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Massive Sauberkeitsprobleme

Dienstag, 28. April 2009, 08:40 Uhr
Die Bürger von Sondershausen nehmen es in manchen Fällen mit der Sauberkeit nicht so genau, wie auch die gestrige Diskussion in einer Einwohnerversammlung zeigte ...

War es im letzten Hauptausschuss ein langer Diskussionspunkt, so zeigten die gestrigen massiven von Bürgern bei der Einwohnerversammlung Hasenholz / Östertal / Stadtmitte ebenfalls, die Sondershäuser Hundebesitzer nehmen es in leider zu vielen Fällen mit der Hinterlassenschaft ihrer Lieblinge nicht so genau. Besonders in die Kritik gekommen dabei das Wippertor und die Gegend um den Gottesacker.

Der Vorwurf der Bürger, man würde es mit den Kontrollen des Ordnungsamtes nicht so genau nehmen. Man kontrolliere lieber den ruhenden Verkehr, als sich auf Diskussionen mit den Hundebesitzern einzulassen. Auch wenn wohl schon ein Jahr zurückliegend, soll laut Aussage eines Bürgers einer der Ordnungshüter darauf angesprochen, sogar gesagt haben, er sei für das Problem Hundehaufen nicht zuständig. Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) dazu: Er wolle den Vorgang prüfen.

Auch in der Diskussion wieder das Problem freilaufender Hunde. Dabei wurde sogar über das Buddeln der Hund auf Spielplätzen berichtet. Hier muss sich in Verantwortung der Hundebesitzer bald etwas tun. Es hat schon etwas Ironisches in sich wenn das Recht der Hunde mal freilaufen zu dürfen höher gestellt wird, als die Sicherheit der Bürger. Wobei es nicht nur um Hundekot und mögliche Beißattacken geht, sondern auch um Allergien, da alle Tiere haare verlieren, und in der Bevölkerung immer mehr Allergien zunehmen. So bezeichnete das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht den generellen Leinenzwang für Hunde als unverhältnismäßig (11 KN 38/04).

Sperrmüll Östertal (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sperrmüll Östertal (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Beschwerden gab es auch aus anderer Richtung. Im Wippertor würde immer wieder Sperrmüll, tagelang vor den Häusern liegen, ohne das er abgeholt würde. Das Problem scheint aber recht weit verbreitet zu sein, denn ähnliches konnte man im Östertal beobachten. Der gestern nach der Einwohnerversammlung in der Segelteichstraße fotografierte Sperrmüllberg liegt auch schon wieder etliche Tage. Ob nun die Anmeldung der Sperrmüllabfuhr zu spät oder überhaupt nicht gemacht wurde, oder die Abfallentsorgungsunternehmen es mit der Abholung nicht so genau nehmen will Bürgermeister Kreyer klären. Wenn dann allerdings, wie im Wippertor beobachtet, die Möbel gleich durchs Fenster „entsorgt“ werden, hört der Spaß wohl auf.

Eine Aufklärungskampagne zu einigen Themen der Sauberkeit tut wohl Not. Mit Strafen allein ist die ganze Sache wohl nicht zu klären.

Aus Anlass eines Unfalls eines Kindes im Wippertor, kam die Forderung, die dortige Grünfläche einzuzäumen. Kreyer sagte zu, den Unfall mit der Polizei auszuwerten. Es sei aber absolut nicht machbar, alle Wiesen und Grasflächen der Stadt Sonderhausen mit Absperrungen zu umgehen. Auch die Eltern haben schließlich eine Aufsichtspflicht.
Autor: khh

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