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Aktionen zum Protesttag haben Tradition

Dienstag, 05. Mai 2009, 14:57 Uhr
Im Ortsverband Oldisleben-Heldrungen-Gorsleben des Sozialverbandes VdK haben Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen Tradition. Hierzu ein Bericht von Klaus Henze...

Bereits im Mai 2003 traf man sich in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität in Oldisleben und diskutierte mit Bürgermeister Joachim Pötzschke Probleme der Barrierefreiheit in der Gemeinde und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Schon am 22. September des gleichen Jahres beschloss der Gemeinderat von Oldisleben den Beitritt zur Erklärung von Barcelona "Die Stadt und die Behinderten".

VdK Aktion - Gorsleben (Foto: Steffen Küttner) VdK Aktion - Gorsleben (Foto: Steffen Küttner)


Das ließ hoffen und sicherlich hat sich seit dem einiges in Oldisleben, aber auch den anderen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft getan. Enttäuscht waren darum die Mitglieder des VdK-Ortsverbandes um so mehr, als sie am 4. Mai zur diesjährigen Gesprächsrunde in Gorsleben zusammen kamen, aber die Bürgermeister von Heldrungen, Oldisleben und Gorsleben ihrer Einladung nicht gefolgt waren.

Helmut Müller gab eine Einführung zur Geschichte und dem Anliegen des von der Aktion Mensch geförderten Gesellschafterprojektes, in dessen Mittelpunkt die Frage steht: "In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?" und natürlich diskutiert wird, was für als "Gesellschafter" dafür tun. Dabei verwies er besonders auf die Schwerpunkte wie: Recht auf Bildung, Recht auf Arbeit, Recht auf Zugänglichkeit und Recht auf selbstbestimmtes Leben, welche auch für Menschen mit Behinderungen unabdingbar, aber leider noch nicht alltäglich sind. Christa Eckardt vom Integrationsdienst konnte aus ihrer beruflichen und persönlichen Erfahrungen einiges zu diesem Thema beitragen und sprach von den Problemen von Menschen mit den verschiedensten Behinderungen am Leben in unserer Gesellschaft teilzuhaben. Dafür lohne es sich zu engagieren.

Monika Goldacker (Foto: Steffen Küttner) Monika Goldacker (Foto: Steffen Küttner) Am Ende der Gesprächsrunde unterstrich die Vorsitzende des Ortsverbande Monika Goldacker, dass man an dem Problem dran bleibe, weiterhin das Gespräch mit den Verantwortungsträgern suchen werde. Der Sozialverband VdK sei eine "starke Gemeinschaft" und engagiere sich für "soziale Gerechtigkeit", wie es im Leitbild des Landesverbandes heiße und die Mitglieder des Ortsverbandes werden auch künftig dazu ihren Beitrag leisten und "lassen keinen allein!"
Klaus Henze

Fotos: Steffen Küttner
- Blick in die Teilnehmerrunde
- Die Vorsitzende des Ortsverbandes Monika Goldacker meint, das Thema sei zu wichtig, um nicht daran zu bleiben.
Autor: khh

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