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Kaum Auswirkungen in Reihenfolge

Freitag, 20. Februar 2009, 15:34 Uhr
Im Jahr 2008 war in der Thüringer Industrie von einer Krise kaum etwas zu spüren. Wir haben für Sie die wichtigsten Zahlen zusammengefaßt. In einer Kennziffer ist der Kyffhäuserkreis ganz vorn und der Landkreis Nordhausen ganz unten...


Die Finanz- und Wirtschaftskrise veränderte nach Informationen des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2008 die Reihenfolge der umsatzstärksten Kreise nur unwesentlich. Umsatzspitzenreiter blieb der Wartburgkreis vor dem Landkreis Gotha, der die Stadt Eisenach überflügelte. Die höchste Exportquote erreichte der Landkreis Sömmerda. Die meisten Beschäftigten gab es im Wartburgkreis. Bei der Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) löste der Landkreis Sömmerda die Stadt Eisenach an der Spitze ab.

Acht Kreise mit einem Umsatz über je 1,5 Milliarden Euro erreichten 61,5 Prozent des Industrieumsatzes Thüringens: Der Wartburgkreis (2,38 Milliarden Euro), als knapper Umsatzspitzenreiter, der Landkreis Gotha (2,34 Milliarden Euro), der die Stadt Eisenach (2,13 Milliarden Euro) überflügelte, der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (1,91 Milliarden Euro), der Landkreis Sömmerda (1,71 Milliarden Euro), der Saale-Orla-Kreis (1,66 Milliarden Euro), der Ilm-Kreis (1,61 Milliarden Euro) und der Landkreis Schmalkalden-Meiningen (1,53 Milliarden Euro). Vergleichsweise niedrige Umsätze erzielten die Betriebe der Stadt Weimar (223 Millionen Euro), der Stadt Suhl (277 Millionen Euro) und der Stadt Gera (307 Millionen Euro).

Der Anteil des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt (Exportquote) betrug 2008 im Landesdurchschnitt 32,7 Prozent und verringerte sich zum Vorjahr (33,7 Prozent). Hohe Exportquoten erreichten der Landkreis Sömmerda sowie die Stadt Eisenach, deren Werte aus statistischen Geheimhaltungsgründen (Dominanzregel) nicht veröffentlicht werden dürfen.

Es folgten der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit 44,6 Prozent, die Stadt Jena mit 40,0 Prozent, der Kyffhäuserkreis mit 36,6 Prozent, der Landkreis Gotha mit 35,9 Prozent und der Saale-Orla-Kreis mit 35,0 Prozent. Kleinere Anteile des Auslandsumsatzes am Umsatz insgesamt wurden im Landkreis Altenburger Land mit 15,0 Prozent, im Landkreis Nordhausen mit 15,7 Prozent und in der Stadt Suhl mit 18,5 Prozent ermittelt.

Im Monatsdurchschnitt des Jahres 2008 waren in den Thüringer Industriebetrieben 131.000 Personen tätig, 6 607 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Ein hoher Beschäftigtenzuwachs wurde im Ilm-Kreis mit einem Anstieg von 1 007 Personen, im Landkreis Nordhausen (+ 773 Personen), in der Stadt Jena (+ 740 Personen), im Landkreis Gotha (+ 572 Personen) und im Landkreis Altenburger Land (+ 501 Personen) ermittelt.

Einen Rückgang der Beschäftigtenzahl wiesen die Stadt Eisenach (- 41 Personen), die Stadt Weimar (- 25 Personen), der Landkreis Weimarer Land (- 2 Personen) und der Landkreis Hildburghausen (- 1 Person) aus.

Die Produktivität (Umsatz je Beschäftigten) lag in Thüringen im Jahr 2008 bei 207.000 Euro und verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent. Die höchsten Umsätze je Beschäftigten wurden für die nachstehenden Kreise errechnet: Landkreis Sömmerda (385.000 Euro), Stadt Eisenach (370.000 Euro), Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (260.000 Euro), Stadt Erfurt (227.000 Euro) und Landkreis Gotha (220.000 Euro). Die geringsten Umsätze je Beschäftigten wurden für die Stadt Gera (123.000 Euro) ausgewiesen.
Autor: nnz/kn

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