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Stammtisch zum Nahverkehr

Dienstag, 17. März 2009, 16:04 Uhr
Nun schon zur 6. Sitzung des Stammtischs Nahverkehr werden sich morgen Verkehrsexperten zum Thema "Entwicklung und Einführung eines ÖPNV- und Mobilitätskonzepts für die Region Südharz-Kyffhäuser" - Auftakt zur zweiten Projektphase - in Kelbra treffen...


Die aus den beiden Landkreisen Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt) und Kyffhäuserkreis (Thüringen) bestehende Region Südharz-Kyffhäuser wurde für das Modellvorhaben "Demografischer Wandel - Zukunftsgestaltung der Daseinsvorsorge in ländlichen Regionen" ausgewählt, da sie besonders stark von Abwanderung und Geburtenrückgang betroffen ist.

Im Rahmen des Modellvorhabens wird auch ein speziell auf die Region zugeschnittenes ÖPNV-und Mobilitätskonzept entwickelt. Nach Abschluss der ersten Projektphase, in der ein Rahmenkonzept Mobilität für die Modellregion Südharz-Kyffhäuser erarbeitet und der "Stammtisch Nahverkehr" als Arbeits-, Diskussions- und Entscheidungsgremium etabliert wurde, startet das Projekt nun in seine umsetzungsorientierte zweite Projektphase in einer Pilotregion.

Mit dem Rahmenkonzept "Mobilität" wurden durch das Projektteam aus PTV AG und VBB GmbH gemeinsam mit den regionalen Akteuren folgende sieben Regionen mit Handlungsbedarf im Hinblick auf das öffentliche Mobilitätsangebot identifiziert .
  • Ebeleben
  • Greußen
  • Hainleite-Kyffhäuser
  • Kyffhäuser-Südharz
  • Schmücke
  • Mansfeld (Ost)
  • Mansfelder Bergland
Aus diesen Regionen wählte der Stammtisch Nahverkehr die Region "Hainleite-Kyffhäuser" (mit den Gemeinden Günserode, Seega, Göllingen, Hachelbich, Rottleben, Bendeleben und Steinthaleben im Kyffhäuserkreis sowie den Gemeinden Kelbra und Tilleda im Kreis Mansfeld-Südharz) als Pilotregion aus. Die Auswahl der Region wurde anhand einiger Kriterien, die beim 4. Treffen des Stammtischs Nahverkehr im Januar festgelegt wurden, getroffen.

Ein wesentliches Argument für die Region ist der grenzüberschreitende Zuschnitt des Gebietes und die dort vorhandenen touristischen Potenziale. Auch die in vielen Ortsteilen mangelhafte Grundversorgung war ein wichtiges Entscheidungskriterium.

Für das Gebiet wird nun zunächst ein detailliertes Planungs-, Organisations- und Marketingkonzept für öffentlich zugängliche Mobilitätsangebote erarbeitet. Dazu werden auch die Bewohner und Gäste der betroffenen Gemeinden nach ihren Mobilitätsbedürfnissen befragt werden. Ziel ist es, ein an die besonderen Bedürfnisse der Region angepasstes und wirtschaftlich tragfähiges Mobilitätsangebot zu schaffen.

Denkbar ist dabei z.B. ein Mix aus klassischem Linienverkehr und flexiblen ÖPNV-Angeboten (Bus fährt nur auf Anruf / bei Bedarf). Aber auch weitergehende Ideen, wie die Organisation privater Mitnahmemöglichkeiten und die Einrichtung eines Bürgerladens, in dem Funktionen der Nahversorgung und Mobilitätsdienstleistungen zusammengebracht werden, stellen mögliche Optionen dar.

Die entwickelten Konzepte sollen noch im Rahmen des Projektes "Entwicklung und Einführung eines ÖPNV- und Mobilitätskonzeptes für die Region Südharz-Kyffhäuser" umgesetzt werden.

Die umgesetzten Ergebnisse in der Pilotregion dienen anderen Städten und Gemeinden in beiden Landkreisen als Beispiel, ähnliches zu versuchen, sozusagen im Schneeballeffekt. Das BMVBS und auch beide Landkreise erhoffen sich eine Impulswirkung für die ganze Region, um auch zukünftig mit den gleichen finanziellen Mitteln wie bisher öffentliche Mobilität anbieten zu können.
Autor: khh

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