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kn: Wahlkampfecke: Lohndumping

Donnerstag, 09. Juli 2009, 08:58 Uhr
Zu den jüngsten Zahlen der anhaltenden Abwanderung aus Thüringen erklärt die SPD-Landtagskandidatin Dorothea Marx: Lohndumping ist Ursache für die Abwanderung. Den genauen Wortlaut ihrer Stellungnahme finden Sie hier...

Wie einschlägige Untersuchungen zeigen, ist ein ganz wesentlicher Grund für die nach wie vor hohe Abwanderung aus Thüringen das Lohngefälle zwischen West und Ost. Gerade für junge Menschen, die noch keine Familie gegründet haben, gibt es keinen Grund, sich mit den deutlich geringeren Löhnen und Gehältern, die in Thüringen gezahlt werden, zufrieden zu geben. Das Konzept der Regierung Althaus, Thüringen als Billiglohnland werde Investoren anziehen, wodurch Arbeitsplätze geschaffen würden, hat sich als demographischer Bumerang, besonders für wirtschaftlich ohnehin schon schwächere Regionen wie den Kyffhäuserkreis, erwiesen.

Eine Region, die zukunftsfähig bleiben will, darf ihre Bürgerinnen und Bürger nicht aus dem Land vertreiben. Die anhaltende Abwanderung führt in der Entwicklung Thüringens zu einer negativen Sogwirkung abwärts: Wo Einwohnerzahlen massiv zurückgehen, verschlechtert sich die örtliche Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen und auch die Infrastruktur. Die Folgen sind fatal: Schon jetzt müssen reihenweise Schulen geschlossen werden, die ärztliche Versorgung verschlechtert sich, Firmen vor Ort finden keinen qualifizierten Nachwuchs mehr. Es ist daher allerhöchste Zeit für die Einführung des von Gewerkschaften und der SPD geforderten gesetzlichen Mindestlohns von 7,50 € pro Stunde.
Autor: khh

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