Die Flucht des U. Arunagirinathan
Donnerstag, 09. April 2009, 10:51 Uhr
Wie aus einem unbegleiteten Flüchtlingskind ein Mediziner wurde schildert eine Autorenlesung mit dem selbst betroffenen Umeswaran Arunagirinathan. Wann und wo er liest, steht im nachfolgenden Beitrag.
Sri Lanka gilt als ein touristisches Paradies im Indischen Ozean. Doch das Paradies hat Schattenseiten. Seit vielen Jahren lässt ein Konflikt zwischen Regierungstruppen und tamilischen Separatisten das Land nicht zur Ruhe kommen. Tausende von Binnenflüchtlingen vegetieren notdürftig versorgt in Lagern. In diese kriegerischen Auseinandersetzungen und sozialen Konflikte wurde Umeswaran Arunagirinathan 1978 im Norden der Insel geboren. Nachdem seine Schwester infolge mangelnder medizinischer Versorgung gestorben war, entschied seine Mutter, ihn von professionellen Schleppern zu ihrem Bruder nach Deutschland schleusen zu lassen. Diese wurden mit Geld aus ihrer Mitgift entlohnt. Der Trennung von der Familie folgte für den zwölfjährigen unbegleiteten Flüchtling eine achtmonatige Odyssee von Singapur über Dubai, Togo, Madrid, Frankfurt nach Hamburg. Dort wurde er vom Onkel in Empfang genommen, besuchte die Schule, wo er sich durch Fleiß und Engagement auszeichnete. Doch es bedurfte eines hohen Einsatzes von Lehrern und Mitschülern, um die behördliche Abschiebung in die Heimat zu verhindern, denn das hätte seinen Tod bedeuten können.
Umeswaran Arunagirinathan
Diese Fluchtgeschichte nahm schließlich ein gutes Ende. Heute arbeitet Umeswaran Arunagirinathan als Assistenzarzt am Herzzentrum der Universitätsklinik Eppendorf in Hamburg. In einem ergreifenden Buch hat er seine Lebensgeschichte aufgeschrieben. Allein auf der Flucht. Wie ein tamilischer Junge nach Deutschland kam, so lautet der Titel. Frei von Selbstmitleid und einseitigen Schuldzuweisungen schildert er darin sein Schicksal.
Autorenlesung und Diskussion am 16.4.2009 um 19.30 im Lutherhaus, Kirchstr. 24, in Bad Sachsa
Autor: nnzSri Lanka gilt als ein touristisches Paradies im Indischen Ozean. Doch das Paradies hat Schattenseiten. Seit vielen Jahren lässt ein Konflikt zwischen Regierungstruppen und tamilischen Separatisten das Land nicht zur Ruhe kommen. Tausende von Binnenflüchtlingen vegetieren notdürftig versorgt in Lagern. In diese kriegerischen Auseinandersetzungen und sozialen Konflikte wurde Umeswaran Arunagirinathan 1978 im Norden der Insel geboren. Nachdem seine Schwester infolge mangelnder medizinischer Versorgung gestorben war, entschied seine Mutter, ihn von professionellen Schleppern zu ihrem Bruder nach Deutschland schleusen zu lassen. Diese wurden mit Geld aus ihrer Mitgift entlohnt. Der Trennung von der Familie folgte für den zwölfjährigen unbegleiteten Flüchtling eine achtmonatige Odyssee von Singapur über Dubai, Togo, Madrid, Frankfurt nach Hamburg. Dort wurde er vom Onkel in Empfang genommen, besuchte die Schule, wo er sich durch Fleiß und Engagement auszeichnete. Doch es bedurfte eines hohen Einsatzes von Lehrern und Mitschülern, um die behördliche Abschiebung in die Heimat zu verhindern, denn das hätte seinen Tod bedeuten können.
Umeswaran Arunagirinathan
Diese Fluchtgeschichte nahm schließlich ein gutes Ende. Heute arbeitet Umeswaran Arunagirinathan als Assistenzarzt am Herzzentrum der Universitätsklinik Eppendorf in Hamburg. In einem ergreifenden Buch hat er seine Lebensgeschichte aufgeschrieben. Allein auf der Flucht. Wie ein tamilischer Junge nach Deutschland kam, so lautet der Titel. Frei von Selbstmitleid und einseitigen Schuldzuweisungen schildert er darin sein Schicksal.
Autorenlesung und Diskussion am 16.4.2009 um 19.30 im Lutherhaus, Kirchstr. 24, in Bad Sachsa

