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kn-doku: Noch mal überdenken

Dienstag, 12. Mai 2009, 13:03 Uhr
Morgen wird sich der Kreisausschuss des Kyffhäuserkreises auch mit dem Konjunkturpaket II beschäftigen und damit auch mit Schulen. Dazu ein Statement einer Kreistagsfraktion innerhalb der kn-doku-Reihe.


Für den Kreisausschuss am 13.05. 2009 zur Problematik und Entscheidung über die Sanierung/Erweiterung der Regelschule Oldisleben möchten wir als VIBT-Fraktion folgende Anregungen und Diskussionspunkteeinbringen.

Die Entscheidung über eine Sanierung und Erweiterung der Regelschule Oldisleben für das Einzugsgebiet der VG „An der Schmücke" unter Einbeziehung der Grundschule Heldrungen an einem Standort in Oldisleben ist eine Entscheidung von großer struktureller und vor allem finanzieller Tragweite. Das Kostenvolumen wird dabei nach den Angaben der Kreisverwaltung auf etwa 5 Millionen Euro beziffert. Bei einem Einsatz solch hoher Mitte: erscheint es unabdingbar, dass die favorisierte und letztendlich auch umgesetzte Maßnahme zukunftsfähig und auf lange Sicht auch brauchbar ist und Bestand hat.

Diese Voraussetzungen sind nach unserer Ansicht bisher bei der ins Auge gefassten Variante Sanierung/Erweiterung der Regelschule Oldisleben nicht gegeben. Erstens ist nicht untersucht worden, ob der prognostizierte Finanzierungsbedarf nicht erheblich überschritten werden wird, da bei dieser
Altbausubstanz ein erheblicher Mehrbedarf auch in den Folgejahren zu erwarten ist. Zweitens sind die örtlichen und räumlichen Bedingungen auf diesem Schulgebäude nicht modernen Schul- und Lernanforderungen gewachsen. Drittens könnte unter Umständen ein Ersatzneubau auf lange Sicht in Heldrungen als ein Schulhaus für die VG „An der Schmücke" die weitaus kostengünstigere Variante und Lösung darstellen. Dazu fehlt bis jetzt jegliche detaillierte Kostenuntersuchung und Kostenschätzung.


Vor einigen Jahren wurde die neu gebaute und moderne Grundschule in Gorsleben, welche sich auf einem großen Freigelände mit etwa 10.000 m2 Fläche, einem großen Schulhof, einer Turnhalle, einem Schulgarten und großzügigen Nebenanlagen befindet, zu Gunsten der Grundschule von Heldrungen geschlossen. Die Grundschule in Heldrungen soll nun, nach nur wenigen Jahren nach dieser Entscheidung, nicht mehr sanierungsfähig sein. Soviel zur Frage der langfristigen Planung und Entscheidung im Hinblick auf die Schulstandorte in der Region VG „An der Schmücke".

Durchaus zu betrachten wäre die Alternative, kurzfristig die Schule und Turnhalle in Gorsleben mit einem moderaten und kostengünstigen Aufwand wieder zu sanieren und Grund- und Regelschule oder auch nur die Grundschule dort unterzubringen, bis eine zukunftsfähige Lösung für den Schulstand in der VG „An der Schmücke" getroffen werden kann. Momentan kann aus den dargestellten Gründen einer kostenintensiven Sanierung und Erweiterung der Regelschule Oldisleben mit einem Volumen von 5 Millionen Euro von Seiten der Fraktion des VIBT nicht zugestimmt werden, denn es ist nicht auszuschließen, dass die zukunftsfähigere und kostengünstigere Alternative auf lange Frist nicht der Schulneubau in der VG „An der Schmücke" sein wird.

Werden Jetzt vollendete Tatsachen geschaffen, sind die Weichen unabänderlich gestellt und es wäre fatal, wenn sich diese Entscheidung als zu kurzsichtig erweisen und wir wie im Fall Grundschule Gorsleben-Grundschule Heldrungen in einigen Jahren wieder vor den gleichen Problemen stehen würden.
Erik May, Vorsitzender der VIBT-Fraktion
Autor: kn

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