Zum Thema Fuchsbandwurm
Montag, 30. März 2009, 16:46 Uhr
In einer gemeinsame Pressemitteilung des Gesundheitsamtes und des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Kyffhäuserkreises zum Thema Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) des Kyffhäuserkreises wird vor dem nicht ungefährlichen Fuchsbandwurm gewarnt...
Das Wirtsspektrum des Fuchsbandwurmes (Echinococcus multilocularis) umfasst vor allem Füchse und Wölfe, wobei auch Haushunde und Katzen betroffen sein können. Im Laufe seiner Entwicklung durchläuft der Parasit einen 2-Wirte-Zyklus, in dem ihm Mäuse, Ratten, Bisamratten und Hamster als Zwischenwirte dienen. In diesen Zyklus kann jedoch auch der Mensch als Fehlzwischenwirt eingeschaltet sein.
Die Träger des Parasiten durchwandern oft einen großen Aktionsradius, was die Ausstreuung der Bandwurmeier über weite Areale zur Folge hat (Vögel, Fliegen, Ameisen u.a. kommen ebenfalls als Transportwirte in Frage).
Der überwiegende Teil der Eier verbleibt im Kot, ein kleinerer Teil gelangt durch vorherige Ausscheidung über Nahrungspflanzen in geeignete Zwischenwirte. Die Weiterentwicklung der Eier in der Außenwelt hängt weitestgehend vom umgebenden Mikroklima ab, wobei Temperaturerhöhungen ihre Überlebenschancen stärker mindern als Temperatursenkungen.
Der Ablauf des Lebenszyklus´ des Fuchsbandwurmes erfolgt vorrangig in freier Wildbahn zwischen Rotfuchs und Nagetieren (meist Feldmäuse). Eine Infektion des Menschen ist z.B. die Folge vom Umgang mit beschmutzten Fuchsbälgen (Fell) und mit durch Losung (Kot) infizierter Füchse kontaminierter Lebensmittel (Beeren).
Beim Endwirt (Fleischfresser) äußert sich ein Fuchsbandwurmbefall in der Regel in einem unauffälligen, den Darmkanal betreffenden Krankheitsbild. Hierbei sind Koliken, Appetitlosigkeit, Überempfindlichkeit, Unruhe und Durchfall zu beobachten.
Beim mit Larven befallenen Zwischenwirt treten unterschiedliche Schäden, in Abhängigkeit von der Befallsintensität und Größe der Finnen auf. Im Gegensatz zum Endwirt ist der Parasit hier zum überwiegenden Teil in Leber und Lunge lokalisiert.
Durch Bildung halbkugelförmiger, aus dem Organgewebe hervorragender Blasen, kommt es zur Rückbildung des sie umgebenden Gewebes und zur Funktionsminderung der betroffenen Organe. Eine Identifikation von Tieren als Zwischenwirt ist oftmals erst bei der Obduktion möglich.
Dem Fuchsbandwurmbefall wird als Zoonose, also vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheit, große Bedeutung beigemessen. Seine Erkennung ist durch einen langsamen, mitunter subklinischen Krankheitsverlauf, häufig erst spät möglich. In diesen Stadien sind Schäden an befallenen Organen meist bereits irreparabel und auch durch chirurgische Eingriffe nicht mehr zu beheben. Eine Diagnose kann unter anderem durch Röntgen-, Ultraschalluntersuchung und immundiagnostische Verfahren erfolgen.
Jährlich sind beim Menschen deutschlandweit ca. 13-25 Neuinfektionen zu verzeichnen, wobei in der Landwirtschaft tätige Personen einem höheren Risiko ausgesetzt sind, als andere Personengruppen.
Zur Prophylaxe sollten daher regelmäßige Kotuntersuchungen bei Hunden, besonders bei Hüte- und Jagdhunden, sowie gezielte Wurmkuren bei nachgewiesenem Befall zur Reduzierung/ Vermeidung der Ausstreuung von Wurmeiern erfolgen. Des Weiteren sollte auf die Fütterung von rohen Innereien an die Endwirte sowie den Verzehr von ungereinigten Wildfrüchten verzichtet werden.
