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Operette mit Kultstatus

Dienstag, 02. Juni 2009, 16:24 Uhr
Mit einem Werk, das mittlerweile echten Kultstatus gewonnen hat, gehen die Schlossfestspiele Sondershausen in diesem Sommer bereits in das vierte Jahr. Vom 3. bis zum 18. Juli verwandelt sich der Schlosshof in das wohl berühmteste Hotel Europas, das „Weiße Rössl“ am Wolfgangsee...

Schwerstarbeit auf Schlosshof (Foto: I. Kühn) Schwerstarbeit auf Schlosshof (Foto: I. Kühn)
Im Schlosshof hat heute der Aufbau für die diesjährigen Schlossfestspiele begonnen

Die gleichnamige spritzig-freche Revue-Operette von Ralph Benatzky war Anfang der 1930er Jahre in Berlin ein großer Hit und eroberte rasch auch die Bühnen in den Metropolen London, Paris und New York. 1933 aber verboten die Nationalsozialisten das Werk u. a. aufgrund der jüdischen Mitautoren. Mit seiner launigen Musik aus Foxtrott, Tango, Walzer und reichlich (österreichischer) Folklore sowie seinem ungemeinen Witz und Esprit feierte es nach 1945 jedoch schnell wieder Erfolge und gehört bis heute zu den beliebtesten Operetten. Lieder wie „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“, „Es muss was Wunderbares sein...“ oder „Mein Liebeslied muss ein Walzer sein“ sind seit langem echte Schlager.

Es ist Sommer und Urlaubszeit. „Im Weißen Rössl“ regiert die Wirtin Josepha, in die sich ihr Kellner Leopold heftig verguckt hat. Doch Josepha wirbt um ihren Stammgast Dr. Otto Siedler, der wiederum ein Auge auf Ottilie geworfen hat. Und so wird der Sommer am Wolfgangsee im österreichischen Salzkammergut für die Bewohner des „Weißen Rössl“ zu einem aufregenden Wechselbad der Gefühle. Nur ein unerwarteter hoher Gast vermag alles wieder in ruhige Bahnen zu lenken…

Mit viel Humor und reichlichem Genuss auch für das Auge inszeniert das Werk in Sondershausen nun Kerstin Weiß, ehemalige Oberspielleiterin am Theater Nordhausen, die bereits 2006 Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ mit großem Erfolg im Sondershäuser Schlosshof auf die Bühne gebracht hat.

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Pit Uhden. Für das Bühnenbild ist Ronald Winter zuständig, für die Kostüme Elisabeth-Stolze Bley. Freuen darf sich das Publikum in diesem Jahr erneut auf junge begabte Sängerinnen und Sänger, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Mit dabei sind aber auch beliebte Sänger des Theaters Nordhausen: die Tenöre Marcos Liesenberg und Alec Otto sowie der Bariton Thomas Kohl.

Karten für die insgesamt acht Vorstellungen der Schlossfestspiele Sondershausen gibt es an der Theaterkasse in Nordhausen (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/kn

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