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kn-Wahlkampfecke: Abwanderung begegnen

Freitag, 10. Juli 2009, 14:25 Uhr
kn: Wahlkampfecke: Abwanderung begegnen
Kreativität, Leistungsfähigkeit und Zukunftspotentiale gehen verloren, wenn Bürger ihre Heimat verlassen. Deshalb fordert Bundestagskandidat Patrick Kurth (FDP): Verstärkt Abwanderung begegnen! Hier finden Sie Einzelheiten seiner Forderung...


Für eine intensive Diskussion um die Ursachen und Folgen der hohen Abwanderung vor Ort will sich der FDP-Spitzenkandidat für die Bundestagskandidat Patrick Kurth (32) stark machen. Kurth, der auch Generalsekretär der Thüringer FDP ist, sagte, dass diese Problematik im Landtags- wie auch Bundestagswahlkampf eine Rolle spielen müsse. Seiner Ansicht nach seien die wirtschaftlichen Verhältnisse ausschlaggebend dafür, ob Menschen bleiben oder gehen. „Hier müssen wir viel tun“, so der gebürtige Sondershäuser Kurth.

„Gerade der Landkreis und vor allem die ländlichen Regionen sind stark von dem Problem betroffen. Niemand kann dies ignorieren“, so Kurth, der Direktkandidat im Wahlkreis ist. Er besucht derzeit zahlreiche Institutionen, Unternehmen und Verbände, um sich auch zur Thematik Abwanderung ein Bild zu machen. „Das Thema gehört in der nächsten Legislatur auf die politische Agenda von Landtag und Bundestag. In beiden Parlamenten ist das Problem unterbelichtet“, so Kurth. Er warf insbesondere CDU und SPD vor, das Abwanderungsproblem über Jahre ignoriert zu haben. „So langsam muss doch klar sein, dass sich durch Aussitzen oder Abwarten keine Lösung findet“, so Kurth.

Er wies zudem auf den kommenden Geburtenknick hin. „Man braucht keine prophetische Veranlagung, um den nächsten Geburtenknick in Thüringen vorauszusagen. Er beginnt nächstes Jahr. Dann werden die Kinder nicht geboren, deren Eltern bereits vor 20 Jahren nicht geboren wurden. Und dies ist in Thüringen beträchtlich.“ Hinzu kämen diejenigen künftigen Eltern, die zwar geboren wurden, aber mit ihren Eltern Thüringen verließen. „Auch da ging es vor 20 Jahren richtig los und hält bis heute an. Nach aktueller Rechnung verlassen circa 36 Menschen (Zugewanderte bereits abgerechnet) unser Thüringen – Tag für Tag. Und es sind insbesondere jüngere Menschen mit ihren Kindern“, so Kurth. Von den Folgen der Abwanderung seien alle Altersgruppen betroffen. „Auch ältere Menschen, die nicht mehr wegziehen müssen, können kein Interesse daran haben, wenn mit jungen Leuten, Kreativität, Leistungsfähigkeit und damit auch Zukunftspotentiale verloren gehen“, so Kurth.

Nach Ansicht des FDP-Politikers verlassen die Menschen ihre Heimat, weil sie hier fehlende Perspektiven haben oder in anderen Regionen bessere Perspektiven sehen. „Sie gehen sicherlich nicht, weil es woanders landschaftlich schöner oder die Kinderbetreuung besser ist. Nein, in aller Regel geht es um Arbeitsplätze“, ist sich Kurth sicher. Deshalb müssten seiner Ansicht nach die Themenfelder Wirtschaftspolitik und Arbeitsmarkt viel stärker berücksichtigt werden. „Wir brauchen einen sich selbst tragenden Mittelstand. Der Landkreis darf dabei nicht allein gelassen werden. Landtag und Bundestag sind in der Pflicht“, so Kurth abschließend.


Hinweise zur Person:
Patrick Kurth (32), geboren in Sondershausen, ist seit 2004 Generalsekretär der Thüringer FDP. Im Dezember 2009 wurde er zum Spitzenkandidat der FDP Thüringen für die Bundestagswahl 2009 gewählt und ist im Wahlkreis Kyffhäuser, Sömmerda, Weimarer Land Direktkandidat. Herr Kurth, Politikwissenschaftler, ist verlobt und Vater einer Tochter.
Autor: khh

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