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Sanierung fehlgeschlagen (2)

Mittwoch, 01. Juli 2009, 07:01 Uhr
Unter der etwas provokanten Überschrift hatte kn die Missstände am Parkteich von Schloss Sondershausen kritisiert. Und siehe da, endlich kommen auch mal Informationen ob und wie es dort weitergehen soll...

Ende vorigen Jahres wurden um den Parkteich herum zahlreiche Bäume abgeholzt und anschließend durch einen Durchhieb zur Kleinen Wipper der größte Teil des Wassers des Parkteiches abgelassen. Seit dem ruhten die Arbeiten am Parkteich und es gab auch wenige oder keine Informationen, wie und wann die Arbeiten eigentlich weitergehen sollten. Man konnte gehässigerweise schon annehmen, die Arbeiten wären beendet.

Sanierung Parkteich (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sanierung Parkteich (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Mit dem geringen Wasserstand entwickelt sich der Parkteich in den letzten Tagen zu einem schon recht unangenehm riechenden Tümpel. Man verzichtete großzügigerweise auch mit Baustellenschildern auf die Baustelle Parkteich hinzuweisen. Ein auswärtiger Besucher kann ja schließlich nicht hellsehen und ahnen, was hier geschehen soll.

Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hat jetzt auf die Kritik reagiert. Über den Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Sondershausen, Dr. Klaus Buchmann gab man jetzt kn einige Informationen preis. In einem Punkt wurde sofort reagiert. Wie Dr. Buchmann mitteilte, hat der Bauhof Sondershausen den Auftrag bekommen, umgehend Baustellenschilder am Parkteich aufzustellen, damit Besucher nun endlich mitbekommen, hier ist wirklich eine Baustelle.

Infotafel (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Infotafel (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Unabhängig von der Information, dass der Parkteich eine Baustelle ist, hätte es sich gehört, nicht nur ein Baustellenschild aufzustellen, sondern eine richtige Informationstafel. Da steht drauf wer der Bauherr ist, und wer der Fördergelder bereitstellt usw.. Warum man bisher an so einem touristisch viel besuchte Ort die Besucher nicht informiert, was und wie das Projekt aussehen soll, ist einfach nicht nachvollziehbar. Bei der Skaterhalle, wohin sich kaum ein Tourist während des Baus hinverirrt hat, war man wesentlich großzügiger!


Laut Dr. Buchmann sind die Ausschreibungen für die weiterdurchzuführenden Arbeiten raus und voraussichtlich im August sollen dann am Parkteich die Bauarbeiten nun richtig beginnen. Ziel ist, die frühere historische Uferlinie wieder herzustellen und auch den sogenannten Fürstenweg wiederherzustellen. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, wird der Parkteich wieder voll geflutet.

Im nächsten Jahr soll dann bei wieder gefülltem Parkteich die Entschlammung durchgeführt werden. Dabei wird nicht etwa Schlamm aus dem Teich geholt, sondern durch die Zuführung von Sauerstoff in die dann tieferen Schichten des Parkteiches soll sich der Schlamm selbst zersetzen. Diese Entschlammungsmethode ist nach vorliegenden Informationen bei kn schon bei vielen Teichen angewendet worden.

Unabhängig davon, dass die Arbeiten nun doch in absehbarer Zeit fortgesetzt werden, kann man der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten den Vorwurf nicht ersparen, dass man solche Arbeiten einfacher zügiger durchführen muss. Wenn man die Touristen schon ins Schloss und das Schlossmuseum lockt, muss auch damit rechnen, dass die Touristen auch mal in den benachbarten Schlosspark schauen.

Bei aller Sorge ums Geld, sollte man nicht ein halbes Jahr lang die Arbeiten ruhen lassen. Ein schöner Schlosspark ist normalerweise ein Aushängeschild für ein Schloss und eine Stadt. Zumal der Schlosspark leider noch einige „Highlight“ (Bildergalerie) hat, die es eigentlich vorher verdient gehabt hätten, saniert zu werden, bevor man sich an die Umgestaltung eines Teiches ran macht, nur um sein historisches Aussehen herzustellen.

Autor: khh

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