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Arbeitstreffen mit Gewerkschaftern

Mittwoch, 18. März 2009, 07:02 Uhr
In der vergangenen Woche trafen sich die Gewerkschafter Steffen Lemme, Joachim Schwiderke und Andreas Wieninger zu einem Arbeitsespräch in die Geschäftstelle des SPD-Kreisverbandes Nordhausen....


Im Zentrum des Gesprächs stand die Frage warum Gewerkschafter, trotz des Risses im Verhältnis zwischen DGB und SPD infolge der Agenda 2010 unter Gerhard Schröder, für die SPD Mandate für Bundestag bzw. Landtag anstreben.

Steffen Lemme, Joachim Schwiderke und Andreas Wieninger  (Foto: SPD) Steffen Lemme, Joachim Schwiderke und Andreas Wieninger (Foto: SPD)

Nach Ansicht des Bundestagskandidaten Steffen Lemme, der "so nebenbei" auch noch Thüringens DGB-Chef ist, können Gewerkschaftspositionen nur über Parteien in die Politik transportiert und umgesetzt werden. Aus seiner Sicht liegt es daher nahe, sich in der traditionellen Arbeiterpartei SPD für gewerkschaftliche Ziele zu engagieren. Dazu zählen unter anderem die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns, damit die Menschen von ihrer Hände Arbeit auch ihren Lebensunterhalt bestreiten können und nicht mehr gezwungen sind ihre Heimat zu verlassen.

Damit verbunden muss es in Thüringen ein Tariftreue- sowie ein Vergabetreugesetz geben, die sicherstellen, dass bei Auftragsvergaben auch die sozialen Standards der Bewerber berücksichtigt werden. Darüber hinaus setzt sich Lemme für eine solidarische Bürgerversicherung ein. Eine weitere wichtige Schnittmenge zwischen Gewerkschaften und Sozialdemokraten ist das Thema Bildung. Beide Organisationen stehen für längeres gemeinsames Lernen, um der Abhängigkeit des Bildungsabschlusses von der sozialen Herkunft entgegenzuwirken. Lemme fordert außerdem ein Bildungsfreistellungsgesetz, dass es Arbeitnehmern ermöglicht auch während ihrer regulären Arbeitszeit an Weiterbildungen teilzunehmen, die letztlich auch den Unternehmen zu gute kommen.

Da ihm die Strukturschwäche seines Wahlkreises (Lemme kandidiert für die SPD im Kyffhäuserkreis für den Bundestag) bewusst ist führte Steffen Lemme unter anderem bereits Gespräche mit den Geschäftsleitungen der K+S AG Kassel und der Kali-Umwelttechnik GmbH Sondershausen bezüglich der Arbeitsplätze bringenden Wiederbelebung des Kalistandortes Roßleben. Abschließend mahnten die Gewerkschafter eine dringend notwendige Wertediskussion in unserem Land an. Den Marktradikalismus gilt es aus ihrer Sicht zu bekämpfen und die Teilhabe einer breiten Masse der Bevölkerung zu fördern.
Autor: nnz/kn

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