Auf diese Helfer ist Verlass
Freitag, 13. März 2009, 07:03 Uhr
Berkaer Feuerwehrleute zogen Bilanz über Einsatzgeschehen 2008. Ein Bericht von Günter Herting vom Kreisfeuerwehrverband. Auch hier Thema: Die GEMA- und GEZ-Gebühren...
99 % der Befragten kennen die Feuerwehr, 97 % erwarten Hilfe bei Gefahr von der Feuerwehr. Erschreckend ist jedoch die letzte Umfrage in einem Internetportal. Nur 23,9 % der Befragten könnten sich vorstellen in der Feuerwehr mitzuarbeiten, 32,8 % lehnen es ab, der Rest ist nicht interessiert oder in anderen Vereinen organisiert. Eine Ermittlung des Senders MDR ergab, dass die Feuerwehr viel zu wenig Atemschutzgeräteträger hat, um im Ernstfall Rettungsarbeiten durchzuführen.
Wenn der Staat die Leistungen der Freiwilligen Feuer bezahlen müsste, würden pro Einwohner 675 € aufzubringen sein, so eine Ermittlung für das Jahr 2007. Aber wen interessiert das schon? Weder GEMA noch GEZ und weitere staatliche Stellen erkennen diese Leistungen an und bestehen auf den gesetzlich festgelegten Gebühren.
So dürfen Kameraden, die gerade eine schwerverletzte Person aus einem Autowrack befreit haben, sich anschließend nicht mal mit etwas Unterhaltung von Radio oder Fernsehen entspannen. Auch eine Ausbildung mit vorgegebenem Schulungsmaterial auf DVD oder Videobändern ist nur möglich, wenn aus dem Fernsehgerät das Empfangsteil ausgebaut ist. Allein für die Stadtteilfeuerwehren von Sondershausen würden pro Jahr 3 020,64 € Gebühren für die GEZ anfallen. Auch für eine musikalische Unterhaltung in geschlossener Gesellschaft der Feuerwehr verlangt die GEMA die Gebühren. Diese und weitere Anforderungen über die Verwendung von Zuwendungen für erbrachte Leistungen und Spenden verärgern die Kameraden und gefährden den Bestand der Freiwilligen Feuerwehren.
Diese vorangestellten Probleme kamen auch zur Jahreshauptversammlung der Feuerwehr in Berka zu Sprache. Am letzten Samstag hatte die Wehr- und Vereinsleitung der Freiwilligen Feuerwehr Berka zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Wehrführer Horst Appenrodt, der schon 31 Jahre das Geschick der Feuerwehr in seinen Händen hält, konnte eine positive Bilanz über das Ausbildungs- und Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres ziehen. 51 Ausbildungsabende, die Einsatzübungen und die traditionelle jährliche Großübung mit anderen Wehren sind die Basis für einen erfolgreichen Einsatz im Ernstfall.
Die Kameraden wurden im Jahr 2008 zu 17 Einsätzen bei Bränden, Verkehrsunfällen und anderen Hilfeleistungen gerufen. So befreiten sie auch 4 schwerverletzte Personen aus Autowracks. Aber auch überörtlich ist die Truppe mit der größten Löschwasserreserve im Kyffhäuserkreis und einem hohen Anteil von Atemschutzgeräteträgern gefragt.
Neben den professionellen Hilfeleistungen sind die Kameraden auch aus dem traditionellen Ortsgeschehen, wie Vereinsfesten oder Volkstrauertag usw. nicht wegzudenken.
Auch die Verbindungen zu der Partnerwehr aus Berka an der Ruhme (NS) und zur Bundeswehr werden schon seit Jahren gepflegt.
Ein Problem zeichnet sich jedoch auch in Berka ab. Der Nachwuchs - mit zurzeit sechs Floriansjüngern - ist nicht ausreichend, um den Fortbestand der Wehr zu garantieren.
Die Dankesworte für die erbrachten Leistungen überbrachten der Stadtbürgermeister, Joachim Kreyer, der Ortsbürgermeister, Dieter Hotze, die Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes, Günter Herting und Dirk Hempel, sowie Vertreter der Partnerwehr aus Berka an der Ruhme.
