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Früherkennungsuntersuchung (2)

Freitag, 17. April 2009, 07:02 Uhr
Ich geh zur U! Und Du? Unter diesem Thema wurde gestern ein Aktion in Thüringen gestartet, mit dem Ziel die Früherkennungsuntersuchung für Kinder deutlich zu verstärken, kn berichtete gestern. Die 1. Beigeordnete des Bürgermeister Sonderhausen, Cornelia Kraffzick (SPD) hatte nicht nur einige Aktivitäten der Stadt Sondershausen herausgestellt, sondern auch eine klare gesetzliche Regelung gefordert...

Es sollte für alle Eltern Normalität sein, mit seinem Kind diese Untersuchungen durchführen zu lassen, leider ist das nicht so. Der Schutz von Kindern ist eine der wichtigsten Aufgaben von Politik und Gesellschaft wenn es die Eltern selbst nicht leisten können. In den Kindereinrichtungen der Stadt Sondershausen befragen die Leiterinnen die Eltern vor der Aufnahme des Kindes sehr sensibel nach dem IST-Stand der U-Untersuchungen. In der Regel haben die Eltern fristgemäß das Kind untersuchen lassen. Ist es nicht der Fall, wird darum gebeten, den Arzt aufzusuchen. Geeignet zur Übergabe an die Eltern sind die empfohlenen Vordrucke vom Gesundheitsamt, die der Arzt zur Dokumentation nutzt.

Aktion "Ich geh zur U" (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Aktion "Ich geh zur U" (Foto: Karl-Heinz Herrmann) In den Kindereinrichtungen unserer Stadt ist keine Aufnahme möglich, wenn ein Unterlassen der U-Untersuchungen vorliegt. Einen sehr geringer Teil der Eltern müssen darauf hingewiesen werden - dann holen sie jedoch die Untersuchungen nach. Ein besonderes Augenmerk richten die Mitarbeiter/innen der Kindertagesstätten auf Familien, die mit sozialen Benachteiligungen in Folge eines niedrigen sozioökonomischen Status leben müssen. Dabei kommen sowohl materielle Ursachen als auch psychosoziale Faktoren zum Tragen, so Kraffzick in ihren Ausführungen.

Das Lokale Bündnis für Familie hat sich im Netzwerk mit anderen Bündnispartnern (z. B. auch Düne) insbesondere der Elternbildung gewidmet, u. a. 2008/2009 Themen der Gesundheitsförderung. Seit diesem Jahr begrüßt die Stadt Sondershausen gemeinsam mit dem Jugendamt seine jüngsten Neubürger persönlich. Wir kommen mit den jungen Eltern ins Gespräch beraten und informieren sie, ein wichtiger Schritt in Richtung besserer Schutz unserer Kinder. Ich denke, dass das ein gutes Beispiel ist, wie sich die Verantwortlichen immer wieder Gedanken darüber machen, wie die Chancen unserer Kinder verbessert werden können.

Zum Schutz der Kinder, für die Möglichkeit einer gesunden Entwicklung sind Rahmenbedingungen zu schaffen, mit deren Aufgaben die daraus abzuleiten sind, sich alle Beteiligten engagieren müssen. Für alle Eltern muss es zum Selbstverständnis werden:
"Ich gehe zur U! und Du?"
Für Cornelia Kraffzickist die Sache klar: Es sollte eine Verpflichtung zur Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen gesetzlich klar festgeschrieben sein.

Auch in diesem Jahr werden sich wieder Kindertagesstätten aus Sondershausen an dieser Aktion beteiligen. "Ich finde, dass das eine sehr gute und wichtige Aktion ist, um präventiv und niederschwellig für die Früherkennungsuntersuchungen zu werben."

Zum Abschluss ihrer Ausführungen sagte Kraffzick: "Ich bin froh, dass unser Jugendamt des Kyffhäuserkreises die Aufgabe des Kinderschutzes, zu denen auch die Früherkennungsuntersuchungen zählen, sehr ernst nimmt und immer wieder Maßnahmen und Projekte einleitet, die unsere Kinder besser schützen können.

Ausgehend vom vergangenen Jahr, hier fand in Sondershausen die erste Kinderschutztagung mit dem Thema "Kinder schützen - Kindern helfen" statt, sagte Kraffzick: "Auch in diesem Jahr ist wieder eine Kinderschutztagung mit Schwerpunkt Jugendhilfe
und Schule geplant.


Autor: khh

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