food -Lokale sorgen für ein internationale Flair. Unter anderen war ein Cafe aufgefallen, indem das weibliche Personal nur im Minirock servierte. Es soll den Umsatz steigern. Am Plaza de la Constitucion liegt der Palacio de la Monedo. Ursprünglich diente der klassizistische Monumentalbau als Zentralbank der Kolonialmacht, wurde jedoch später zum Präsidentenpalast umgebaut. Das Bild des Palastes, wie er während Pinochetes Putsch gegen Allende in Flammen stand, ging um die Welt und hat sich ins Gedächtnis der Chilenen förmlich eingebrannt. Am Palast gibt es regelmäßig die Zeremonie der Wachablösung. Ganz in der Nähe hat man Salvadore Allende ein Denkmal errichtet. Salvadore Allende Gossens (1908 bis 1973) war Arzt und Mitbegründer der Sozialistischen Partei Chiles und wurde 1970 mit knapper Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Der Freund Pablo Nerudas ist bis heute eine Ikone des chilenischen Linksintellektualismus.
Sehr sehenswert sind in Santiago die vielen Grünanlagen. Die ist auch notwendig, denn in dem fast windstillen Talkessel, in dem Santiago liegt, wird meist von Smog bedeckt. Die Chance die klassische Skyline mit den schneebedeckten Anden als Hintergrund zu sehen, bedarf des Glücks. Außerhalb der Stadt gelangt man in Weinberge, wo die Cabernet-Sauvignon - und die Merlot Traube als Weinanbau dominiert. Es wird ein gehaltvoller Wein daraus gekeltert.
Betrachtet man alles zusammen, so ist Santiago eine sehenswerte Stadt. Übrigens - den Diebstahl der Kette hat die Versicherung in Deutschland dank des Protokolls von der Polizei anstandslos ersetzt. Also, es ist unbedingt zu empfehlen eine entsprechende Auslandsversicherung abzuschließen und die Frauen sollten jeglichen Schmuck, auch die Ohrringe ablegen. Jedenfalls war das der Hinweis der örtlichen Reiseleiter.
Bilder und Text: Hans-Jürgen Schmidt
Bildtexte:
- Bild1: Im Flughafen von Madrid
- Bild 2: Sonnenaufgang in 10.500 m Höhe
- Bild 3: Über den Anden - kurz vor der Landung
- Bild 4: Der Airbus 340-600 der Iberia-Fluggesellschaft auf dem Flugplatz in Santiago
- Bild 5: Das erste Obst des Frühjahrs. In Chile ist es im November Frühling (Südhalbkugel). Die Währung ist der Chilenische Peso. 1 Euro entspricht ca. 670 Pesos, je nach Tageswechselkurs.
- Bild 6: Ein Zeitungskiosk
- Bild 7: Palacio de la Moneda (Regierungspalast)
- Bild 8: Die Wachablösung am Regierungspalast
- Bild 9: Ein Stein gefasster Hinweis zur Redefreiheit
- Bild 10: Ein Liebespaar
- Bild 11: Die Universität
- Bild 12: Der Schlafplatz eines Hundes mitten im Zentrum
- Bild 13: Denkmal zu Ehren von Simon Bolivar auf dem Platz de Armas
- Bild 14. Die Kathedrale am Platz de Armas. Die größte Kirche Chiles
- Bild 15: Denkmal von Salvadore Allende Gossens
- Bild 16: Blick auf die Andenberge bei Santiago
- Bild17: In der Fußgängerzone. Die Jugend dominiert.
- Bild 18: Im Cafe "Minirock"
- Bild 19: Smog über der Stadt Santiago



















