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kn-Forum: DDR-Vergangenheit

Freitag, 05. Juni 2009, 08:10 Uhr
Mit Blau-Hemd an der Spitze die Fahne getragen, den Fahneneid geschworen, Gemeinderatsmitglied in einer-Ostblockpartei- dem DDR Regime die Treue gehalten. Zu diesem Thema gibt es eine Leserzuschrift...

Und heute sitzen oder saßen solche Leute immer noch in Behörden und Ämtern und versuchen, bzw. versuchten anscheinend den Marxismus-Leninismus weiter voran zu treiben. Solche Menschen wussten anscheinen gar nicht, warum 1989 die ehemaligen DDR Bürger auf die Straße gingen. Ich persönlich empfinde heute nach 19 Jahren Deutscher Einheit, dass der totalitäre Machtapparat der ehemaligen DDR mit ihren damaligen Treuergebenen stärker denn je als Instrument der politischen Kontrolle und Unterdrückung der gesamten Bevölkerung fungiert und insbesondere dazu dient, politisch Andersdenkende zu überwachen, abzuschrecken und auszuschalten. Ich vertrete die Meinung, dass kein ehemaliger Mitarbeiter der Staatsicherheit überhaupt ein öffentliches Amt bekleiden sollte, egal wie tief seine Verstrickung war. Jedwedes Mitglied der Stasi, das heute seinen Platz in einer Behörde gefunden hat und zu einem Entscheidungsträger geworden ist, stellt einen Schlag ins Gesicht der ehemaligen unterdrückten Bevölkerung der DDR dar. Meiner Meinung nach wählt Deutschland Demokratisch und wird Diktatorisch regiert.

Der Westen sollte endlich aufwachen und sich nicht mehr von den Mitläufern des Ostens verarschen lassen.
Die hauptamtlichen 1. Sekretäre von FDJ- Grundorganisationen, Kreis- und Bezirksleitungen waren stets Mitglieder der SED-Leitungen auf gleicher Ebene. Hauptamtliche FDJ-Funktionäre hatten gute Chancen zur Übernahme in den Partei- und Staatsapparat.

Weit braucht ja ein Bürger nicht zu blicken - Verwandte-Freunde- Bekannte-, so viele waren in der DDR in sogenannten Blockparteien intensiv tätig, gleichgeschaltet, der SED-hörig. - Im Bundestags-Handbuch ist das vermerkt.
Vor kurzem las ich, dass auf dem Bundesparteitag in Stuttgart die CDU ein Grundsatzpapier verabschieden wollte, das sich den \"Perspektiven für den Osten Deutschlands\" widmet und sich gegen eine \"nostalgische Verklärung der DDR\" wendet. Den Anstoß zu diesem Papier gab sogar die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der Generalsekretär Ronald Pofalla wollte ein paar Sätze zur Geschichte seiner Partei einfügen -\"Gleichwohl hat die CDU in der DDR im totalitären System der SED-Diktatur mitgewirkt\" - und darüber abstimmen lassen.
Doris Weber
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Autor: khh

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