Autor: khhDas Wirtsspektrum des Fuchsbandwurmes (Echinococcus multilocularis) umfasst vor allem Füchse und Wölfe, wobei auch Haushunde und Katzen betroffen sein können. Im Laufe seiner Entwicklung durchläuft der Parasit einen 2-Wirte-Zyklus, in dem ihm Mäuse, Ratten, Bisamratten und Hamster als Zwischenwirte dienen. In diesen Zyklus kann jedoch auch der Mensch als Fehlzwischenwirt eingeschaltet sein.
Die Träger des Parasiten durchwandern oft einen großen Aktionsradius, was die Ausstreuung der Bandwurmeier über weite Areale zur Folge hat (Vögel, Fliegen, Ameisen u.a. kommen ebenfalls als Transportwirte in Frage).
Der überwiegende Teil der Eier verbleibt im Kot, ein kleinerer Teil gelangt durch vorherige Ausscheidung über Nahrungspflanzen in geeignete Zwischenwirte. Die Weiterentwicklung der Eier in der Außenwelt hängt weitestgehend vom umgebenden Mikroklima ab, wobei Temperaturerhöhungen ihre Überlebenschancen stärker mindern als Temperatursenkungen.
Der Ablauf des Lebenszyklus´ des Fuchsbandwurmes erfolgt vorrangig in freier Wildbahn zwischen Rotfuchs und Nagetieren (meist Feldmäuse). Eine Infektion des Menschen ist z.B. die Folge vom Umgang mit beschmutzten Fuchsbälgen (Fell) und mit durch Losung (Kot) infizierter Füchse kontaminierter Lebensmittel (Beeren).
Beim Endwirt (Fleischfresser) äußert sich ein Fuchsbandwurmbefall in der Regel in einem unauffälligen, den Darmkanal betreffenden Krankheitsbild. Hierbei sind Koliken, Appetitlosigkeit, Überempfindlichkeit, Unruhe und Durchfall zu beobachten.
Beim mit Larven befallenen Zwischenwirt treten unterschiedliche Schäden, in Abhängigkeit von der Befallsintensität und Größe der Finnen auf. Im Gegensatz zum Endwirt ist der Parasit hier zum überwiegenden Teil in Leber und Lunge lokalisiert.
Durch Bildung halbkugelförmiger, aus dem Organgewebe hervorragender Blasen, kommt es zur Rückbildung des sie umgebenden Gewebes und zur Funktionsminderung der betroffenen Organe. Eine Identifikation von Tieren als Zwischenwirt ist oftmals erst bei der Obduktion möglich.
Dem Fuchsbandwurmbefall wird als Zoonose, also vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheit, große Bedeutung beigemessen. Seine Erkennung ist durch einen langsamen, mitunter subklinischen Krankheitsverlauf, häufig erst spät möglich. In diesen Stadien sind Schäden an befallenen Organen meist bereits irreparabel und auch durch chirurgische Eingriffe nicht mehr zu beheben. Eine Diagnose kann unter anderem durch Röntgen-, Ultraschalluntersuchung und immundiagnostische Verfahren erfolgen.
Jährlich sind beim Menschen deutschlandweit ca. 13-25 Neuinfektionen zu verzeichnen, wobei in der Landwirtschaft tätige Personen einem höheren Risiko ausgesetzt sind, als andere Personengruppen.
Zur Prophylaxe sollten daher regelmäßige Kotuntersuchungen bei Hunden, besonders bei Hüte- und Jagdhunden, sowie gezielte Wurmkuren bei nachgewiesenem Befall zur Reduzierung/ Vermeidung der Ausstreuung von Wurmeiern erfolgen. Des Weiteren sollte auf die Fütterung von rohen Innereien an die Endwirte sowie den Verzehr von ungereinigten Wildfrüchten verzichtet werden.
