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Reinholz unterstützt den Opel-Bieter Magna

Donnerstag, 16. Juli 2009, 14:43 Uhr
In einem Informationsgespräch mit Magna-Beauftragten zu Fördermöglichkeiten des Landes Thüringen machte der Nordhäuser Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz heute klar, dass Magna mit seiner Unterstüzung rechnen kann.

Vertreter des Thüringer Wirtschaftsministeriums und des Opel-Bieterkonsortiums um den österreichisch-kanadischen Automobilzulieferer Magna haben sich heute in Erfurt zu ei­nem Informationsgespräch getroffen. Dabei ging es vor allem um die Unterstützungsmög­lichkeiten des Landes für das Werk in Eisenach im Falle einer Übernahme durch Magna. Unterdessen bekräftigte Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz die Präferenz Thüringens für eine solche industrielle Lösung. „Mit Magna sehen wir die besten Perspek­tiven für den Standort Eisenach“, so der Minister. Für die Umsetzung des Konzepts stehe deshalb im Prinzip auch das gesamte Förderinstrumentarium des Freistaats zur Verfü­gung.

Der Minister verwies auf die Investitions- und Technologieförderung ebenso wie auf die Darlehens- und Bürgschaftsprogramme des Landes. Diskutiert worden war erneut auch das vom Land entwickelte Mietfabrik-Modell. Besonderes Interesse habe der Freistaat zu­dem an einer technologischen Weiterentwicklung des Standorts. Reinholz machte aller­dings auch deutlich, dass er im Gegenzug eine langfristige Standort- und Arbeitsplatz­garantie für den Standort Eisenach erwarte.

Zu den laufenden Übernahmeverhandlungen sagte der Minister, GM könne selbstver­ständlich mit verschiedenen Anbietern verhandeln, darauf hätten die Länder keinen Ein­fluss. Aufgabe von Bund und Ländern sei es aber, die Interessen der Beschäftigten und der einzelnen Werke zu wahren. „Von diesem Maßstab hängt es ab, wer mit Staatshilfe rech­nen kann und wer nicht.“ Einen Einstieg des Staates bei Opel lehnte Reinholz dagegen als „vollkommen unrealistisch und nicht finanzierbar“ ab. Abgesehen davon, dass Thüringen dann kurzfristig mehrere Hundert Millionen Euro für seinen Anteil am Kaufpreis aufbrin­gen müsste, könne er nicht erkennen, dass der Staat der bessere Unternehmer sei: „VEB Opels hatten wir hierzulande 40 Jahre lang. Von denen hat nicht einer überlebt.“
Autor: nnz

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