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Pressegespräch des Bürgermeisters

Samstag, 11. April 2009, 00:33 Uhr
In großer Runde hatte Ende der verkürzten Osterwoche Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) zu einem Pressegespräch geladen, dass nun regelmäßig durchgeführt werden soll. Auch eine schlechte Nachricht hinsichtlich des Frauenbergs war im Gepäck ...

In großer Runde deshalb, weil beim ersten Gespräch dieser Art auch die 1. Beigeordnete, Cornelia Kraffzick (SPD) und weitere Fachbereichsleiter dabei waren, so Hauptamtsleiter Stefan Schard, sein „Finanzminister“ Ralf Schmidt, Bauamtsleiter Manfred Kucksch, Kulturamtsleiter Dr. Klaus Buchmann sowie die Fachbereichsleiterin Soziales, Jugend und Sport, Karin Strödter. Schwerpunktthema war das Konjunkturpaket II. Obwohl es hier nicht unbedingt viel Neues zu berichten gab. An den schon oft auch von kn genannten Zahlen hat sich nichts verändert.

Neu ist nur, dass Kucksch zu einigen Straßen etwas sagte, die im Rahmen des Konjunkturpakets II mit „leiserem“ Deckbelag ausgerüstet werden sollen. Neben dem schon bekannten Jechaburger Weg werden wohl auch Teile der Straßen Grimau-Straße, Schernberg vor der Feuerwehr, Hans-Sachs-Str., Hasenholzweg und die Richard-Wagner-Straße ausgebaut werden. Betont wurde dabei ausdrücklich, dass keine Straßenausbaubeiträge erhoben werden. Die Liste muss noch mit der Immissionsschutzbehörde abgestimmt werden, genau wie mit den Vertretern von Strom, Wasser und Telefon, um zu sichern, dass in naher Zukunft schon wieder die Straßen aufgerissen werden müssen. Auch ein ländwirtschaftlicher Weg im Bereich Jecha wird wohl dabei sein.

Neu ist allerdings der Termin der Abgabe. Statt des 15.Mai wird es wohl eine Aufweichung bis zum 31. August geben, weil viele Kommunen nicht so schnell mit den Planungen hinterherkommen.

Hinsichtlich der Kindereinrichtungen, die saniert werden sollen, gab es auch keine Änderungen. Es werden die kommunalen Einrichtungen Pusteblume Sondershausen sowie die Einrichtung in Hohenebra (Dorfspatzen) sein. Neu ist nur, wie der DRK-Kindergarten im Borntal von Sondershausen finanziert werden soll. Da es sich um einen freien träger handelt, wird es wohl so sein, dass der sonstige Eigenanteil von 25 % in dem Fall zu 20 % vom Land übernommen wird. Der Eigenanteil des Trägers (DRK) von 5% wird dann von der Stadt übernommen werden. Trotzdem muss das DRK den Förderantrag stellen.

Beim DRK Kindergarten (1972 errichtet) muss das dach saniert werden und die Fassade wird wärme isoliert werden. Auch eine kleine Solaranlage zur Warmwasserbereitung wird errichtet. Gesamtkosten 321.912 Euro.
Bei den Dorfspatzen wird es eine Mauerwerksentfeuchtung geben, sowie ebenfalls eine Dämmung der Fassaden. Ab Ende April können in dieser Kindereinrichtung dann auch Kinder ab 1 Jahr Alter aufgenommen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 37.000 Euro.
Bei der Pusteblume werden ähnliche Maßnahmen wie bei DRK-Kindergarten gemacht werden, stammt der Bau doch aus der ähnlichen Zeit. Hier liegen die Kosten bei 199.000 Euro. Allerdings gibt es bei dieser Einrichtung eine Besonderheit. Ein teil des Gebäudes ist fremdvermietet. Hier muss es noch Gespräche mit den Mietern geben, da ja auch eine Dachsanierung vorgesehen ist.


Auch liegen erste Ergebnisse aus der Verkehrszählung vor, so Kucksch auf Anfrage. Aber bevor die Ergebnisse nicht im Bau- und Hauptausschuss beraten wurde, geht nichts an die Öffentlichkeit. Zur Diskussion um die Ampeln sagte Kuchsch nochmals, wir werden nicht gleich Ampeln abbauen, denn man darf nicht nur die Kosten sehen, sondern auch die Verkehrssicherheit.

Auf Anfrage vom MDR, bestätigte Kreyer, das die Videoanlage für den Markt wie im Haushalt geplant gekauft und in Betrieb genommen werden wird.


Schlechte Nachrichten hatte Manfred Kucksch hinsichtlich der Grabungen auf dem Frauenberg im Gepäck. Das Land Thüringen kann nicht volles Geld liefern. Es ist eine Finanzierungslücke von ca. 10.000 entstanden. Ausgleich soll über die Beantragung von Lottomitteln geschaffen werden, aber auch an die Kultusstiftung der Sparkassen Hessen-Thüringen will man herantreten. Spenden aus privater Hand sind immer willkommen. Diese sollen aber bevorzugt für die Zeit nach der Grabung verwendet werden, wenn es darum geht, die Ergebnisse in Sondershausen zu präsentieren. Das Engagement von Kucksch muss man hervorheben, der darum kämpft, dass die Funde nicht in irgendwelchen Archiven in Weimar verschwinden.

Hinsichtlich der Finanzierungslücke muss man allerdings den Kopf schütteln. Da werden im Konjunkturpaket II, wie gerade bei der Abwrackprämie, die Milliarden förmlich zum Fenster rausgeworfen, und dann fehlen hier 10.000 Euro, um historisch wertvolle Grabungen zu finanzieren, die später in Ausstellungen noch touristisch genutzt werden können, was ja auch der durch Arbeitslosigkeit gebeutelten Region zu Gute kommen würde.

Autor: khh

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