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Abschied von zweistelligen Wachstumsraten

Montag, 23. März 2009, 14:33 Uhr
Laut statistischem Landesamt erzielten die Unternehmen des Freistaats beim Export im Jahr 2008 nur noch ein mageres Umsatzplus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und verkauften Waren im Wert von 11,1 Milliarden Euro ins Ausland. Verantwortlich für dieses schwache Ergebnis war vor allem der Nachfragerückgang von Personenkraftwagen.



„Die Aussichten bleiben wegen der weltweiten Wirtschaftskrise recht düster. Auch für die kommenden Monate befürchten die Unternehmer ein kräftiges Umsatzminus“, kommentiert Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die aktuellen Zahlen.

Eine Erholung sei noch nicht absehbar. Im Gegenteil, in den kommenden Monaten könne es noch weiter nach unten gehen. Vor allem die sinkende Nachfrage nach den beiden Thüringer Exportschlagern, wie Fahrzeugen und Maschinen, dürften die Ausfuhren erheblich schrumpfen lassen. In der jüngsten IHK-Konjunkturumfrage rechne ein Drittel der Unternehmer für 2009 mit einem stark abnehmenden Auslandsgeschäft.

Es sei zu befürchten, dass allein die Exporte nach Russland - dem bislang am schnellsten wachsenden Auslandsmarkt - um ein Fünftel einbrechen. „Die sinkenden Rohstoffeinnahmen Russlands zeigen jetzt erste Wirkung. Bereits im vierten Quartal 2008 brachen die Exporte im Vorjahresvergleich um 18 Prozent ein“, so Grusser.

Insgesamt erwartet der IHK-Chef ein schwaches Jahr. Der Rückgang des Welthandels sei drastischer ausgefallen, als bisher prognostiziert. Die Wucht und Geschwindigkeit der globalen Turbulenzen glichen einem Tsunami, bringt es Grusser auf den Punkt.
Autor: nnz/kn

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