"Mehr in die Tüte"
Samstag, 21. März 2009, 09:00 Uhr
Der Informationsstand der SPD-Frauen in Sondershausen am 20.3.2009 in der Fußgängerzone im Rahmen des deutschlandweit veranstalteten "equal pay day", dem Tag für Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern, war ein voller Erfolg, so die SPD-Frauen gegenüber kn Neu mit Pressemeldung der Landesgleichstellungesbeauftragten....
eequal pay day (Foto: SPD Sondershausen)
Die roten Stoff-Einkaufstaschen, welche die SPD-Frauen (rechts im Bild Dorothea Marx, die für den Thüringer Landtag kandidiert) zusammen mit Material zum Thema verteilten, fanden reißenden Absatz. Bereits um 10.40 Uhr waren alle 100 Taschen "an die Frau" gebracht. Auch Männer interessierten sich für die überfällige Überwindung des Lohngefälles zwischen Frauen und Männern, das in Deutschland für gleichwertige Arbeit durchschnittlich 22 % beträgt.
Dass der weiblichen Karriereleiter endlich auch nicht mehr die oberen Stufen fehlen, wie auf einer verteilten Postkarte bildlich dargestellt wurde, war ein weiteres Anliegen, für das die SPD-Frauen ebenfalls Zustimmung ernteten.
Equal Pay Day - Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
Unter dieser Überschrift gab es folgende Pressemitteilung der Gleichstellungsbeauftragten der Landesregierung:
Bis zum 20. März müssen Frauen zusätzlich im Jahr arbeiten, um mit dem Gehalt ihrer männlichen Kollegen gleichzuziehen Anlässlich des Equal Pay Day am 20. März unterstützt die Thüringer Gleichstellungsbeauftragte, Johanna Arenhövel, die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit und erklärt: In Deutschland gibt es derzeit die am besten ausgebildete Frauengeneration aller Zeiten. Diese Tatsache schlägt sich aber immer noch nicht im Einkommen der Frauen nieder. Hier besteht nach wie vor dringender Handlungs-bedarf! Mit einem Unterschied von rund 24 Prozent liegt Deutschland europaweit auf dem viertletzten Platz. In den neuen Ländern fällt der Lohnunterschied mit 6 Prozent zwar deutlich geringer aus, jedoch befindet sich das Lohnniveau auch auf einem entsprechend niedrigem Stand.
Die Ursachen für die Lohnunterschiede liegen vor allem in vier Tatsachen begründet: Junge Frauen entscheiden sich im Rahmen der Berufwahl überwiegend für weiblich geprägte Dienstleistungsberufe. Familienbedingt unterbrechen mehr Frauen als Männer ihre berufliche Tätigkeit. Immer noch ist die Zahl von Frauen in Führungspositionen äußerst niedrig und die geringe Tarifbindung von Unternehmen tut ihr übriges. Diese Merkmale bestimmen im Wesentlichen das geringe Einkommen von Frauen. Aus diesem Grund betont Arenhövel: Um die Situation nachhaltig zu verbessern, brauchen wir in Thüringen noch mehr innovative und damit zukunftsfähige Arbeitsplätze. Zudem fordere ich alle jungen Mädchen und Frauen dazu auf, mit einer selbstbewussten und gezielten Berufswahl die eigene Zukunft erfolgreich zu gestalten. Aber auch Wirtschaft, Gewerkschaften, der Öffentliche Dienst und andere Institutionen sind dazu aufgerufen, die Lohn und Gehaltsstrukturen einer geschlechterkritischen Prüfung zu unterziehen und gerecht Strukturen zu schaffen.
Weiter ergänzt die Gleichstellungsbeauftragte: Eine Stärkung der Tarifautonomie, eine geschlechtersensible Berufsberatung und eine Ausweitung der Vätermonate bis hin zu einer wirklich partnerschaftlichen Aufteilung von familiären Pflichten ist dringend erforderlich!
