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Selbst aktiv werden?

Mittwoch, 18. Februar 2009, 07:02 Uhr
Vor kurzem warf ein Leser der Nubi-Fraktion des Sondershäuser Stadtrats vor, noch nie greifbare Ergebnisse geliefert zu haben. Kn hat da vielleicht einen Vorschlag für die NUBI, aber nicht nur an sie...

Der Leser Andreas Links hatte am 04.02.2009 der Fraktion der Neuen Bürgerinitiative (NUBI) öffentlich vorgeworfen, nicht genügend greifbare Ergebnisse geliefert zu haben, kn berichtete.

Auf der letzten Sitzung des Eigenbetriebes der Stadt Sondershausen hatte Stadtratmitglied Fred Baum (NUBI) der Stadt vorgeworfen, nicht genügend für die Sauberkeit der Stadt zu tun. Man solle mal ein bis zwei Leute in die Spur schicken, die in der Stadt mal etwas für Ordnung sorgen sollen, damit der Wintermüll besser verschwinde.

Allerdings musste sich Fred Baum sofort sagen lassen, dass je nach Witterungsbedingungen sehr wohl Mitarbeiter des Eigenbetriebes unterwegs sind, um in den Wohngebieten Müll aufzusammeln. Nur sei es dieses Jahr auf grund des Witterungsverlaufes oft nicht möglich gewesen, den Müll auflesen zu können, schließlich gab es viel zu streuen, was nicht nur mit maschineller Technik, sondern auch von Hand erfolgen musste. Wenn es das Wetter zu ließe, so Andreas Schreier, stellv. Werkleiter, seien sehr wohl Mitarbeiter des Eigenbetriebes unterwegs zum Müll sammeln.

Müll in der Stadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Müll in der Stadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Dass das von Andreas Schreier keine leeren Worte waren, konnte kn zufällig beobachten, dass bei endlich mal oberflächlich angetautem Boden, Mitarbeiter den Müll auch auflesen konnten. Wie im Bild zu sehen, war man im Östertal unterwegs beim Aufsammeln, um wenigstens etwas Ordnung zu bekommen.

In einem hatte aber Fred Baum recht: Die Sondershäuser Bürger machen es dem Eigenbetrieb der Stadt nicht leicht, für Sauberkeit zu sorgen. Schlimm sieht es in der Kurt-Linder-Straße von Jecha aus. Hier leisten die Autofahrer ganze Arbeit. Nur einen kleinen Ausschnitt sieht man in der Bildergalerie, was da alles zu finden ist. Wer beim Zählen gar noch die Finger zu Hilfe nehmen muss, hätte beim Zählen der leeren Zigarettenschachteln so seine Probleme. Selbst unter Zuhilfenahme der Zehen, hätte es nicht gereicht. Bei so vielen Bildern hätte man kn vorwerfen können, man mache Werbung für die Zigarettenindustrie. Es ist aber auch zu verlockend, in einer Straße ohne Wohnhäuser, mal schnell Fenster auf und raus den Müll, zu praktizieren.

Vielleicht gehen die Stadträte der NUBI mal mit gutem Beispiel voran und beleben eine Aktion, die in Sondershausen seit 2004 völlig eingeschlafen ist (mangels an Beteiligung), der öffentliche Frühjahrsputz in einem bestimmten Tag. Vielleicht macht man sich mal beim Nachbarn schlau. Was in der Kurstadt Bad Frankenhausen möglich ist, sollte in Sondershausen doch auch zu organisieren sein! Letztes Jahr war der offizielle Frühjahrsputz am 19.April, und dieses Jahr beginnt er am 4. April 2009 um 09:00 Uhr am Markt von Bad Frankenhausen. Wobei in Bad Frankenhausen an diesem Tag nicht nur Müll gesammelt wird, sondern in öffentlichen Anlagen wird auch die Hacke geschwungen, um auch Rabatten gezielt und schnell auf „Vordermann“ zu bringen. Ganz besonders aktiv war dabei der Kinder- und Jugendbeirat von Bad Frankenhausen, der sich dabei gezielt um Spielplätze gekümmert hatte.

Müll in der Stadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Müll in der Stadt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Vielleicht bringt es die NUBI fertig, die Sondershäuser mal wieder zu so einem sinnvollen Aktionstag anzuregen. Zeit dafür steht noch genug bis zum Frühjahrsanfang zur Verfügung. Genau wie die Papprolle im Bild oben nicht allein in das Hasenholz geflogen war, so wird sie sicher auch nicht von allein wieder wegfliegen.
Karl-Heinz Herrmann

Autor: khh

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