Sanierung fehlgeschlagen
Freitag, 26. Juni 2009, 07:04 Uhr
Als sprichwörtlichen Schuss in den Ofen muss man das Sanierungskonzept für den großen Parkteich des Schlossparks Sondershausen bezeichnen. Was sich da die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten erlaubt hat, ist schon ein starkes Stück...
Man muss schon viel Phantasie haben, um den Parkteich vom Schlosspark Sondershausen noch als solchen zu bezeichnen, um nicht das Wort Tümpel oder gar schlimmeres nehmen zu müssen. Aus einem bestehenden lebendigen Biotop mit vielen Bäumen drum herum, und einer reichen Tierwelt (insbesondere Fledermäuse) wurde ein unansehnliches Etwas geschaffen.
Der obige Bildausschnitt zeigt nicht etwa nur einen kleinen Teil des Parkteiches, sondern schon ein größeres Areal, wie man unschwer an den Fotos der Bildergalerie erkennen kann. In diesem Zustand präsentiert sich jetzt der Schlosspark zur besten Urlaubssaison, wie ein schönes Kleinod eben. Da will man für die Schlossfestspiele viele Besucher in die Stadt locken. Hat man sich aber auch schon Gedanken gemacht, wie man die vielen auswärtigen Besucher vom großen Parkteich fernhält?
Wer als Besucher in den Schlosspark kommt, dem erschließt sich nicht, dass der große Parkteich eigentlich ja eine Baustelle ist. Der Besucher sieht erst mal nur eine üble Brühe, die bei jetzt steigenden Temperaturen auch noch zu riechen anfangen könnte, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und es liegt ja für viele Besucher nahe, vor dem Besuch einer Vorstellung, auch mal einen Bummel durch den Schlosspark zu machen.
Ei was gibt es dann bei den Freunden zu Hause zu erzählen. Mensch, ich war in Sondershausen. Die Schlossfestspiel waren große Klasse, aber hinter dem Schloss ist ein Parkteich, da sieht es ganz übel aus, das kannst du dir nicht vorstellen. Ob so ein negatives PR wirklich gut ist, mag man zu bezweifeln..
Es ist müßig, jetzt über den fehlgeschlagenen Sanierungsversuch zu jammern. Aber bei der Stadt sollte man sich aber schon mal Gedanken machen, ob man nicht doch ein paar Schilder am Teich aufstellt, um darauf hinzuweisen, dass es sich hier um eine Baustelle handelt. Oder gibt es doch die Möglichkeit den Parkteich wieder zu fluten, bis wirklich ein schlüssiges Konzept existiert? So wie es jetzt aussieht kann es wohl doch nicht bleiben, zumal ein Ende nicht abzusehen ist.
Vielleicht bin ich ja auch viel zu kleinlich und sehe das nur aus dem völlig falschen Blickwinkel. Aber ich halte mich noch für lernfähig, wenn mir jemand erläutert, warum meine Ansichten über den Parkteich falsch sind. Oder wie sehen Sie das?
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khhMan muss schon viel Phantasie haben, um den Parkteich vom Schlosspark Sondershausen noch als solchen zu bezeichnen, um nicht das Wort Tümpel oder gar schlimmeres nehmen zu müssen. Aus einem bestehenden lebendigen Biotop mit vielen Bäumen drum herum, und einer reichen Tierwelt (insbesondere Fledermäuse) wurde ein unansehnliches Etwas geschaffen.
Der obige Bildausschnitt zeigt nicht etwa nur einen kleinen Teil des Parkteiches, sondern schon ein größeres Areal, wie man unschwer an den Fotos der Bildergalerie erkennen kann. In diesem Zustand präsentiert sich jetzt der Schlosspark zur besten Urlaubssaison, wie ein schönes Kleinod eben. Da will man für die Schlossfestspiele viele Besucher in die Stadt locken. Hat man sich aber auch schon Gedanken gemacht, wie man die vielen auswärtigen Besucher vom großen Parkteich fernhält?
Wer als Besucher in den Schlosspark kommt, dem erschließt sich nicht, dass der große Parkteich eigentlich ja eine Baustelle ist. Der Besucher sieht erst mal nur eine üble Brühe, die bei jetzt steigenden Temperaturen auch noch zu riechen anfangen könnte, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und es liegt ja für viele Besucher nahe, vor dem Besuch einer Vorstellung, auch mal einen Bummel durch den Schlosspark zu machen.
Ei was gibt es dann bei den Freunden zu Hause zu erzählen. Mensch, ich war in Sondershausen. Die Schlossfestspiel waren große Klasse, aber hinter dem Schloss ist ein Parkteich, da sieht es ganz übel aus, das kannst du dir nicht vorstellen. Ob so ein negatives PR wirklich gut ist, mag man zu bezweifeln..
Es ist müßig, jetzt über den fehlgeschlagenen Sanierungsversuch zu jammern. Aber bei der Stadt sollte man sich aber schon mal Gedanken machen, ob man nicht doch ein paar Schilder am Teich aufstellt, um darauf hinzuweisen, dass es sich hier um eine Baustelle handelt. Oder gibt es doch die Möglichkeit den Parkteich wieder zu fluten, bis wirklich ein schlüssiges Konzept existiert? So wie es jetzt aussieht kann es wohl doch nicht bleiben, zumal ein Ende nicht abzusehen ist.
Vielleicht bin ich ja auch viel zu kleinlich und sehe das nur aus dem völlig falschen Blickwinkel. Aber ich halte mich noch für lernfähig, wenn mir jemand erläutert, warum meine Ansichten über den Parkteich falsch sind. Oder wie sehen Sie das?
Karl-Heinz Herrmann




