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Ungebrochene Investitionsbereitschaft

Freitag, 17. Juli 2009, 11:54 Uhr
Thüringens Wirtschaftsminister, der Nordhäuser Jürgen Reinholz, bescheinigt der Thüringer Wirtschaft eine ungebrochene Investitionsbereitschaft. Es gäbe eine Konstante Nachfrage nach Investitionsförderung auch im 1. Halbjahr 2009.

Die Investitionsbereitschaft der Thüringer Unternehmen bleibt trotz Wirtschaftskrise auf hohem Niveau. Das erklärte Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz heute mit Blick auf die aktuellen Zahlen zur Investitionsförderung im Freistaat. Demnach konnten im ersten Halbjahr 2009 über das Förderprogramm Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) rund 150 neue industrielle Investitionsvorhaben mit einem Gesamtumfang von 730 Millionen Euro angeschoben werden. Die geförderten Unternehmen haben sich verpflichtet, in den kommenden drei Jahren 1.500 neue Arbeits­plätze zu schaffen und 6.300 Arbeitsplätze zu sichern. Die vom Land zugesagte Förderung beläuft sich auf insgesamt rund 76 Millionen Euro.

„Bei den Anträgen auf Wirtschaftsförderung liegen wir auf dem Niveau der Vorjahre“, sagte Wirtschaftsminister Reinholz. Er nehme dies als ein Indiz dafür, dass die Wirtschaft nach vorn schaue und die Krise nutze, um durch gezielte Investitionen ihre Wettbewerbsfähig­keit zu verbessern oder sich strategisch neu aufzustellen: „Die Unternehmen setzen auf einen baldigen Aufschwung“, so Reinholz.

Mit zu der anhaltend hohen Nachfrage nach Fördermitteln hätten sicher auch die in den vergangenen Monaten gelockerten Fördermodalitäten beigetragen, sagte Reinholz weiter. Im GRW-Programm wurden die Fördersätze erhöht und auf weitere Branchen – wie das Tourismusgewerbe und die produktionsnahen Dienstleistungen (z.B. Logistik) – ausge­weitet. Zudem können Investitionen seit bis Ende 2010 auch dann gefördert werden, wenn damit keine zusätzlichen Arbeitsplätze geschaffen werden. „Gerade in der aktuellen Wirt­schaftskrise wollen wir Unternehmen unterstützen, die investieren, um die vorhandenen Arbeitsplätze zu sichern“, sagte der Wirtschaftsminister.

Auch bei der Auszahlung der in den Vorjahren bewilligten Fördermittel liegt Thüringen im Plan. Zur Jahreshälfte war mit 82,5 Millionen Euro die Hälfte der zur Verfügung stehenden Fördergelder abgerufen worden. „Es wurden kaum Investitionen zurückgestellt oder ganz aufgegeben“, sagte Reinholz. Die meisten der in den letzten Jahren geplanten Investitions­vorhaben würden nun auch umgesetzt.

Das Programm Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) ist das wichtigste Programm der Investitionsförderung in Thüringen. Zwischen 2004 und Ende 2008 sind in Thüringen Ansiedlungen und Wachstum von mehr als 1.750 Unternehmen aus diesem Programm unterstützt worden. Die Unternehmen haben dabei gut 4,9 Milliarden Euro im Freistaat investiert. Die Förderung des Landes belief sich auf mehr als 800 Millionen Euro. Dadurch wurden rund 14.500 neue Arbeitsplätze geschaffen und fast 67.000 Arbeitsplätze gesichert.
Autor: nnz

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