Günter Herting
Fotos: bei Übungen.
Autor: khh99 % der Befragten kennen die Feuerwehr, 97 % erwarten Hilfe bei Gefahr von der Feuerwehr. Erschreckend ist jedoch die letzte Umfrage in einem Internetportal. Nur 23,9 % der Befragten könnten sich vorstellen in der Feuerwehr mitzuarbeiten, 32,8 % lehnen es ab, der Rest ist nicht interessiert oder in anderen Vereinen organisiert. Eine Ermittlung des Senders MDR ergab, dass die Feuerwehr viel zu wenig Atemschutzgeräteträger hat, um im Ernstfall Rettungsarbeiten durchzuführen.
Wenn der Staat die Leistungen der Freiwilligen Feuer bezahlen müsste, würden pro Einwohner 675 € aufzubringen sein, so eine Ermittlung für das Jahr 2007. Aber wen interessiert das schon? Weder GEMA noch GEZ und weitere staatliche Stellen erkennen diese Leistungen an und bestehen auf den gesetzlich festgelegten Gebühren.
So dürfen Kameraden, die gerade eine schwerverletzte Person aus einem Autowrack befreit haben, sich anschließend nicht mal mit etwas Unterhaltung von Radio oder Fernsehen entspannen. Auch eine Ausbildung mit vorgegebenem Schulungsmaterial auf DVD oder Videobändern ist nur möglich, wenn aus dem Fernsehgerät das Empfangsteil ausgebaut ist. Allein für die Stadtteilfeuerwehren von Sondershausen würden pro Jahr 3 020,64 € Gebühren für die GEZ anfallen. Auch für eine musikalische Unterhaltung in geschlossener Gesellschaft der Feuerwehr verlangt die GEMA die Gebühren. Diese und weitere Anforderungen über die Verwendung von Zuwendungen für erbrachte Leistungen und Spenden verärgern die Kameraden und gefährden den Bestand der Freiwilligen Feuerwehren.
Diese vorangestellten Probleme kamen auch zur Jahreshauptversammlung der Feuerwehr in Berka zu Sprache. Am letzten Samstag hatte die Wehr- und Vereinsleitung der Freiwilligen Feuerwehr Berka zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Wehrführer Horst Appenrodt, der schon 31 Jahre das Geschick der Feuerwehr in seinen Händen hält, konnte eine positive Bilanz über das Ausbildungs- und Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres ziehen. 51 Ausbildungsabende, die Einsatzübungen und die traditionelle jährliche Großübung mit anderen Wehren sind die Basis für einen erfolgreichen Einsatz im Ernstfall.
Die Kameraden wurden im Jahr 2008 zu 17 Einsätzen bei Bränden, Verkehrsunfällen und anderen Hilfeleistungen gerufen. So befreiten sie auch 4 schwerverletzte Personen aus Autowracks. Aber auch überörtlich ist die Truppe mit der größten Löschwasserreserve im Kyffhäuserkreis und einem hohen Anteil von Atemschutzgeräteträgern gefragt.
Neben den professionellen Hilfeleistungen sind die Kameraden auch aus dem traditionellen Ortsgeschehen, wie Vereinsfesten oder Volkstrauertag usw. nicht wegzudenken.
Auch die Verbindungen zu der Partnerwehr aus Berka an der Ruhme (NS) und zur Bundeswehr werden schon seit Jahren gepflegt.
Ein Problem zeichnet sich jedoch auch in Berka ab. Der Nachwuchs - mit zurzeit sechs Floriansjüngern - ist nicht ausreichend, um den Fortbestand der Wehr zu garantieren.
Die Dankesworte für die erbrachten Leistungen überbrachten der Stadtbürgermeister, Joachim Kreyer, der Ortsbürgermeister, Dieter Hotze, die Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes, Günter Herting und Dirk Hempel, sowie Vertreter der Partnerwehr aus Berka an der Ruhme.
Günter Herting
Fotos: bei Übungen.


