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677 Einsätze für Nordhäuser Luftretter

Montag, 20. Juli 2009, 13:15 Uhr
Die Halbjahresbilanz der DRF Luftrettung für die erste Jahreshälfte 2009 ist erstellt. Danach flogen die Nordhäuser Luftretter fast 700 Einsätze. Lesen Sie den ausführlichen Beitrag in Ihrer nnz.

Nordhausen. 677-mal wurde der an der Station des Deutschen Roten Kreuzes am Südharz-Krankenhaus stationierte Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung in den ersten sechs Monaten 2009 alarmiert. Die Besatzung flog damit 65 Einsätze mehr als im ersten Halbjahr 2008.



Martin Wagner, leitender Stationspilot in Nordhausen, blickt zurück auf die vergangenen Monate: „Durch den langen Winter hatten wir Anfang des Jahres viele Glatteisunfälle. Aber auch verunglückte Wintersportler waren unter unseren Patienten. Sobald es warm wird, verändert sich unser Einsatzspektrum. Immer wieder werden wir dann zu schweren Freizeitunfällen gerufen, zum Beispiel beim Motorradfahren. Den größten Teil unserer Notfalleinsätze machen jedoch internistische Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall aus. Mit dem Hubschrauber sind wir innerhalb kürzester Zeit vor Ort, denn im Notfall zählt jede Minute.“

Der Rettungshubschrauber mit dem Funkrufnamen „Christoph 37“ wird bei Notfällen als schneller Notarztzubringer alarmiert. Dazu ist er täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit und mit erfahrenen Piloten, Notärzten und Rettungsassistenten besetzt. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Hubschrauber in maximal 15 Minuten erreichen. Er ist mit allen medizintechnischen Geräten ausgerüstet, die für eine optimale Patientenversorgung notwendig sind.

as Einsatzgebiet umfasst dabei die Landkreise Kyffhäuser, Unstrut Hainich, Eichsfeld, Sangerhausen, Wernigerode, Quedlinburg, Goslar und Osterode. 53-mal wurde der Rettungshubschrauber im ersten Halbjahr 2009 auch zum schnellen und schonenden Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken eingesetzt.

"Ein herzliches Danke an Ihr Rettungsteam für Ihre unglaublich schnelle Hilfe..." – So beginnt ein Dankesbrief, den die Nordhäuser Station Ende Juni erhielt. Die Frau eines ehemaligen Patienten bedankt sich darin für den Einsatz, der ihrem Mann am 30. Mai das Leben rettete. Der Mann war bei einem Motorradunfall schwer verletzt worden. Die Nordhäuser Luftretter hatten gerade in Sülzhayn einen Einsatz beendet und starteten von dort, als die Leitstelle Nordhausen sie um 12.37 Uhr alarmierte. Nach nur wenigen Minuten landete der Pilot den Hubschrauber an der Einsatzstelle, Notarzt und Rettungsassistent eilten zum Patienten. Dieser hatte eine Reihe schwerster Verletzungen des Oberkörpers erlitten und schwebte in Lebensgefahr. Nach der medizinischen Versorgung vor Ort wurde der Mann mit dem Hubschrauber schnell und schonend in eine Spezialklinik geflogen.

Bundesweit setzt die DRF Luftrettung an 28 Stationen Hubschrauber für die Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein. Acht Stationen sind 24 Stunden am Tag einsatzbereit. In Italien und Österreich werden weitere 14 Stationen betrieben. Über die Hubschrauberrettung hinaus führt die DRF Luftrettung weltweite Patiententransporte mit eigenen Ambulanzflugzeugen und hoch qualifiziertem Personal durch. 2008 leistete die DRF Luftrettung 40.602 Einsätze, so viele wie nie zuvor (2007: 39.111 Einsätze).

Die DRF Luftrettung besteht aus einem gemeinnützigen Förderverein, einer Stiftung des bürgerlichen Rechts, einer gemeinnützigen AG sowie deren Tochterunternehmen. Die Stiftung, die der Aufsicht des Regierungspräsidiums Stuttgart unterliegt, überwacht die operative Arbeit der gemeinnützigen AG. Zur Finanzierung dieser oft lebensrettenden Arbeit tragen die rund 500.000 Förderer des DRF e.V. entscheidend bei.

Um Förderer zu gewinnen, gehen in vielen Orten Beauftragte von Tür zu Tür, um über die Arbeit der DRF Luftrettung zu informieren. Sie sammeln an den Haustüren kein Geld, tragen Dienstkleidung und können sich ausweisen. Fragen zur Fördermitgliedschaft beantwortet das Service-Team des DRF e.V. auch gerne telefonisch: Montag bis Freitag von 8.00 bis 20.00 Uhr, Telefon: 0711-70072211.

Mehr Informationen im Internet unter: www.drf-luftrettung.de
Autor: nnz

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