kn: Wahlkampfecke (16)
Mittwoch, 15. April 2009, 20:07 Uhr
Hengstermann und Schäfer lassen Artern mit Schülerfreizeitzentrum wieder auflaufen. das SFZ soll abgestuft werden, so der Kandidat der Linken für den Thüringer Landtag, Torsten Blümel, gegenüber kn...
Torsten Blümel (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Es sah gut aus, als Landrat Hengstermann (CDU) - nach den jahrelangen Querelen um die ständige Benachteilung des Schülerfreizeitzentrums in Artern durch seinen Vize Georg Schäfer (SPD) - verkündete, man wolle nun alle Streitigkeiten beiseite lassen.
Grund dafür war ein Gebäude in Artern, welches dem Landrat ins Auge gefallen war. Landrat Hengstermann, stellv. Vorsitzender des Verwaltungsrates des Kommunalen Versorgungsverbandes (KVT), machte den Vorschlag, das damalige Freizeitzentrum dem KVT zu überlassen. Im Gegenzug sollte Artern einen Neubau als SFZ erhalten und wieder in die vertragliche Finanzierung des Kreises übernommen werden.
Der KVT baute also den Arternern ein neues SFZ, Versprechen erfüllt. Gleiches kann man vom Landratsamt nicht sagen. Da das Arterner SFZ Landratsvize Schäfer absolut gegen den Strich geht, kürzte Schäfer nun mit dem Jugendhilfeplan 2010 die Mittel für Artern radikal von 38T€ auf 12,5T€ und machte aus dem eigentlichem SFZ durch Abstufung ein Haus der offenen Tür. Dem Betreiberverein steht nur noch eine Stelle mit 30 Stunden zu, bei Krankheit und Urlaub muss man das Haus dann schließen.
Und der Landrat schaut derweil zu, nicht in der Lage dem Treiben seines Vize einen Riegel vorzuschieben. Schäfer wiederum beruft sich darauf, dass der Jugendhilfeausschuss die Abstufung von Artern beschlossen hat. Die Vorsitzende des Ausschusses schiebt derweil Schäfer den schwarzen Peter zurück, denn dieser habe als Verwaltung den Vorschlag gemacht.
Leidtragende sind dabei die Kinder und Jugendlichen in Artern, an denen Schäfer wieder einmal sein Mütchen kühlt. Der Landrat hat nun am Ende sein Wort gebrochen: Nach dem er das gewünschte Haus für den KVT in Besitz hatte, kümmern ihn seine Zusagen zur Finanzierung von Artern wenig.
Sollten Landrat Hengstermann seine eigenen Zusagen noch etwas wert sein, müsste er sich kurzfristig mit seinem Vize Schäfer auseinandersetzen und um eine Lösung des Problems bemüht sein. Das erwarten wir in Artern von ihm.
Für CDU und SPD im Arterner Stadtrat sind ihre Kreisoberen Hengstermann und Schäfer kein gutes Aushängeschild. Und solange sie deren Treiben zuschauen, kann man wohl davon ausgehen, dass sie damit einverstanden sind. Die CDU ist jetzt stark gefordert. Es reicht eben nicht, mit einem Schaulaufen Einrichtungen zu besuchen, jetzt müsste sie auch mal etwas für Einrichtungen tun.
Torsten Blümel
Autor: khh
Torsten Blümel (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Es sah gut aus, als Landrat Hengstermann (CDU) - nach den jahrelangen Querelen um die ständige Benachteilung des Schülerfreizeitzentrums in Artern durch seinen Vize Georg Schäfer (SPD) - verkündete, man wolle nun alle Streitigkeiten beiseite lassen.Grund dafür war ein Gebäude in Artern, welches dem Landrat ins Auge gefallen war. Landrat Hengstermann, stellv. Vorsitzender des Verwaltungsrates des Kommunalen Versorgungsverbandes (KVT), machte den Vorschlag, das damalige Freizeitzentrum dem KVT zu überlassen. Im Gegenzug sollte Artern einen Neubau als SFZ erhalten und wieder in die vertragliche Finanzierung des Kreises übernommen werden.
Der KVT baute also den Arternern ein neues SFZ, Versprechen erfüllt. Gleiches kann man vom Landratsamt nicht sagen. Da das Arterner SFZ Landratsvize Schäfer absolut gegen den Strich geht, kürzte Schäfer nun mit dem Jugendhilfeplan 2010 die Mittel für Artern radikal von 38T€ auf 12,5T€ und machte aus dem eigentlichem SFZ durch Abstufung ein Haus der offenen Tür. Dem Betreiberverein steht nur noch eine Stelle mit 30 Stunden zu, bei Krankheit und Urlaub muss man das Haus dann schließen.
Und der Landrat schaut derweil zu, nicht in der Lage dem Treiben seines Vize einen Riegel vorzuschieben. Schäfer wiederum beruft sich darauf, dass der Jugendhilfeausschuss die Abstufung von Artern beschlossen hat. Die Vorsitzende des Ausschusses schiebt derweil Schäfer den schwarzen Peter zurück, denn dieser habe als Verwaltung den Vorschlag gemacht.
Leidtragende sind dabei die Kinder und Jugendlichen in Artern, an denen Schäfer wieder einmal sein Mütchen kühlt. Der Landrat hat nun am Ende sein Wort gebrochen: Nach dem er das gewünschte Haus für den KVT in Besitz hatte, kümmern ihn seine Zusagen zur Finanzierung von Artern wenig.
Sollten Landrat Hengstermann seine eigenen Zusagen noch etwas wert sein, müsste er sich kurzfristig mit seinem Vize Schäfer auseinandersetzen und um eine Lösung des Problems bemüht sein. Das erwarten wir in Artern von ihm.
Für CDU und SPD im Arterner Stadtrat sind ihre Kreisoberen Hengstermann und Schäfer kein gutes Aushängeschild. Und solange sie deren Treiben zuschauen, kann man wohl davon ausgehen, dass sie damit einverstanden sind. Die CDU ist jetzt stark gefordert. Es reicht eben nicht, mit einem Schaulaufen Einrichtungen zu besuchen, jetzt müsste sie auch mal etwas für Einrichtungen tun.
Torsten Blümel
