Gentechnik in Landwirtschaft
Mittwoch, 06. Mai 2009, 07:01 Uhr
Die Berichte zur Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft überschlagen sich ja in letzter Zeit. Und welche Meinung vertritt Thüringens Landwirtschaftsminister? Bei einer Veranstaltung im Kyffhäuserkreis hatte er es verraten ...
Als jüngst Thüringens Landwirtschaftsminister, Dr. Volker Sklenar (CDU) zu Besuch bei Bauern im Kyffhäuserkreis war, kam natürlich auch die Frage nach der Gentechnik, speziell des Verbots des Genmaisanbaus. Er Sklenar, könne die Vogel Straußpolitik nicht verstehen, die gerade hinsichtlich des Genmaises betrieben wird. Dabei spielte er auf das Verbot des Genmaisanbaus durch Landwirtschaftsministerin Aigner an. Schließlich seien bereits 72 % der Weltmarktproduktion auf Grund von Genmais eingefahren worden.
Auf die Gentechnik kann man auch zukünftig in der Landwirtschaft nicht verzichten. Schließlich habe die Gentechnik im Gesundheitswesen bereits großartiges geleistet, so Dr. Sklenar vor den Gästen der Veranstaltung. Von den anwesenden Bauern kamen aber auch kritische Stimmen. Auch ohne Gentechnik ist die Produktion schon enorm gesteigert worden. Wenn jetzt noch die Produktion mit Gentechnik weitergesteigert wird, wer soll die Mehrproduktion brauchen? Die Preise seien eh schon im Keller. Eine Frage die leider vom Minister nicht beantwortet worden war.
Kritik kam allerdings auch aus einer ganz anderen Richtung, den Obstbauern aus Mönchpfiffel. Nicht das erste mal musste sich der Minister anhören lassen, dass die Obstbauern bei der Verteilung der Fördermittel zu wenig bedacht werden. Die Obstbauern werden mit den Niedrigpreisen aus südlichen Regionen unter Druck gesetzt. Hilfe konnte Dr. Sklenar nicht anbieten, aber einen flotten Spruch: Was uns nur noch hilft ist ein Frost in der Türkei... Ob das den Obstbauern in Mönchpfiffel wirklich helfen wird ist fraglich und löst die Probleme bestimmt nicht.
Der Schein trügt. Die beiden, Landtagsmitglied Gudrun Holbe (CDU) und Landwirtschaftsminister Dr. Sklenar (CDU), balgen sich nicht um die Flasche. Beide wollten nur, dass das Gastgeschenk vom Klostergut Mönchpfiffel auch wirklich nicht zu Boden fällt dass es am Ende der Veranstaltung für den Minister gab.
Mit diesem letzten Teil schließt kn die Berichterstattung über eine sehr gelungene Veranstaltung in Bad Frankenhausen ab, zu der Landtagsmitglied Gudrun Holbe Bauern aus der Region geladen hatte. Auch wenn es nicht in jedem Fall zu einer Lösung kam, sind hoffentlich die Probleme der Region beim Minister angekommen, sei es nun die Gentechnik, die Milchpreise und Obstpreise oder die Probleme mit den Schweinemastanlagen (kn berichtete bereits).
Autor: khhAls jüngst Thüringens Landwirtschaftsminister, Dr. Volker Sklenar (CDU) zu Besuch bei Bauern im Kyffhäuserkreis war, kam natürlich auch die Frage nach der Gentechnik, speziell des Verbots des Genmaisanbaus. Er Sklenar, könne die Vogel Straußpolitik nicht verstehen, die gerade hinsichtlich des Genmaises betrieben wird. Dabei spielte er auf das Verbot des Genmaisanbaus durch Landwirtschaftsministerin Aigner an. Schließlich seien bereits 72 % der Weltmarktproduktion auf Grund von Genmais eingefahren worden.
Auf die Gentechnik kann man auch zukünftig in der Landwirtschaft nicht verzichten. Schließlich habe die Gentechnik im Gesundheitswesen bereits großartiges geleistet, so Dr. Sklenar vor den Gästen der Veranstaltung. Von den anwesenden Bauern kamen aber auch kritische Stimmen. Auch ohne Gentechnik ist die Produktion schon enorm gesteigert worden. Wenn jetzt noch die Produktion mit Gentechnik weitergesteigert wird, wer soll die Mehrproduktion brauchen? Die Preise seien eh schon im Keller. Eine Frage die leider vom Minister nicht beantwortet worden war.
Kritik kam allerdings auch aus einer ganz anderen Richtung, den Obstbauern aus Mönchpfiffel. Nicht das erste mal musste sich der Minister anhören lassen, dass die Obstbauern bei der Verteilung der Fördermittel zu wenig bedacht werden. Die Obstbauern werden mit den Niedrigpreisen aus südlichen Regionen unter Druck gesetzt. Hilfe konnte Dr. Sklenar nicht anbieten, aber einen flotten Spruch: Was uns nur noch hilft ist ein Frost in der Türkei... Ob das den Obstbauern in Mönchpfiffel wirklich helfen wird ist fraglich und löst die Probleme bestimmt nicht.
Der Schein trügt. Die beiden, Landtagsmitglied Gudrun Holbe (CDU) und Landwirtschaftsminister Dr. Sklenar (CDU), balgen sich nicht um die Flasche. Beide wollten nur, dass das Gastgeschenk vom Klostergut Mönchpfiffel auch wirklich nicht zu Boden fällt dass es am Ende der Veranstaltung für den Minister gab.
Mit diesem letzten Teil schließt kn die Berichterstattung über eine sehr gelungene Veranstaltung in Bad Frankenhausen ab, zu der Landtagsmitglied Gudrun Holbe Bauern aus der Region geladen hatte. Auch wenn es nicht in jedem Fall zu einer Lösung kam, sind hoffentlich die Probleme der Region beim Minister angekommen, sei es nun die Gentechnik, die Milchpreise und Obstpreise oder die Probleme mit den Schweinemastanlagen (kn berichtete bereits).

