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Kläranlagen zu besichtigen

Freitag, 20. März 2009, 11:02 Uhr
Zum Welttag des Wassers sind wieder verschiedene Aktionen geplant. So können auch die Kläranlagen in Roßleben und Bad Frankenhausen besichtigt werden...

Viele Aufgabenträger der Trinkwasserversorgung/Abwasserbehandlung und Umweltbehörden sind dem Aufruf des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) gefolgt und werden aus Anlass des Weltwassertages in diesem Jahr wieder Informationsveranstaltungen, Ausstellungen und Besichtigungen durchführen, so auch Kyffhäuser Abwasser- und Trinkwasserverband Artern.

Besichtigt werden können am Sonntag, dem 22. März, zwischen 09:00 und 12:00 Uhr die Kläranlagen in Roßleben (Wendelsteinersteraße) und Bad Frankenhausen (Seehäuserstraße). In dieser Zeit werden kompetente Mitarbeiter den Besucher nicht nur die Anlagen zeigen, sondern natürlich auch Fragen beantworten. Zum Hintergrund des Weltwassertages heißt es in einer Pressemittlung aus dem TMLNU:

Im Jahr 1992 wurde von den Vereinten Nationen beschlossen, den 22. März jährlich als Weltwassertag zu würdigen. Der Weltwassertag 2009 wurde unter das Motto "Grenzüberschreitende Gewässer - Wasser ohne Grenzen" gestellt. Dieses Motto wurde gewählt, um weltweit darauf aufmerksam zu machen, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Schutz der Wasserressourcen und der Gewässer immer dringlicher wird angesichts der in vielen Teilen der Erde durch Dürren, Übernutzung und Verunreinigung zunehmenden Wasserknappheit und der damit verbundenen Gefahr von Auseinandersetzungen um die Ressource Wasser.

Deutschland ist ein Land, für das die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gewässerschutz in den letzten Jahrzehnten zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist, sei es auf lokaler Ebene bei der grenzüberschreitenden Abstimmung von Projekten mit unseren Nachbarländern oder in internationalen Flusskommissionen für Elbe, Rhein, Donau, Oder und Maas.

Der Tag des Wassers 2009 fällt unmittelbar in den Zeitraum der Anhörung der Öffentlichkeit zu den Entwürfen der Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Diese Phase begann am 22. Dezember 2008. "In den Planungen und Programmen werden für den Zeitraum 2010 bis 2015 konkrete Ziele und umfangreiche Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Oberflächengewässer und des Grundwassers benannt. Bis zum 22. Juni 2009 können interessierte Verbände, Organisationen, Unternehmen und Bürger die Entwürfe einsehen und Stellungnahmen dazu abgeben", erklärte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar (CDU). Der Freistaat Thüringen hat Anteile an den Flussgebieten Elbe, Weser, Rhein.

Wasser ist für die Menschen das wertvollste Gut. "Nur wo die Trinkwasserversorgung sowie die Abwasserbehandlung sicher und dauerhaft funktionieren, kann sich ein fortschrittliches Gemeinwohl entwickeln", betonte der Minister.

Eine gut funktionierende Wasserwirtschaft ist im Freistaat Thüringen als eine Selbstverständlichkeit anzusehen. Das Interesse, zu erfahren, wie die Trinkwasserversorgung, die Abwasseraufbereitung oder der Hochwasserschutz im Einzelnen organisiert sind und funktionieren, ist dagegen eher gering.

Aber nicht nur der Umgang mit leitungsgebundenem Trinkwasser, auch der Umgang mit den Oberflächengewässern und dem Grundwasser muss tiefer in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht werden. Flüsse, Seen und Meere sind stets Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Um den Schutz von Wasser und Gewässern stärker in das Bewusstsein unserer Bevölkerung zu rücken, hatte Minister Dr. Sklenar die Aufgabenträger der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung sowie die Umweltbehörden aufgefordert, Eigeninitiative zu ergreifen, um die Öffentlichkeit gezielt zu unterrichten.
Autor: khh

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