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Netzwerk für Radfahrer hat zu tun

Mittwoch, 29. April 2009, 07:12 Uhr
Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen (AGFK) trifft sich am 29. April 2009 im Erfurter Rathaus zu ihrer ersten Sitzung. Dazu einige Anmerkungen...

Rund 30 Kommunen aus allen Regionen Thüringens bilden dieses Netzwerk zum Informations- und Erfahrungsaustausch. Innovative Lösungen sollen in konkrete Projekte für den Radverkehr in der Stadt und auf dem Land fließen.

Verkehrsminister Gerold Wucherpfennig hierzu: „Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen ist ein positives Beispiel für zukunftsorientierte Initiativen in Thüringen. Netzwerke wie diese sind zentrales Anliegen im Radverkehrskonzept für den Freistaat Thüringen und werden vom Verkehrsministerium inhaltlich begleitet und beraten. Von vergleichbaren Erfahrungen einzelner Thüringer Kommunen können im Austausch viele profitieren. Darum begrüße ich die Initiative ausdrücklich.“

Soweit so gut. Hoffentlich wird in so einem Gremium auch beraten, wie die einzelnen Zentren verbunden werden. Nicht jeder will zu seinem Wunschfernweg mit der Bahn anreisen, sondern auch gleich direkt mit dem Rad. Und dann sind die oft ausgewiesenen touristischen Fernwege nicht der geeignete Weg. Sieht man sich aber den Kyffhäuserkreis an, an ist er regelrecht eine Barriere für die Radfahrergilde.

Aus Norden kommend, da kann man jeden Einheimischen fragen, ist es regelrecht lebensgefährlich auf der B4 Richtung Süden mit dem Fahrrad zu fahren. Von straßenbegleitenden Radwegen keine Spur. Falls es keiner bemerkt hat muss man auch dazu sagen, dass sich Erfurt auch selbst von Norden her abschneidet. Solche Gefahrenstrecken sprechen sich in Internetforen schnell herum. Und selbst bei neuen Straßenbauprojekten wie der Ortsumfahrung B4 Sondershausen wurde großzügig auf einen straßenbegleitenden Radweg verzichtet. Und dass ist nur ein Beispiel, oder glauben manche Leute nicht, dass man mit dem Rad zum Kyffhäuser fahren kann. Aber auf der Bundesstraße durch diese Serpentinen?

Auch sollte man zur Entwicklung des Radtourismus daran denken spezielle Radkarten zu entwickeln, so dass der Radler schon auf der Karte erkennen kann, wo gibt es straßenbegleitende Radwege und man kann gefahrlos welche Straßen benutzen. Zur Entwicklung eines Radnetzes sicher eine sehr wichtige Aufgabe, die nicht vergessen werden sollte..
Autor: khh

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