Der Equal Pay Day geht auf eine Initiative amerikanischer Frauen zurück, die sich für eine bessere Bezahlung von Frauen eingesetzt haben und die dieses Anliegen erfolgreich nach Europa transportieren konnten. Er markiert jenes Datum, das erforderlich ist, um die Lücke zu den Löhnen der Männer eines Jahres aufzufüllen.
Autor: khh
eequal pay day (Foto: SPD Sondershausen)
Die roten Stoff-Einkaufstaschen, welche die SPD-Frauen (rechts im Bild Dorothea Marx, die für den Thüringer Landtag kandidiert) zusammen mit Material zum Thema verteilten, fanden reißenden Absatz. Bereits um 10.40 Uhr waren alle 100 Taschen "an die Frau" gebracht. Auch Männer interessierten sich für die überfällige Überwindung des Lohngefälles zwischen Frauen und Männern, das in Deutschland für gleichwertige Arbeit durchschnittlich 22 % beträgt. Dass der weiblichen Karriereleiter endlich auch nicht mehr die oberen Stufen fehlen, wie auf einer verteilten Postkarte bildlich dargestellt wurde, war ein weiteres Anliegen, für das die SPD-Frauen ebenfalls Zustimmung ernteten.
Equal Pay Day - Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
Unter dieser Überschrift gab es folgende Pressemitteilung der Gleichstellungsbeauftragten der Landesregierung:
Bis zum 20. März müssen Frauen zusätzlich im Jahr arbeiten, um mit dem Gehalt ihrer männlichen Kollegen gleichzuziehen Anlässlich des Equal Pay Day am 20. März unterstützt die Thüringer Gleichstellungsbeauftragte, Johanna Arenhövel, die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit und erklärt: In Deutschland gibt es derzeit die am besten ausgebildete Frauengeneration aller Zeiten. Diese Tatsache schlägt sich aber immer noch nicht im Einkommen der Frauen nieder. Hier besteht nach wie vor dringender Handlungs-bedarf! Mit einem Unterschied von rund 24 Prozent liegt Deutschland europaweit auf dem viertletzten Platz. In den neuen Ländern fällt der Lohnunterschied mit 6 Prozent zwar deutlich geringer aus, jedoch befindet sich das Lohnniveau auch auf einem entsprechend niedrigem Stand.
Die Ursachen für die Lohnunterschiede liegen vor allem in vier Tatsachen begründet: Junge Frauen entscheiden sich im Rahmen der Berufwahl überwiegend für weiblich geprägte Dienstleistungsberufe. Familienbedingt unterbrechen mehr Frauen als Männer ihre berufliche Tätigkeit. Immer noch ist die Zahl von Frauen in Führungspositionen äußerst niedrig und die geringe Tarifbindung von Unternehmen tut ihr übriges. Diese Merkmale bestimmen im Wesentlichen das geringe Einkommen von Frauen. Aus diesem Grund betont Arenhövel: Um die Situation nachhaltig zu verbessern, brauchen wir in Thüringen noch mehr innovative und damit zukunftsfähige Arbeitsplätze. Zudem fordere ich alle jungen Mädchen und Frauen dazu auf, mit einer selbstbewussten und gezielten Berufswahl die eigene Zukunft erfolgreich zu gestalten. Aber auch Wirtschaft, Gewerkschaften, der Öffentliche Dienst und andere Institutionen sind dazu aufgerufen, die Lohn und Gehaltsstrukturen einer geschlechterkritischen Prüfung zu unterziehen und gerecht Strukturen zu schaffen.
Weiter ergänzt die Gleichstellungsbeauftragte: Eine Stärkung der Tarifautonomie, eine geschlechtersensible Berufsberatung und eine Ausweitung der Vätermonate bis hin zu einer wirklich partnerschaftlichen Aufteilung von familiären Pflichten ist dringend erforderlich!
Der Equal Pay Day geht auf eine Initiative amerikanischer Frauen zurück, die sich für eine bessere Bezahlung von Frauen eingesetzt haben und die dieses Anliegen erfolgreich nach Europa transportieren konnten. Er markiert jenes Datum, das erforderlich ist, um die Lücke zu den Löhnen der Männer eines Jahres aufzufüllen.
