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Schweinerei ohne Ende

Dienstag, 03. März 2009, 07:01 Uhr
Unter dieser Überschrift beschäftigt sich die Stellungnahme von Rainer Scheerschmidt, Landesvorsitzender des Volksinteressenbund Thüringen (VIBT) mit den Vorgängen um einige neue Schweinemastanlagen im Kyffhäuserkreis...


Schweinerei ohne Ende, so möchte man meinen, schaut man sich die Meldungen der letzten Tage an. Immer mehr und mehr Stückzahlen von Schweinen sollen im Kyffhäuserkreis aufgezogen und gemästet werden.
Warum gerade hier?
Erst Immenrode, jetzt Oldisleben. Während alle anderen Standorte in den anderen Bundesländern sich aktiv und erfolgreich gegen eine große Schweinemastanlage wehren, ist man in Thüringen, insbesondere von staatlichen Stellen sehr zauderhaft, bzw. man freut sich über jede neu entstehende Schweinemastanlage.

Warum muss die Anzahl der gehaltenen Schweine unbedingt bald die Anzahl der Einwohner des Kyffhäuserkreis überschreiten?
Geschätzt beträgt die Anzahl der vorhandenen und geplanten Schweinemasttiere im Kyffhäuserkreis fast 80 % der Bevölkerungszahl.
Es ist eine Zumutung für die Bewohner der betroffenen Gegenden, ihnen die von solchen Anlagen ausgehenden Belastungen bezüglich Geruch, Gülleausbringung, zusätzlichen Fahrzeugverkehr, Vernichtung oder zu mindest nachhaltige Beeinträchtigung der Natur Einschränkung des Wohnumfeldes und auf alle Fälle Beeinträchtigung auch des Grundwassers aufzuerlegen.

Wenn man dann auf zu erwartende Steuern verweist, sollte man sich wirklich die Frage stellen, Steuern oder Bürger?
Jeder der es sich leisten kann, wird mit den Füßen gegen die Mastanlage abstimmen. Er verlässt seine angestammte Heimat.
Es ist noch nicht zu spät, alle die sich gegen diese Anlage auflehnen wollen, seien aufgerufen, nutzen Sie die wenige verbleibende Zeit, machen Sie Ihre Einwendungen gegenüber dem Landesverwaltungsamt geltend. Unterstützen Sie die Bürgerinitiative in ihren Zielen.

Der Landesvorstand des Volksinteressenbund Thüringen unterstützt vollinhaltlich die Forderungen der Bürgerinitiative, und wird diese tatkräftig unterstützen. Wir werden in einem Brief an den Präsidenten des Landesverwaltungsamtes, Herrn Stephan, fordern, dass die Meinung der betroffenen Bevölkerung gehört und akzeptiert wird.

Rainer Scheerschmidt
Landesvorsitzender
des Volksinteressenbund Thüringen
(VIBT)
Autor: khh

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