Kinder erlebten, was Behinderung bedeutet
Donnerstag, 30. April 2009, 07:01 Uhr
Für den Ortsverband Roßleben des Sozialverbandes VdK ist es bereits seit Jahren gute Tradition, in der Aktionswoche anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (5. Mai) nicht nur mit Mitgliedern, also Erwachsenen zu diskutieren...
Also wurde auch in diesem Jahr, am 29. April, das Thema "Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen" in den zwei 4.Klassen der Grundschule Bottendorf von dem Vorsitzenden des OV Roßleben des Sozialverbandes VdK, Wolf-Jürgen Träger, zum Gesprächsrahmen des Ethikunterrichtes genutzt.
Im zwanglosen Dialog konnten die Schülerinnen und Schüler die verschiedenste Behinderungen, von denen Menschen betroffen sein können, zusammentragen, um dann die Hilfsmittel, die es den Betroffenen ermöglichen, mit ihrer Behinderung am familiären und öffentlichen Leben teilhaben zu können, zu benennen.
Die zu diesem Zweck vorgehaltenen Hilfsmittel, wie einen Rollstuhl, das Blindenschrift- Alphabet, zur Demonstration von Sehschwäche ein abgedunkelte Brille und stark dämpfende Kopfhörer für die simulierte Hörschwäche zeigten den Heranwachsenden die Schwierigkeiten und Grenzen der Mobilität eines Rollstuhles, den zusätzlichen Lernaufwand für die Blindenschrift und die Einschränkung der Sinneswahrnehmung beim Sehen und Hören.
Eine mindestens so große Bedeutung zur Ermöglichung der Teilhabe durch die technischen Hilfsmittel ist aber die Bereitschaft der jeweiligen Gesellschaft durch Regelungen und Gesetze eine Diskriminierung der Menschen mit Behinderungen in jeder Lebenslage auszuschließen.
Dazu sollte der Beitrag jedes Bürgers, auch der der Kinder in der Schule, den Menschen mit Behinderung mit Achtung, Respekt, Hilfsbereitschaft und Fairness zu begegnen, eine weitere Voraussetzung für ein Gleichstellung, dieser von einem Handicap gezeichneten Menschen, sein.
Die Aufgeschlossenheit der Kinder dieser beiden Klassenverbände, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und sich in die Gespräche einzubringen, hat wieder gezeigt, dass man mit der Sensibilisierung zu den Problemen der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung nicht erst bei erwachsenen Personen beginnen sollte! Die Kinder sind jedenfalls stolz auf ihre im Rahmen der Aktion erworbenen Gesellschafter-Führerscheine. Die Kinder haben ihre Lektion gelernt, hoffentlich auch die Erwachsenen, die in den nächsten Jahren mit Millionenbeträgen Schulen unserer Region sanieren. Denn damit sollten zugleich die Voraussetzungen geschaffen werden, dass künftig behinderte und nicht behinderte Schüler gemeinsam lernen können.
Text und Fotos: Wolf-Jürgen Träger
Autor: khhAlso wurde auch in diesem Jahr, am 29. April, das Thema "Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen" in den zwei 4.Klassen der Grundschule Bottendorf von dem Vorsitzenden des OV Roßleben des Sozialverbandes VdK, Wolf-Jürgen Träger, zum Gesprächsrahmen des Ethikunterrichtes genutzt.
Im zwanglosen Dialog konnten die Schülerinnen und Schüler die verschiedenste Behinderungen, von denen Menschen betroffen sein können, zusammentragen, um dann die Hilfsmittel, die es den Betroffenen ermöglichen, mit ihrer Behinderung am familiären und öffentlichen Leben teilhaben zu können, zu benennen.
Die zu diesem Zweck vorgehaltenen Hilfsmittel, wie einen Rollstuhl, das Blindenschrift- Alphabet, zur Demonstration von Sehschwäche ein abgedunkelte Brille und stark dämpfende Kopfhörer für die simulierte Hörschwäche zeigten den Heranwachsenden die Schwierigkeiten und Grenzen der Mobilität eines Rollstuhles, den zusätzlichen Lernaufwand für die Blindenschrift und die Einschränkung der Sinneswahrnehmung beim Sehen und Hören.
Eine mindestens so große Bedeutung zur Ermöglichung der Teilhabe durch die technischen Hilfsmittel ist aber die Bereitschaft der jeweiligen Gesellschaft durch Regelungen und Gesetze eine Diskriminierung der Menschen mit Behinderungen in jeder Lebenslage auszuschließen.
Dazu sollte der Beitrag jedes Bürgers, auch der der Kinder in der Schule, den Menschen mit Behinderung mit Achtung, Respekt, Hilfsbereitschaft und Fairness zu begegnen, eine weitere Voraussetzung für ein Gleichstellung, dieser von einem Handicap gezeichneten Menschen, sein.
Die Aufgeschlossenheit der Kinder dieser beiden Klassenverbände, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und sich in die Gespräche einzubringen, hat wieder gezeigt, dass man mit der Sensibilisierung zu den Problemen der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung nicht erst bei erwachsenen Personen beginnen sollte! Die Kinder sind jedenfalls stolz auf ihre im Rahmen der Aktion erworbenen Gesellschafter-Führerscheine. Die Kinder haben ihre Lektion gelernt, hoffentlich auch die Erwachsenen, die in den nächsten Jahren mit Millionenbeträgen Schulen unserer Region sanieren. Denn damit sollten zugleich die Voraussetzungen geschaffen werden, dass künftig behinderte und nicht behinderte Schüler gemeinsam lernen können.
Text und Fotos: Wolf-Jürgen Träger



