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Katerstimmung im Thüringer Verkehrsgewerbe

Mittwoch, 15. Juli 2009, 10:51 Uhr
Jedes zweite Unternehmen sieht schwarz
Das Verkehrsgewerbe leidet besonders schwer unter der Wirtschaftskrise, berichtet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt im Ergebnis einer Befragung von 110 Unternehmen der Branche in Nord- und Mittelthüringen.

Insgesamt ist die Stimmung erheblich schlechter als in der Gesamtwirtschaft. In vielen Betrieben drohen nun Entlassungen.„Seit Monaten weisen alle wichtigen Branchenindikatoren abwärts und zeigen ins Minus. Nach dem schon komplizierten Jahresbeginn war das Ergebnis des 2. Quartals für die meisten Betriebe erneut katastrophal“, äußert sich IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser besorgt.

Fast die Hälfte der befragten Fuhrunternehmer würde die aktuelle Geschäftslage mit schlecht bewerten und auch in den nächsten Wochen kaum eine Besserung erwarten. Lediglich acht Prozent laste die Kapazitäten momentan noch zufrieden stellend aus und fahre Gewinne ein.Besonders der Güterverkehr sei betroffen. Jeder zweite Unternehmer schreibe bereits rote Zahlen. „Die Situation kann sich bis Jahresende durchaus noch zuspitzen“, befürchtet Grusser.

Angesichts der anhaltenden Konjunkturschwäche müsse auch in den kommenden Monaten mit einem sinkenden Beförderungsvolumen und demzufolge auch geringerem Personalbedarf in den Betrieben gerechnet werden. Inzwischen beabsichtigten bereits 44 Prozent der befragten Firmen, sich notgedrungen von einem Teil ihrer Mitarbeiter zu trennen. In einigen Unternehmen wäre bereits die höchste Alarmstufe ausgerufen worden. Umso dringender sei deshalb eine direkte Kostenentlastung durch die sofortige Aussetzung der Mauterhöhung, fordert Grusser endlich ein konsequentes Handeln der Politik.
Autor: nnz

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